Ankommen in einem neuen Land: Spoken Word Poetry

Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in einem neuen Land können ganze Bücher füllen. Habt Ihr Lust in einem Kurs das Erlebte zu Literatur zu machen? Dann könnte dieser Kurs der Hamburger Volkshochschule für Neu-Hamburger*innen genau das Richtige für Euch sein: Am 10. Juni, ab 14 Uhr wird unter der Leitung von Eliza-Maimouna Sarr, inspiriert von Literatur, Theater und Musik kreativ geschrieben und getextet. Bei Bedarf übernimmt Bildung für alle! e. V. die Kosten. Interesse bekommen? Dann schaut Euch den Flyer mit weiteren Infos an.

Ankommen in einem neuen Land: Spoken Word Poetry, 10.06.2018, 14:00-17:30 Uhr, Schanzenstraße 75, Raum 403

Alsterrunning-Lauftreff mit Geflüchteten – Wie alles begann

Im Sommer 2015 kamen täglich fast 500 Menschen am Hamburger Hauptbahnhof an: Aus unterschiedlichsten Gründen auf der Flucht und mit wenig mehr Besitz als der Kleidung am Leib. In einer Welle von Hilfsbereitschaft wurde gespendet, gesammelt, sortiert. Was lag da näher, als auch mit dem liebsten Hobby einen Beitrag zu leisten? Z. B. eine Spendenaktion zur Weihnachtszeit? „Aber wäre es nicht noch cooler, die Geflüchteten an die Alster zu holen und mit ihnen gemeinsam zu laufen?“ fragte Michael Brügmann, der Begründer von Alsterrunning, damals. Na klar, von so einer Idee muss man Laufliebhaber nicht lange überzeugen. Laufen kann schließlich jeder, bringt die verschiedensten Leute zusammen, die Sprache ist egal, kurz man braucht dazu nicht viel. Voller Enthusiasmus beschlossen wir, den Lauftreff möglichst schnell ins Leben zu rufen und wählten als Auftakt den gemeinsamen Spendenlauf zu Weihnachten. Es war etwa Oktober, das sollte genug Zeit sein, um so eine Aktion durchzuziehen – dachten wir zumindest. Doch ziemlich schnell stellte sich heraus, dass für unsere Umsetzung vor allem eines fehlte: die Geflüchteten. In die Erstunterkünfte kommt man schon mal nicht ohne persönliche Einladung. Wenn wir unser Angebot den verschiedenen Flüchtlingsorganisationen präsentierten, waren die zwar von unserer Idee begeistert, vertrösteten uns aber meist auf einen späteren Zeitpunkt, da viele Erstunterkünfte noch im Entstehen begriffen waren und auch die frisch in Hamburg angekommenen Bewohner sich erstmal sortieren und einleben mussten. Damit schien unser Projekt wenn auch nicht komplett gestorben, doch zunehmend in weite Ferne zu rücken, wäre mir nicht zufällig beim Gründungsabend der Initiative „Wir im Quartier Winterhude“ im Goldbekhaus Nisihiti Tewolde begegnet. Ich hatte gerade in der Gruppe für die Sportangebote unseren Lauftreff vorgestellt, als es an die Tür klopfte. Nisihiti streckte ihren Kopf herein: „Ist das hier die Gruppe für Sprachunterricht?“ Sie war mir zuvor schon aufgefallen, als sie bei der Hauptversammlung berichtete, dass sie sich ehrenamtlich um Eritreer in einer Erstaufnahme in Langenhorn kümmerte. Als langjährige Hamburgerin und gebürtige Eritreerin beherrscht sie beide Sprachen und kann außerdem, was noch viel wichtiger ist, zwischen den Kulturen vermitteln. Eritrea, Läuferland, schoss es mir durch den Kopf und ich ergriff die Chance. „Sag‘ mal gibt es unter den Eritreern vielleicht Leute, die laufen wollen?“ Laufen? Sport sei sicher eine gute Idee, aber um die gesamte Alster? Chipzeitmessung? Eigentlich sei jetzt doch die Sprache erstmal wichtiger, zweifelte Nisihiti. Aber so schnell wollte ich nicht aufgeben, also holte ich alle erdenklichen Argumente für unseren Sport hervor und schlug zuletzt vor, den Eritreern unsere Idee persönlich vorzustellen, ablehnen könnten sie schließlich immer noch. Die Geflüchteten hätten doch gar keine Sportkleidung, zögerte Nisihiti. „Egal, das kriegen wir schon hin“, konterte ich, ohne die geringste Ahnung zu haben, wie wir die Leute ausstatten sollten. Immerhin schien Nisihiti nicht abgeneigt sich umzuhören und wir tauschten Telefonnummern aus. Als ihr Anruf ausblieb, hatte ich die Hoffnung endgültig aufgegeben. Doch wie es der Zufall wollte, lief mir Nisihiti plötzlich an einer U-Bahnhaltestelle wieder über den Weg. Wir begrüßten uns sofort herzlich. Sie habe meine Telefonnummer verloren, entschuldigte sie sich, aber sie habe sich umgehört und tatsächlich, es gebe Interessenten. Wir verabredeten ein Treffen im Goldbekhaus mit einigen Alsterrunnern und etwa 18 Eritreern. Da die Eritreer sich zwar im U-Bahnnetz einigermaßen auskannten, sich aber darüber hinaus in Hamburg noch nicht orientieren konnten, holte ich sie an der U-Bahnhaltestelle Kellinghusenstraße ab. Als ich mich auf den Weg dorthin machte, hatte ich keine Ahnung, wer mich dort erwarten würde. Alle Absprachen liefen bisher über Nisihiti, die ihnen beschrieben hatte, wie ich aussehe und dass sie mit mir mitkommen sollten, Englisch verstünden sie auch. In der Kellinghusenstraße angekommen, ließ ich meinen Blick suchend durch die U-Bahn-Station schweifen und entdeckte statt der angekündigten 18 Personen lediglich zwei, die äußerlich infrage kamen. Etwas unsicher sprach ich die beiden an und Volltreffer: als Wegahta und Teklebhran stellten sie sich mir vor. Wega was, Teklewer? Wow, ob ich mir diese Namen jemals würde merken können? Sind das jetzt Männer- oder Frauennamen? Später erfuhr ich, dass die Eritreer mit den deutschen Namen exakt dasselbe Problem haben. „Where are the others?“ „We don’t know.“ antwortete Teklebhran. Ich nahm das so hin und gewöhnte mich in Zukunft an solche Schwankungen. Denn bald lernte ich, wenn Teklebhran sagte „Ok, we will come.“, dass ich mich auf diese Aussage hundertprozentig verlassen konnte, auch wenn nie ganz klar war, wie viele „we“ sein würden.

Im Goldbekhaus angekommen, trafen wir Michael Brügmann und die weiteren Laufsportaktiven Thomas Mantay, Kirsten und Andreas Griess. Teklebhran, der ältere der beiden, sprach fließend Englisch und übersetzte Wegahta, was Michael ihnen über Alsterrunning auf seinem Laptop präsentierte. Ihre höflichen Mienen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie mit unserer Chipzeitmessung nichts anzufangen wussten. Entsprechend zurückhaltend war ihre Reaktion. Außerdem stellte sich zu unserem Erstaunen heraus, dass sie die Alster gar nicht kannten, obwohl sie schon seit etwa drei Monaten in Hamburg waren. Dennoch ließen sich die beiden bereitwillig und vielleicht auch nur aus der für sie typischen Höflichkeit für ihren neuen Alsterrunning-Account fotografieren, nahmen ihre Chips und gespendete Laufschuhe entgegen.

Viele Monate später erzählte mir Teklebhran er sei damals eigentlich nur zum Übersetzen mitgekommen. Denn mit dem Laufen hatte er längst selbst in Dänemark, eine der vielen Stationen seiner Flucht, begonnen und so, seinem von Warten geprägtem Tagesablauf Struktur gegeben. Dass er dafür jetzt extra an die Alster fahren und einen Chip tragen sollte, leuchtete ihm nicht ein, zumal es doch völlig egal sei, wie schnell man laufe. Wiedermal so eine verrückte Idee der Deutschen. Unsere Schilderungen machten ihn dann aber doch neugierig und so ist ausgerechnet Teklebhran derjenige, der wirklich jedes Mal bis heute zum Lauftreff kommt, nie krank ist oder keine Lust hat. Nur ein einziges Mal, da war er auf Verwandtenbesuch.

Schon bei unserem ersten Treffen wurde klar, dass wir so gut wie nichts über Eritrea geschweige denn den Alltag von Geflüchteten in Deutschland wussten. Entsprechend löcherten wir die beiden mit Fragen. Sie erklärten uns, dass ihre Muttersprache Tigrinya sei. Diese semitische Sprache wird in Eritrea und Äthiopien von etwa 9 Millionen Menschen gesprochen und hat eine eigene Schrift Ge’ez genannt. Für uns sieht sie in etwa wie eine Aneinanderreihung von tanzenden Strichmännchen aus.

Aus Eritrea seien sie geflohen, weil dort kein freies Leben möglich sei. Das kleine Land am Roten Meer liegt gleich neben dem Land der Läuferlegende Haile Gebrselassie Äthiopien. In Eritrea herrscht eine Diktatur, bei der willkürliche

traditionelles Kaffeegeschirr

Tötungen, Verschleppungen und Folter an der Tagesordnung sind. Schwerwiegend gerade für die Männer ist der lebenslange Militärdienst, zu dem sie gezwungen werden, und der ihnen jegliche freie Berufswahl und ein selbstbestimmtes Leben verwehrt. Aus diesen Gründen fliehen monatlich bis zu 5000 Menschen aus Eritrea. Und zwei davon saßen nun vor uns und erzählten von ihrer gefährlichen Flucht zunächst nach Sudan, durch die Sahara nach Libyen und der oft mehrtägigen Fahrt im Boot über das Mittelmeer. In den folgenden Monaten hörten wir noch viel mehr Details und all die grausamen Geschichten, von denen wir vormals nur aus der Presse gehört hatten, bekamen nach und nach reale Gesichter. Bis heute frage ich sie immer wieder, ob sich dieser gefährliche Weg gelohnt habe, ob ihr neues Leben es wert sei, all diese Strapazen in Kauf genommen zu haben. Meist wird mir verständnislos und unmissverständlich „natürlich!“ entgegengeschmettert.

traditionelles eritreisches bzw. äthiopisches Essen

Unser Treffen endete mit Teklebhrans und Wegahtas Zusage, beim Nikolauslauf dabei zu sein und weitere Interessierte mitzubringen. Und so wartete ich am 6. Dezember 2015 zusammen mit Nisihiti an der Haltestelle Klosterstern auf die Gruppe künftiger Läufer. Schließlich wurde die Zeit knapp und Nisihiti rief Teklebhran an. Obwohl ich nichts verstand von dieser rollenden, hüpfenden Sprache, begriff ich, dass es ein Problem gab und wurde nervös. Und tatsächlich die Jungs warteten an der an der falschen Haltestelle, Kellinghusenstraße. Sie hatten das Wort „Klosterstern“ nicht verstanden und auch nicht mit dem Schriftbild überein bringen können. Mir sank das Herz in die Hose. Um 14 Uhr sollte der Lauf losgehen, der NDR war eingeladen worden, Michael wartete darauf, dass ich die Eritreer mitbrachte und wir hatten kaum noch 15 Minuten bis dahin. Nisihiti tat ihr Bestes zu erklären, dass sie wieder in die U1 einsteigen und dann eine Haltestelle später wieder aussteigen sollten. Hoffentlich nehmen sie die richtige Richtung, dachte ich. Zumindest Teklebhran gelang es mit seiner Gruppe, Wegahta dagegen war mit seinen Leuten irgendwo im öffentlichen Nahverkehr verloren gegangen, aber darauf konnten wir jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Denn es war bereits kurz vor zwei, als etwa 15 junge Männer mit hängenden Schultern und misstrauischem Blick aus der Bahn stiegen. Ihre Kleidung bestand ganz offensichtlich aus zusammengewürfelten Spenden, sie machten einen abgekämpften Eindruck und wirkten völlig verloren. Obwohl sie eher bedrückt wirkten, füllten sie den ansonsten ruhigen Bahnsteig im Klosterstern mit einer beachtlichen Kulisse aus fremdklingenden Lauten. Also, „let’s go, follow me“ rief ich. Irritiert und verständnislos folgte mir der Trupp. Ich wusste damals nicht, dass nicht alle Englisch verstanden. An der Alster angekommen, waren die Alsterrunner bereits am Start und mit Alsterrunning-T-Shirts ausgestattet. Jetzt musste alles schnell gehen. Michael war zum Startschuss bereit und die Jungs sollten doch auch noch Alsterrunning-T-Shirts bekommen. Einige Alsterrunner bemerkten geistesgegenwärtig, dass es nicht genug T-Shirts für die Jungs gab und plötzlich zog einer nach dem anderen das eigene T-Shirt aus und gab es je einem Eritreer. Mit dieser Geste war das Eis gebrochen und der Ehrgeiz der Jungs geweckt. In Jeans, Straßenschuhen und Alsterrunning-T-Shirts drehten sie ihre erste Alsterrunde. Nisihiti meinte später, sie habe die Jungs zuvor noch nie so ausgelassen erlebt, wie an diesem Nachmittag.

Wir saßen noch länger bei Glühwein zusammen, schließlich war auch Wegahta mit seiner verlorenen Truppe dazugestoßen. Mit diesem Lauf war unser ‚Running Club‘, wie wir ihn später nannten, begründet. Vor uns lagen noch viele Herausforderungen, wir brauchten zunächst einen abschließbaren Raum, in dem die Leute sich umziehen und ihre Wertsachen lagern konnten. Denn von Langenhorn bis zur Alster war es ein weiter Weg und besonders im Winter musste man Wechselkleidung deponieren können. Und natürlich benötigten wir vor allem Laufkleidung und Schuhe. Hier zeigten sich die Alsterrunner spendenfreudig, wenn auch die Herrengröße S so gut wie nie vertreten war und wir zum Teil auf Damenkleidung ausweichen mussten.

Endlich: wir haben einen neuen Treffpunkt gefunden!

Die Schuhe waren und sind allerdings das größte Problem und daran wäre vielleicht auch alles gescheitert, wenn nicht das Laufwerk hier immer wieder großzügig bereit gewesen wäre uns Schuhe zu spenden. Regelmäßige finanzielle Unterstützung bekamen wir auch ein Jahr lang vom Goldbekhaus und der Initiative „Wir im Quartier“.

Die Gruppe zusammengehalten hat anfangs vor allem Teklebhran, der die Anderen bei Wind und Wetter motivierte. Ebenfalls bis heute immer dabei ist Thomas Mantay, der mit den Jungs anfangs ordentlich geballert hat und inzwischen zu einem Freund und Ansprechpartner geworden ist. Wenn „Herr Thomas“, wie sie ihn früher nannten, doch mal aus irgendeinem Grund verhindert war, versetzte das die Jungs regelrecht in Aufregung. Das alles aufzubauen, war schwieriger als gedacht und hinter uns liegen mehr als 120 bewegte Trainingseinheiten, in denen wir viel erlebt haben: drohende Abschiebungen, Transfers in andere Camps und Städte, Krankheiten und immer wieder mussten und müssen wir neue Räume finden, in denen wir uns umziehen können. Denn inzwischen lebt zwar keiner mehr im Grellkamp in Langenhorn, dafür aber in Altona, Neugraben oder Wandsbek. Trotzdem hält der lange Weg nicht davon ab, an die Alster zu kommen. Bis heute wird mit Leichtigkeit und Spaß gelaufen, egal welches Wetter, egal welche Kleidung. Gerade im ersten Winter hatten sie oft weder Mützen noch Handschuhe. Damals wurden sie von einigen Hartgesottenen Alsterrunnern wie MatsIsler, Bremslauefer oder DuracellShirin unterstützt, die sich auch von unseren ersten Terminen montags um 20:45 Uhr, nach dem Sprachkurs der Jungs nicht abhalten ließen. Wenn auch heute nicht mehr alle aus den Anfangstagen dabei sind, haben wir doch noch zu vielen von ihnen Kontakt. Darüberhinaus hat sich seit Dezember 2015 eine feste Gruppe von etwa fünf Leuten herauskristallisiert. Die bisher unangefochtene Bestzeit hält Merhawi mit 25:11, die er auch mal eben so nach mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt raushaut und generell ohne Training, weil er einfach lieber Fußball spielt. Das ist bei Aron anders, er trainiert inzwischen bei Hamburg Running und entdeckte seine Laufleidenschaft bereits in seinem ersten Camp in München. Deshalb war er auch gleich Feuer und Flamme, als er vom Lauftreff an der Alster hörte und inzwischen hat er allein an der Alster 1188 Trainingskilometer absolviert. Die deutsche Sprache dagegen war anfangs nicht so sein Ding, da griff er lieber auf seinen „Actiontalk“ zurück, wie es die Anderen scherzhaft tauften. Doch irgendwie war klar, dass sein erster deutscher Satz „Ich liebe laufen!“ sein musste.

Joanna Stanecka: Die Fremde

Joanna Stanecka: Die Fremde

Freitag 1. September | 19 Uhr | Theater | Koop mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg

Joanna Stanecka
Suche nach der Identität.
Erzählt wird die Geschichte von Róza Zabczynska, einer polnischen Immigrantin der Zwischenkriegszeit, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr in Russland gelebt hat. Dort als die »Polaczka« -die Polin- ausgegrenzt, fällt sie in Warschau durch russischen Akzent, andere Mentalität und ihren Teint als Fremde auf.
Als »Reise einer Entwurzelten«  interpretiert die Künstlerin ihr Solo. Sie hinterfragt das Leben als »Ausländerin« (Cudzoziemka) damals wie heute ebenso wie das Trauma von Trennung und Verlust. Es entsteht ein faszinierendes Psychogramm einer Frau, die danach strebt, heimisch zu werden wo sie lebt und dennoch der Gewissheit des Andersseins nicht entkommen kann.
Schauspiel, Regie und Bearbeitung: Joanna Stanecka
Die polnische Schauspielerin, Joanna Stanecka, ist Absolventin der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź.
Als Polin, die jetzt in Deutschland lebt, hat auch sie eine persönliche emotionale Berührung mit dem Thema.
Das Solostück ist entstanden in Anlehnung an einen Roman von Maria Kuncewiczowa (1935). Es ist eine etwa einstündige Aufführung mit anschließendem Gespräch mit der Künstlerin.

AK und VVK 6,- | Tickets

Bühne zum Hof
Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg in Kooperation mit dem Goldbekhaus.

Geflüchtete Musiker_innen und (Musik-)Pädagog_innen aufgepasst!

Die Stiftung Kultur Palast bietet ein Qualifizierungsprojekt für Musiker_innen und (Musik-)Pädagog_innen, die aus Ihrem Heimatland flüchten mussten und nun in Deutschland ihren Berufseinstieg planen. Kurz gesagt geht es um musikalische Früherziehung in Zusammenarbeit mit Hamburger Kitas und der HAW Hamburg. Eingebettet ist das Ganze in den Bundesfreiwilligendienst. Die Weiterqualifizierung dauert insgesamt 18 Monate und startet bereits am 1. September 2017. Der Arbeitsumfang beträgt 25 Wochenstunden. Wer noch nicht perfekt Deutsch spricht, muss sich keine Sorgen machen, denn es besteht die Möglichkeit zusätzlich 14 Stunden in der Woche einen Sprachkurs auf B2-Niveau zu besuchen. Ziel dieser Maßnahme ist es im Anschluss in Hamburger Kitas zu unterrichten. Interesse geweckt? Dann einfach die folgenden Unterlagen downloaden und bei der Stiftung Kultur Palast melden:

Stiftung Kultur Palast Hamburg
Öjendorfer Weg 30a, 22119
Persönliche Auskunft unter Tel.: 040-822 45 68 29
E-Mail: ime@kph-hamburg.de

Ausschreibung_final IME Projektinfo_externe Kitas Steckbrief

 

Bildung für alle! e.V. ermöglichte PC-Kurse

Die besten Ideen ergeben sich meistens im Gespräch. So war es auch, als ich eines Tages meiner Freundin Svenja erzählte, dass mir aufgefallen war, dass die Eritreer aus unserem Lauftreff kaum Erfahrungen mit der Arbeit am PC hatten. Auch das Smartphone dient vor allem zum Kontakthalten mit der weltweit verstreuten Verwandtschaft und weniger dazu die technischen Funktionen auszuschöpfen. Immer wieder wurde ich bei unseren wöchentlichen Läufen gefragt, ob ich nicht eine Idee hätte, wo sie den Umgang mit dem PC lernen könnten. Denn über eigene Computer verfügen die Geflüchteten in der Regel nicht, zumal sie dafür in ihren Übergangsunterkünften keinen Platz haben. Bestenfalls bekommen Einzelne einen alten Laptop gespendet, das ist jedoch die absolute Seltenheit. „Ich kenne da jemanden, der könnte helfen…“ erwiderte meine Freundin und stellte mir wenig später Claudia Cravaack vom Verein Bildung für alle! e.V. vor. Kurzerhand schrieben Svenja und ich einen Antrag für einen Computerkurs nur für Eritreer. Dabei ging es nicht um ein Ausschlussprinzip, sondern vielmehr darum eine homogene Lerngruppe zu schaffen, mit gleichen Vorkenntnissen und Voraussetzungen. Bildung für alle! e.V. und Claudia Cravaack stellten in kurzer Zeit einen Computerkurs auf die Beine, der an zwei Abenden in der Woche in den Räumlichkeiten der Volkshochschule in der Mönckebergstraße stattfand. Geleitet wurde der Kurs von dem Informatiker Samson Tesfai und startete im Januar diesen Jahres. So hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit über ein halbes Jahr Computerkenntnisse zu erwerben in einem individuell auf sie zugeschnittenen Rahmen. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv, auch wenn sich die Gruppe am Anfang erst einmal sortieren musste. Es bildete sich jedoch rasch ein harter Kern von Interessierten heraus. Da das Angebot gut angenommen wurde, erklärte sich Samson Tesfai bereit nach Abschluss des ersten Kurses einen Aufbaukurs anzubieten. Bildung für alle! e. V. hat dieses Programm professionell, unkompliziert, zeitnah und mit Blick auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden realisiert. Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, solche Angebote aus der Praxis heraus mit den Geflüchteten gemeinsam zu entwickeln. Wenn sich die richtigen Leute miteinander vernetzen, austauschen und aufeinander einlassen, können spannende Projekte entstehen, die gerne angenommen werden.

Über die Freiheit von Kunst im Film und der eigenen Meinung – ein Gedanke

Mittlerweile haben wir schon den ein oder anderen Film bei unseren Welcome Movies gezeigt. Von „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ über „Der Polarexpress“, „Departed“ und „Ziemlich beste Freunde“ zu dem kürzlich gezeigten „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin. Die Mischung ist also dementsprechend bunt. Dass wir uns bei „Ziemlich beste Freunde“ nicht darüber streiten müssen, wie schön der Film ist, ist klar. Dass bei Filmen wie „Departed“ durchaus differenziertere Meinungen vorhanden sind, ist auch keine Überraschung. Thriller, Drama, Krimi, Abenteuer – alles Genres, in die der Film eingeordnet werden kann, sind keine leichte Kost aber für viele FilmliebhaberInnen sorgen sie für Begeisterung. Nicht zuletzt ist Departed von dem renommierten Regisseur Martin Scorsese  mit mehreren Preisen prämiert, da die Qualität und vor allem die Spannung extrem hoch sind.

“Der große Diktator“ ist ebenfalls ein prämierter Film und hat Filmgeschichte geschrieben und das zu einer äußerst schwierigen Zeit. Allerdings spielt der Film mit so viel Witz, dass die meiste Zeit gelacht werden kann.

Auch heute ist in vielen Teilen der Welt die Situation angespannt und viele Menschen leiden und müssen um ihr Leben fürchten. Das zeigt die Aktualität  von so manchen Filmen. Daher gibt es einige, die, wenn sie einen Kinoabend verbringen möchten, lieber zu Filmen greifen, die Unbeschwertheit und Freiheit ausdrücken. Der letzte Film „Little Miss Sunshine“ geht genau in diese Richtung.

Letztendlich geht es uns bei der Auswahl der Filme aber um das Konzept der Unterhaltung, was so gut wie alle Filme einschließt. Vor gut einem Jahr entstand die Idee der Welcome Movies überhaupt erst aus dem Bedürfnis dem Alltag zu entfliehen und einfach zusammen ein paar Stunden einen Film zu genießen, der unterhält. Die LäuferInnen aus der Gruppe des Alsterrunnings äußerten dieses Bedürfnis und damit begann die Reihe der Movies.

Viele unterschiedliche Menschen haben aber unterschiedliche Geschmäcker. Wir versuchen, dem zu begegnen, indem wir vor jeden Film eine Trailerauswahl zeigen und dort über den Film für das nächste Mal abgestimmt werden kann. Am liebsten wäre es uns als Organisationsteam sogar, wenn die Vorschläge der Filmauswahl von euch kommen. Von euch, also von den vielen BesucherInnen und NachbarInnen – egal, ob alt oder neu – des Goldbekhauses. Auch hier ist wieder alles möglich. Die einzige Prämisse, die uns wirklich wichtig ist, ist, dass es um Unterhaltung geht. Uns geht es bei den Welcome Movies nicht um pädagogische Ziele und noch weniger möchten wir entscheiden für wen, welcher Film angemessen ist. All die, die wir hier leben, können selbst für uns bestimmen und so kann jeder/jede selbst entscheiden, ob er/sie den ausgewählten Film bei uns in der Bühne zum Hof sehen möchte oder nicht, denn im nächsten Monat gibt’s wieder einen neuen Film. Ganz klar bleibt halt die Möglichkeit, dass so mancher Film auch mal nicht gefällt, mit diesem Risiko ist jedoch bei jedem Kinobesuch zu rechnen.

Kino ist ein so teures Vergnügen in Deutschland geworden, sodass wir unglaublich froh sind, euch jeden Monat einen Film bei freiem Eintritt vorführen zu können. Dazu gibt’s Snacks und Getränke, was gibt es schöneres?!

In dem Sinne, freuen wir uns über alle Anregungen und Vorschläge und vor allem über euren Besuch im Goldbekhaus. So haben wir gemeinsam die Möglichkeit der Gestaltung unseres Zusammenlebens in der Nachbarschaft.

 

 


Übrigens: Nächstes Welcome Movie ist am Mittwoch, den 17.05. um 19:30 Uhr im Goldbekhaus. Den Film könnt ihr telefonisch in der Info im Goldbekhaus erfragen: 040-27 87 02-0.

Wir freueeen uuuuuns!!

Gesang der Kulturen

In der VHS in der Schanze gibt es seit März 2016 ein offenes Gesangsangebot.
Der „Gesang der Kulturen“ trifft sich jeden Donnerstag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr in der VHS in der Schanze.
Hier singen Geflüchtete und Hamburger gemeinsam Lieder aus allen Teilen der Welt –  Jede/r kann etwas einbringen.
Das Angebot ist kostenlos und wird von Bildung für alle! e.V. finanziert. Den Raum stellt die VHS zur Verfügung.
Lust mitzumachen? Weitere Infos gibt findet Ihr auf der  Homepage und auf dem Flyer.

 

Wie leben Frauen in Syrien?

Kursangebot der Hamburger Volkshochschule: Frauen in Syrien

Religion, Sprache, Bildung, Arbeit und Einkommen: In Syrien leben sehr unterschiedliche Frauen. Wie sehen ihre gesellschaftlichen Situationen aus?  Was hat sich mit dem Ausbruch der Revolution 2011 verändert? Die syrische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Rosa Hassan Yassin lebt seit 2013 in Hamburg und führt in das Thema ein. Sie erläutert Hintergründe wie das Familienrecht und informiert über verschiedene Frauenorganisationen und die politische Präsenz der Frauen in Syrien. Der Kurs wird zweisprachig auf Deutsch und Arabisch durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher bitte anmelden unter 040 428414284.

Sternschanze, VHS-Zentrum Mitte, Schanzenstraße 75
3221MMM07, Rosa Yassin Hassan
kostenlos, 3 UStd., 1 Term.
Do., 13.7.17, 17-19.30 Uhr

In Kooperation mit Bildung für alle! e.V.

SICHTWEISEN: EINSICHT

Alltäglicher Rassismus und Critical Whiteness. Allgemein herrscht eine große Unsicherheit, was genau Rassismus ist, wie er funktioniert und wie ihm begegnet werden kann. Diese Unsicherheit und ein Mangel an Kommunikation prägen auch heute noch die Beziehungen zwischen Mitgliedern der weißen Mehrheitsgesellschaft und denen, die vermeintlich als Ausländer, Migranten oder „Angehörige einer anderen Kultur“ identifiziert werden.
Der Vortrag „Alltäglicher Rassismus“ spricht vor allem Mitglieder der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft an, benennt Beispiele für den sog. alltäglichen Rassismus und führt ein in die Fragestellungen des kritischen Weißseins und einer Anti-Rassismus-Arbeit, die weggeht vom Betroffenheitsdenken und stattdessen die Reflexion der eigenen Prägung und Möglichkeiten zum Perspektivenwechsel in den Mittelpunkt stellt.
Den Vortrag hält Austin P.
Eine Veranstaltung von Wir im Quartier – Gemeinsam mit Geflüchteten.
Phoenix e.V. wurde 1993 gegründet. Zur Vereinsarbeit gehört die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern, die Workshops, Anti-Rassismus-Trainings und Empowerment-Trainings durchführen. Ziel ist die Ermöglichung von Strategien gegen Rassismus, für eine Kultur der Verständigung.
Weitere Informationen unter: www.phoenix-ev.org
Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, Bühne zum Hof | Eintritt frei

Die Saison läuft

Es war ein harter Kampf zwischen Aron Weldegergis und Jannis Weidmann über 5 km am Sonntag den 26.3.17 in Wandsbek. Der Alsterrunner Aron, der inzwischen für den neu gegründeten Verein ‚Hamburg Running‘ trainiert, konnte sich bei der Wandsetaler Runde mit einer Zeit von 16:48 min den zweiten Platz mit einem knappen Rückstand von zwei Sekunden zum Erstplazierten sichern. Nach den beiden Raketen herrschte im Zielbereich zunächst gähnende Leere. Erst nach gut 1,5 Minuten folgte der Drittplazierte. Damit setzt Aron seinen Erfolgskurs weiter fort. Bereits am Wochenende zuvor am 19.3.17 stürmte er im Rahmen der Bramfelder Winterlaufserie auf den zweiten Platz über 10,046 km in einer Zeit von 35:15 min. Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil Aron verglichen mit anderen Leistungssportlern mit seinem Trainingsumfang ganz schön under-equipped ist. Um optimal und vor allem gesund zu trainieren, benötigt man z. B. mehrere Paar Laufschuhe, wie viele genau ist natürlich auch von individuellen Bedürfnissen abhängig. Für Aron hieße es grob kalkuliert einen Wettkampfschuh für Straßenläufe zu haben, einen für Crossläufe, zwei Paar gut gedämpfte Schuhe für längere Strecken, die man im Wechsel tragen kann, und einen Bahnschuh für schnelle Intervalleinheiten auf der, wie der Name schon sagt, Bahn. Und klar je mehr man läuft, desto häufiger müssen die Schuhe ausgetauscht werden. Auch hier gibt es keinen exakten Richtwert, aber man geht von 600-1000 gelaufenen Kilometern aus, die bei einem Leistungssportler schnell erreicht sind. Laufbegeisterte wissen, wie teuer Laufschuhe sind und deshalb hat Aron genau einen Schuh für Wettkampf und Training sowie einen Bahnschuh, letzteren hat er freundlicherweise vom Laufbekleidungsgeschäft ‚Laufwerk‘ geschenkt bekommen. Auch bei der Laufbekleidung muss Aron vor allem eins: improvisieren. Aber das konnte ihn bislang nicht vom Laufen abhalten und deshalb dürfen wir gespannt sein, was diese Saison noch bringen wird und wünschen viel Erfolg!

Großes Kino

„Hoffnung… Es tut mir leid, aber ich will kein Kaiser sein. Das ist nicht meine Sache. Ich möchte niemanden beherrschen und niemanden bezwingen. Es ist mein Wunsch, einem jeden zu helfen – wenn es möglich ist – sei er Jude oder Nichtjude, Weißer oder Schwarzer. Wir alle haben den Wunsch, einander zu helfen. Das liegt in der Natur des Menschen. Wir wollen vom Glück des Nächsten leben – nicht von seinem Elend. Wir wollen nicht hassen und uns nicht gegenseitig verachten. In dieser Welt gibt es Raum für alle, und die gute Erde ist reich und vermag einem jeden von uns das Notwendige zu geben.

Wir könnten frei und anmutig durchs Leben gehen, doch wir haben den Weg verloren. Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet – sie hat die Welt mit einer Mauer aus Hass umgeben – hat uns im Stechschritt in Elend und Blutvergießen marschieren lassen. Wir haben die Möglichkeit entwickelt, uns mit hoher Geschwindigkeit fortzubewegen, doch wir haben uns selbst eingesperrt. Die Maschinen, die uns im Überfluss geben sollten, haben uns in Not gebracht. Unser Wissen hat uns zynisch, die Schärfe unseres Verstandes hat uns kalt und lieblos gemacht. Wir denken zuviel und fühlen zu wenig. Dringender als der Technik bedürfen wir der Menschlichkeit. Güte und Sanftmut sind wichtiger für uns als Intelligenz. Mit dem Verlust dieser Eigenschaften wird das Leben immer gewalttätiger, und alles wird verloren sein.

[…]

Soldaten! Kämpft nicht für die Sklaverei! Kämpft für die Freiheit! Im siebzehnten Kapitel des Lukas-Evangeliums steht geschrieben, das Reich Gottes sei im Menschen – nicht in einem Menschen oder in einer besonderen Gruppe von Menschen, sondern in allen! In euch! Ihr, das Volk, habt die Macht – die Macht, Maschinen zu erschaffen. Die Macht, Glück hervorzubringen. Ihr, das Volk, habt die Macht, das Leben frei und schön zu gestalten – aus diesem Leben ein wundersames Abenteuer werden zu lassen. Lasst uns also – im Namen der Demokratie – diese Macht anwenden – vereinigt euch! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine gesittete Welt, in der jedermann die Möglichkeit hat zu arbeiten, die der Jugend eine Zukunft und die dem Alter Sicherheit zu geben vermag.

Die Gewalttäter sind zur Macht gekommen, weil sie euch diese Dinge versprochen haben. Doch sie lügen! Sie halten ihre Versprechungen nicht. Sie werden das nie tun! Diktatoren befreien sich selbst, aber sie versklaven das Volk. Lasst uns nun dafür kämpfen, die Welt zu befreien – die nationalen Schranken niederzureißen – die Gier, den Hass und die Intoleranz beiseite zu werfen. Lasst uns kämpfen für eine Welt der Vernunft – eine Welt, in der Wissenschaft und Fortschritt zu unser aller Glück führen sollen. Soldaten, im Namen der Demokratie, lasst uns zusammen stehen![…]

(Quelle: Charlie Chaplin – Der große Diktator, 1940)


Das ist ein Auszug aus der Abschlussrede aus Charlie Chaplins Meisterwerk „Der große Diktator“ – auch heute noch überaus aktuell.

Letzten Mittwoch konnten wir allerdings nicht nur dieser bewegenden Rede zuhören, sondern auch den wirklich großartigen und witzigen Film von und mit Charlie Chaplin im Goldbekhaus genießen. Vor allem haben wir uns über soo viele ZuschauerInnen gefreut. Diese haben sich auch für einen tollen Film am 19. April entschieden – dann wieder eine andere Richtung als dieser Film.

Kommt vorbei, entscheidet über den übernächsten Film und genießt einen entspannten Abend!

Heute: Welcome Movie

Am 15. März um 19:30 Uhr laden wir wieder zum gemeinsamen Kinoabend im Goldbekhaus ein. Da Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit einem Werbeverbot unterliegen, könnt Ihr Euch überraschen lassen oder den Filmtitel telefonisch erfragen unter: 040/278702-0.
Als Teaser können wir so viel verraten: die New York Times nannte ihn den „vielleicht wichtigsten Film, der jemals gedreht wurde.“ Der Eintritt ist wie immer frei.

SICHTWEISEN: WEITSICHT

Eine Veranstaltungsreihe von »WIR IM QUARTIER«
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Viele tausend Menschen haben sich seit dem zunehmenden Zustrom von geflüchteten Menschen engagiert, um eine gelingende Integration zu ermöglichen.
Gleichzeitig entstehen Bewegungen, die auf einfache Lösungen setzen. Parolen ersetzen den Diskurs, Fakenews erschweren die Bewertung von Informationen. Das konstruktive Miteinander der Gesellschaft ist massiv gestört, es beginnen Lager- und Grabenkämpfe und die eigentlich notwendige gemeinsame Einigung auf Lösungsansätze gerät in den Hintergrund.
Die Veranstaltungsreihe »SICHTWEISEN« soll alle Menschen erreichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, aber auch alle, die sich nach Strategien und Diskussion im Umgang mit Populismus, Rassismus und gesellschaftlicher Spaltung sehnen.

Mittwoch, 7. Juni um 19:30 Uhr
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Weitsicht: Frieden – und was es braucht!
Reden wollen wir über den Frieden, der das Handeln nicht vergessen will. Gesellschaftliche Konflikte kommen vor, müssen bewusst gemacht und aktiv gestaltet werden. Ohne diese Fähigkeit  werden wir keine nachhaltigen und vor allem friedvollen Veränderungen anschieben können. So ist Frieden auch ein anderes Wort für gelingende Konfliktregulierung. Was braucht es für den Frieden in einer Gesellschaft? Können wir ein gutes soziales Miteinander gemeinsam lernen? Was kann jede/jeder einzelne tun?
Wie man sich mit »Herz und Verstand« für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen kann, wird uns Julika Koch von der Nordkirche erklären.
– Konflikte gehören zum Leben.
– Aber wie würden Sie Frieden pflegen?
– Gießen und anhäufeln? Zuhören und Briefe schreiben? Mal auf den Tisch hauen und „Scheiße“ schreien?
– Was sind Strategien für Gewaltfreiheit und Fried-Fertigkeit.
– Kommen Sie mit in den Garten.
– Für eine lebendige Präsentation mit Power und Point ist die Improvisationstheatergruppe Im|promp|tü dabei.
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Goldbekhaus | Bühne zum Hof | Eintritt frei

SICHTWEISEN: VORSICHT

Eine Veranstaltungsreihe von »WIR IM QUARTIER«
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Viele tausend Menschen haben sich seit dem zunehmenden Zustrom von geflüchteten Menschen engagiert, um eine gelingende Integration zu ermöglichen.
Gleichzeitig entstehen Bewegungen, die auf einfache Lösungen setzen. Parolen ersetzen den Diskurs, Fakenews erschweren die Bewertung von Informationen. Das konstruktive Miteinander der Gesellschaft ist massiv gestört, es beginnen Lager- und Grabenkämpfe und die eigentlich notwendige gemeinsame Einigung auf Lösungsansätze gerät in den Hintergrund.
Die Veranstaltungsreihe »SICHTWEISEN« soll alle Menschen erreichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, aber auch alle, die sich nach Strategien und Diskussion im Umgang mit Populismus, Rassismus und gesellschaftlicher Spaltung sehnen.

Mittwoch, 31. Mai um 19:30 Uhr
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Vorsicht: Gewinner und Verlierer in der Globalisierung?

Umstrittene Schlagwörter wie »Fortschrittsverlierer« und die »sozial Abgehängten« rücken die Schattenseiten der Globalisierung in den Vordergrund. Kritisch wollen wir untersuchen, was Globalisierung überhaupt bedeutet. Welche realen, welche angenommenen Folgen hat sie für uns? Ist sie »alternativlos«?
Welche sozial tragenden Perspektiven ergeben sich, wie kann ein zukünftiger gesellschaftlicher Wandel aussehen?
Fragen wie diese wird uns Anna Braam, Sprecherin und im Vorstand der »Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen«, Jugend-Delegierte beim UN Klimagipfel und engagiert in der Flüchtlingsarbeit, an dem Abend beantworten.
Künstlerisch wird das Ganze mit Poetry Slam verknüpft. Armin Sengbusch und Hartmut Pospiech aus der Hamburger Slamszene steigen auf einer anderen Ebene ein, greifen das Thema der Veranstaltungsreihe „Der Populismus unserer Zeit“ auf und eröffnen uns neue Sichtweisen auf das Thema.
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Goldbekhaus | Bühne zum Hof | Eintritt frei

SICHTWEISEN: ABSICHT

Eine Veranstaltungsreihe von »WIR IM QUARTIER«
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Viele tausend Menschen haben sich seit dem zunehmenden Zustrom von geflüchteten Menschen engagiert, um eine gelingende Integration zu ermöglichen.
Gleichzeitig entstehen Bewegungen, die auf einfache Lösungen setzen. Parolen ersetzen den Diskurs, Fakenews erschweren die Bewertung von Informationen. Das konstruktive Miteinander der Gesellschaft ist massiv gestört, es beginnen Lager- und Grabenkämpfe und die eigentlich notwendige gemeinsame Einigung auf Lösungsansätze gerät in den Hintergrund.
Die Veranstaltungsreihe »SICHTWEISEN« soll alle Menschen erreichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, aber auch alle, die sich nach Strategien und Diskussion im Umgang mit Populismus, Rassismus und gesellschaftlicher Spaltung sehnen.

Donnerstag, 29. März um 19:30 Uhr
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ABSICHT: POPOULISMUS, FAKENEWS UND
VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN.
Wer blickt da noch durch? Was ist richtig, was ist falsch? Wir leben mit einer Informationsflut, die es schwer macht, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es geht immer weniger um Inhalte, als um einfache Sätze, die viral schnell zum Hit werden. Ist dieser Trend zu stoppen? Was kann der Einzelne tun?
Wir haben Alexa und Alexander Wauschkas aus Hamburg eingeladen. Beide sind Blogger, betreiben den Podcast »Hoaxilla« (Hoax=Falschmeldung) und werden uns einen allgemein verständlichen Input geben und anschließend zur Diskussion einladen.
Außerdem ist der Hamburger Kabarettist und Autor Kerim Pamuk unser Gast In seinen Programmen und Büchern geht es u.a. über die deutsch-türkische Befindlichkeit, den Islam und das hippe und moderne Leben der Gegenwart
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Goldbekhaus | Bühne zum Hof | Eintritt frei

Kerim Pamuk

WIQ Newsletter Februar 2017

Moin, Moin,

wer unseren Newsletter nicht direkt bekommt, hier zum Nachlesen.

Jahresbericht 2016

Ihr fragt euch wie es lief? Wir erzählen es euch:

Viel hat sich getan in unserer Initiative „Wir im Quartier“ in Hamburg Winterhude und wir wollen das Jahr 2016 Revue passieren lassen.

Viele Neu- und Alt-NachbarInnen haben mitgemacht, Ideen eingebracht und sind immer noch engagiert dabei.

 

Als 2016 begann, bestand unsere Initiative gerade mal drei Monate und lag damit also noch in den Anfängen. Es gab so viele Ideen und Engagement, dass schnell Angebote entstanden, die starten konnten. All dies passierte in Absprache mit Verantwortlichen von f&w fördern und wohnen AöR, die uns Tipps gaben, wie wir am besten unsere Angebote bekannt machen und was in ihren Augen wichtig ist. So stellten wir ein Angebotspaket zusammen und veröffentlichten es zu Beginn des Jahres in verschiedenen Sprachen. Allem voran entstand ein großartiges Willkommensfest in der Halle des Goldbekhauses im März mit verschiedenen Bands und vielen tanzenden Leuten.

 

Sport & Bewegung

 

Alsterrunning lief damals schon unglaublich gut und läuft (im wahrsten Sinne des Wortes) auch heute noch wunderbar. Alle trotzen nun schon dem zweiten Winter und es wird fleißig um die Alster gelaufen. Teilweise nehmen die Jungs sogar an Laufwettbewerben teil – und das sehr erfolgreich.

Bleiben wir beim Sport: ebenfalls schnell entstanden Schwimmkurse für Geflüchtete. Die Nachfrage war riesig, sodass auch diese Kurse heute noch voll ausgelastet sind. Außerdem gab es einen tollen Yogakurs für Frauen. Anfangs gut besucht, musste der Kurs allerdings enden, da die beginnenden Integrationskurse der Frauen zur gleichen Zeit stattfinden sollten. Terminfindungen und der Mangel an geeigneten Räumlichkeiten machten es zwischenzeitlich unmöglich weiter Yoga-Kurse anzubieten. Ein Problem, das wir mittlerweile gut kennen und das unseren Angeboten immer auch etwas Flexibilität abverlangt.

 

Kunst & Kultur

 

In diesem Bereich gab es sehr viele Entwicklungen. In der Reihe „Klangspiele“ konnten Geflüchtete auftreten und Musik machen, ebenso wie bei der Supersonic Live Music Session, wo spontan zusammen gejammt wurde.

Außerdem wurden die Welcome Movies ins Leben gerufen. Ursprünglich entstand die Idee durch die Leute der Laufgruppe, die . einfach gerne ein paar Filme in deutscher Sprache schauen. Daher gibt es seit Mai einmal im Monat einen Kinofilm in der Bühne zum Hof mit kostenlosen Snacks und Getränken. Wie toll ist das eigentlich?! Auch 2017 wird es das ganze Jahr Welcome Movies geben. Jeden 3. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof im Goldbekhaus werden die unterschiedlichsten Filme gezeigt. Welchen Film es geben soll, wird gemeinsam am vorherigen Termin durch Abstimmung entschieden. Zu Beginn haben wir uns noch auf deutsche Produktionen beschränkt. Mittlerweile haben wir unser Repertoire auf internationale Filme aus jedem möglichen Genre erweitert und nehmen Publikumswünsche gerne entgegen.

Ein weiteres Projekt – ein Maskentheaterprojekt – lief im September an. Auch hier gab es die üblichen Terminprobleme. Außerdem erfordert so ein Projekt eine kontinuierliche hohe Motivation von allen. Manchmal passt es einfach nicht und daher schien es uns sinnvoller das Projekt vorerst ruhen zu lassen. Aber neues Jahr, neuer Versuch – so startet Ende April 2017 ein neues Maskentheaterprojekt.

Ein vielversprechendes Theaterprojekt in Eigenregie entsteht momentan durch den Welcome BFD´ler des Goldbekhauses. Er schreibt ein eigenes Theaterstück. Wir sind gespannt und halten Euch auf dem Laufenden!

Das Theater-Performance-Projekt „StandUp! Acting“ für Menschen von 14 bis 27 Jahren fand ebenfalls statt, war großartig und eine runde Sache. Die Theatergruppe STAND UP! Acting arbeitete Performances aus, die in der Machart eines Werbeclips bedrückende aber auch unterhaltsame Szenen aus dem Alltag der Teilnehmenden thematisierten. Die Premiere einer Auswahl des Materials fand anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Goldbekhaus am 10.09.2016 statt.

 

Sprache & Begegnung

 

Hier musste das Angebot besonders optimiert werden: Die ursprüngliche Idee dieser Gruppe war es, Deutschunterricht anzubieten. Nach einigen Versuchen und Bemühungen wurde klar, dass ein weiterer Deutschkurs, bei dem es keine Bescheinigung oder ähnliches zu erlangen gibt, nicht nötig ist, zumal in den Unterkünften bereits von anderen Initiativen ein breites und gutes Angebot von Sprachförderung existiert. Einzig ein Alphabetisierungskurs für Frauen mit einer gleichzeitigen Kinderbetreuung wurde sehr gut angenommen,  sodass seit Ende Oktober rund 10Frauen die Möglichkeit haben, das deutsche Alphabet lernen.

Als Zusatzangebot wurde die Begleitung zum Dialog in Deutsch in den Bücherhallen geschaffen. Unterkünfte konnten sich melden, wenn Geflüchtete das Angebot besuchen wollten aber nicht alleine gehen konnten. Mehrere Male wurden Menschen aus unterschiedlichen Unterkünften zum Dialog in die Bücherhalle Barmbek begleitet. DieNachfrage war dabei nicht besonders hoch und beschränkte sich meist auf den ersten Besuch, da , da die Leute danach orientiert waren und das Angebot selbständig wahrnehmen konnten. Die Notwendigkeit war relativ schnell nicht mehr gegeben und damit auch das Ziel erreicht, den Menschen das bestehende Angebot zugänglich zu machen.

Gleiches gilt für die Stadtteilspaziergänge. Es ist toll, seinen Stadtteil zu erkunden und den Sozialraum zu erschließen, jedoch sind viele Menschen mittlerweile schon länger hier und kennen sich in Hamburg gut aus. Außerdem kam hier auch wieder der Aspekt der Wichtigkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen zum Vorschein. Spaziergänge unternimmt man vor allem gerne mit Leuten, die man kennt und mag. Einfach so Menschen dafür zu begeistern, unbekannterweise zusammen spazieren zu gehen, gestaltet sich relativ schwierig.

Sympathie ist auch Voraussetzung für die Sprachpatenschaften, bei der es darum geht,  durch den gemeinsamen Dialog, Deutsch anzuwenden. Lief gut in 2016, läuft weiter in 2017.

 

Patenschaft &Begleitung

 

Dieses Angebot, das immer weiterentwickelt wurde, lief und läuft sehr gut. Eine stetig wachsende Gruppe von Leuten übernimmt Patenschaften für teilweise ganze Familien, begleitet sie zu Ämtern und Behörden, besorgt Medikamente oder Möbel und vor allem auch eine gute Zeit zusammen. Patenschaften haben sich als äußerst wichtig und hilfreich für die angekommenen Menschen erwiesen. Denn am meisten brauchen die Neuankömmlinge Unterstützung bei alltäglichen Dingen. Die Gruppe ist sehr gut organisiert: Die Paten tauschen sich regelmäßig über ihre Arbeit aus und finden immer eine Anlaufstelle für Fragen und Probleme. Es ist sicher, dass diese Gruppe auch im Jahr 2017 weiter wachsen wird und dringend sollte, denn über den persönlichen Kontakt und die individuelle Begleitung gelingt das Zusammenwachsen und das Einfinden in eine neue Gesellschaft am besten.

 

Zur Mitte des Jahres überarbeiteten wir das Programm und konzentrierten uns vor allem auf die Angebote, die stark nachgefragt sind und toll angenommen werden. Was nicht funktioniert, wurde verworfen.

 

Essen & Trinken

 

Zu den überarbeiteten Angeboten zählt beispielsweise auch das Welcome Dinner, was sich in „Kochen-Essen-Kennenlernen“ geändert hat. Dieses Angebot entstand schon im ersten Plenum, da es einige sehr engagierte Frauen gab, die gerne kochen wollten. In regelmäßigen Abständen luden sie Geflüchtete, ÜbersetzerInnen und Familien ein, um zusammenzusitzen und zu schnackenDa aktuell jedoch keine Nachfrage mehr besteht, ist das Angebot bis auf weiteres ausgesetzt. Die Kapazitäten sind dennoch da, um es wieder aufleben zu lassen.

Ebenfalls im Sommer wurde dann die Unterkunft in der Heinrich-Hertz-Straße eröffnet und die Initiative stellte ein großartiges Willkommensfest in der Heilandskirche auf die Beine.

Eine neue Errungenschaft nach dem Sommer ist die Fahrradwerkstatt. Viele neue und alte NachbarInnen sind auf der Suche nach günstigen Fahrrädern, um in der Stadt mobil zu sein. In der Fahrradwerkstatt in der Heilandskirche ist es nun 2x in der Woche möglich unter Anleitung und mit Bereitstellung von Ersatzteilen und Werkzeug ein Fahrrad zu reparieren. Die Nachfrage dafür ist seit Beginn der Fahrradwerkstatt ungebrochen riesig.

 

Im Laufe des Jahres wurde der Punkt Kommunikation zunehmend wichtiger. Hatten wir am Anfang vor allem Plenumssitzungen abgehalten, um uns auszutauschen und auf den neusten Stand zu bringen, schien es uns nun sinnvoller auch andere Informationskanäle zu öffnen. Vor diesem Hintergrund wurde Ende des Jahres der Newsletter ins Leben gerufen, der alle Mitglieder der Initiative und Interessierte auf dem Laufenden hält und unser Engagement transparent macht. Zusätzlich kam die Idee auf, regelmäßig über die vielen persönlichen Geschichten und Themen rund um Geflüchtete im Quartier zu berichten und eine Plattform für Diskussionen und Austausch über die gemeinsamen Erfahrungen zu bieten. Als Konsequenz daraus wurde der Blog entwickelt, der in der zweiten Jahreshälfte einen Schub bekam, indem die Interviewreihe NACHGEFRAGT! ins Leben gerufen wurde, bei der (meist) Ehrenamtliche von ihren Erlebnissen berichten. Zusätzlich bloggen wir über alle aktuellen Termine und Ereignisse von WIQ.

 

Wahnsinn, was wir gemeinsam erreicht haben! Auf diesem Wege bedanken wir uns bei allen Teilnehmenden, Mitwirkenden, KooperationspartnerInnen und Engagierten. Ein großes Dankeschön geht auch an das Goldbekhaus, die Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst und dem Quartiersentwicklungsprojekt Q8 für die gute Zusammenarbeit, sowie sämtliche Förderer. Wir freuen uns auf ein tolles und aufregendes neues Jahr mit vielen alten und neuen Gesichtern, Eurem Enthusiasmus, Eurer Kritik und Euren Ideen!

‚Departed – Unter Feinden‘ sorgt für Diskussion

Beim Jahresauftakt der Welcome Movies zeigten wir ‘Departed’, den blutigen Gangsterstreifen des dafür mit einem Oscar ausgezeichneten Regisseurs Martin Scorsese. Der Film setzte sich im Dezember bei der Publikumswahl knapp gegen den mehr oder weniger zum selben Genre gehörenden ‚Bube, Dame, König, GrAS‘ von Guy Ritchie durch. Nach der gestrigen Vorstellung wurden von Seiten einiger Ehrenamtlicher (nicht zum ersten Mal) kritische Stimmen wegen Gewaltszenen laut. Die Frage kam auf, ob den Geflüchteten, von denen viele traumatisiert sind, solche Filme überhaupt zuzumuten seien?
Wir im Welcome‑Movie‑Team, das sind Kathleen, Adrian und ich (Sabine), haben selbst Kontakt mit Geflüchteten und sehen das eher entspannt. Ich von meiner Seite kann berichten, dass mich manche Eritreer aus unserer Laufgruppe verschiedentlich nach Action-Filmen gefragt haben und auch der gestrige Film gut bei ihnen ankam. Traumata waren da bislang kein Thema. Da mag es jedoch andere Erfahrungen geben.

Die Ursprungsidee unserer Veranstaltung vor fast einem Jahr war, Leuten die Möglichkeit zu geben deutschsprachige Filme in Kinoatmosphäre zu sehen und Kontakte zu knüpfen. Am Anfang fiel unsere Auswahl dann auch erstmal auf deutsche Filme – klar so konnten wir nebenbei auch noch ein paar Geschichten über Land und Leute erzählen. Aber Kino ist nunmal vielmehr als deutscher Film und so haben wir das Spektrum erweitert und gleichzeitig beschlossen Euch jeden Monat die Möglichkeit zu geben aus einer Handvoll Filme Euren Publikumsliebling zu wählen. Filmwünsche von Euch sind uns dabei sehr willkommen: Ihr könnt sie uns persönlich oder unter wir-im-quartier@goldbekhaus.de mitteilen.
Für uns zählt der Spaß am gemeinsamen Kinoerlebnis und wir meinen, dass jede/r selbst entscheiden sollte, was sie oder er sich zumuten möchte. Wie seht Ihr das? Habt Ihr eine Meinung oder Erfahrungen zum Thema Gewalt in Filmen und Traumata?

Erster Movie im Neuen Jahr

Die Welcome Movies sind zurück mit der ersten Vorstellung im Neuen Jahr. Wer Informationen über den Film haben möchte, ruft bitte unter 040/278702-0 an. So viel sei gesagt, es wird ein aufregender Abend, der allerdings diesmal nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren geeignet ist. Das kann sich natürlich schon bei unserer nächsten Filmvorstellung wieder ändern. Das habt ihr in der Hand, denn auch morgen Abend könnt ihr wählen, welchen Film ihr beim nächsten Mal sehen wollt. Also seid dabei: Mittwoch, 18. Januar um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof. Wir sehen uns!

WELCOME MOVIE

Lust auf Kino in gemütlicher Atmosphäre bei Snacks und Getränken? Das Goldbekhaus lädt auch in diesem Jahr wieder monatlich Geflüchtete und AnwohnerInnen zum Kino ein. Gezeigt werden Filme unterschiedlicher Genres, die nicht nur Einblicke in die westliche Kultur geben, sondern vor allem Spaß machen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wer Lust auf Filme und neue Kontakte hat, ist herzlich willkommen.
Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit unterliegen einem Werbeverbot. Die Filmtitel können telefonisch erfragt werden unter: 040/278702-0

Mittwoch, 18. Januar um 19:30 Uhr im Goldbekhaus | Moorfuhrtweg 9

Die nächsten Welcome Movie Termine:
Mittwoch, 15. Februar |15. März| 19. April | 17. Mai | 21. Juni
jeweils um 19:30 Uhr

Up for a cinematic experience including snacks and drinks?

From May, Goldbekhaus invites you to a monthly screening. We will show films from different genres that not only give an insight into western culture but are also fun! Afterwards, there is a chance to discuss the films and wind down for the day. Everyone with an interest in films and/or meeting new people is welcome.

Dates: selected Wednesdays: 15|February|15 March | 19 April | 17 May | 21 June at 7:30pm/19:30h

Location: Bühne zum Hof | Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, 22301 Hamburg

No registration necessary – just turn up!

SCHÖN MITEINANDER!

„Unser“ BFD-Welcome Mazen sagt: „Es ist richtig schön miteinander!“
Wir finden das auch und möchten deshalb mit Mazen sowie ganz vielen anderen „alten“ und „neuen“ NachbarInnen feiern. Wir wollen gemeinsam tanzen, lachen und uns kennenlernen. Wir freuen uns auf einen wundervollen Abend, nach dem alle BesucherInnen, HelferInnen, die Moderation sowie der DJ sagen werden: „Schön miteinander“.

Freitag, 17. Februar im Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9 | Eintritt frei

Weihnachten beim Welcome Movie

Morgen um 19:30 Uhr ist es wieder soweit. Wir zeigen den von Euch gewählten Film und freuen uns darauf, das Jahr mit Euch gemeinsam in weihnachtlicher Stimmung mit Glühpunsch und Leckereien ausklingen zu lassen.
Auch im nächsten Jahr werden wir die Reihe Welcome Movie fortsetzen und haben uns Einiges für Euch ausgedacht. Was, wo, wann und wie, erfahrt Ihr morgen Abend, also kommt vorbei, feiert mit uns Weihnachten und lasst Euch überraschen.

Raum zur Computernutzung gesucht!

Für 10 Computer, die aus Spenden des Fördervereins der VHS ‚Bildung für alle! e. V.‘ vom  finanziert werden, wird ein Raum gesucht, in dem diese von Geflüchteten genutzt werden können. Die Computer sollen den Geflüchteten für Selbstlernprojekte zur Verfügung stehen und können gleichzeitig auch für Kursangebote für Geflüchtete verwendet werden. Wer also einen Raum kennt oder zur Verfügung stellen kann, der groß genug und langfristig nutzbar ist, meldet sich bitte unter wir-im-quartier@goldbekhaus.de.

NEUER NEWSLETTER

Moin, Moin,

soeben ist der zweite Wir im Quartier-Newsletter verschickt worden Wer ihn in Zukunft abonnieren will , schickt bitte eine Nachricht an wir-im-quartier@goldbekhaus.de

Zum Nachlesen hier klicken!

Miriam Krohn | Q8
Peter Rautenberg | Goldbekhaus

NACHGEFRAGT! : Isabel

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Meine Basis ist ein zweistündiges Café, das seit April 2016 wöchentlich im Gemeinschaftsraum einer Folgeunterkunft stattfindet. Aus den Begegnungen vor Ort – den Anliegen der Bewohner, aber auch anderer Ehrenamtlicher, die ein Angebot für Geflüchtete organisieren – haben sich vielfältige weitere Themen und Aktivitäten, und auch freundschaftliche Beziehungen ergeben.

 

Seit einigen Wochen geht es immer häufiger um Lebensläufe, Praktika oder allgemein die Berufsfindung. Im Sommer stand bei mir das Fahrrad im Mittelpunkt (Radfahren beibringen, Fahrräder organisieren, vgl. auch Nachgefragt!: Klaus). Außerdem sind wir schon gemeinsam zur Welcome Music Session in der Zinnschmelze, zur Welcome Jam im Jugendtreff Jarrestadt oder zum Welcome Movie im Goldbekhaus gegangen. Aber auch Floh- und Weihnachtsmärkte sind beliebt.

 

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich habe mich eine ganze Weile informiert, u.a. bei Wir im Quartier (WiQ), bei Welcome to Barmbek (wtb) und Gertrud hilft, schwankte zwischen Sprachangeboten und Patenschaften. Kurze Wege waren mir von Anfang an wichtig. Beim Runden Tisch für die neu eröffnete Unterkunft habe ich mich dann für das Café entschieden. Ich wollte mir ein eigenes Bild machen von den neuen Nachbarn und ihren Bedürfnissen und auch herausfinden, was für mich passt.

 

3) Warum engagierst du dich?

Mir ist ein gutes Miteinander und nicht ein Neben- oder Gegeneinander verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wichtig. Dazu möchte ich aktiv beitragen.

Außerdem ist es für mich spannend, aus einem andern Blickwinkel auf das eigene Leben und die eigenen Gewohnheiten zu schauen, was fast automatisch passiert, wenn man mitbekommt, worüber Menschen aus anderen Kulturkreisen stolpern oder welche Fragen sie stellen.

 

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

8 Stunden/Woche sind es mindestens. Phasenweise – im Sommer/Herbst während der Radkurse – waren es deutlich mehr.

 

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Herausfordernd war und ist die Kommunikation. Häufig mussten und müssen einzelne Erwachsene oder die Jugendlichen und Kinder bei der Verständigung helfen. Letztere lernen in Kindergärten und Schulen sehr schnell.

Komplexere Gespräche z.B. bei der Berufsfindung sind leider noch kaum möglich.

 

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Im Sommer habe ich einigen muslimischen Frauen über 30 das Radfahren beigebracht. Es war ihr Wunsch. Sie waren auf mich zugekommen. Es war beeindruckend, wie sehr sie das wollten. Die Terminvereinbarungen haben wunderbar funktioniert, blaue Flecken waren kein Hindernis, immer wieder wurde probiert. Wir haben viel gelacht. Nach zahlreichen lebendigen Übungsstunden in nahegelegenen Parkanlagen haben wir uns mit kleinen Ausflügen in den Stadtverkehr gewagt. Wir alle, auch die Männer und Söhne, waren am Ende sehr stolz.

 

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Es gibt kleine Anekdoten. Einmal habe ich mich mit einem befreundeten iranischen Ehepaar abends zu einem Orgelkonzert in der Sophienkirche verabredet. Eine weitere Familie kam dazu. Ich war überrascht, dass auch der zwölfjährige Sohn – den ich gut kenne – mitkam, bis sich herausstellte, dass er dort tanzen wollte…

 

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Auf jeden Fall. Ich empfinde die Arbeit als bereichernd. Mir macht es viel Spaß.

Ein Aspekt, an den ich im Vorfeld nicht gedacht hatte, ist, dass ich auch ganz viele neue Kontakte zu netten einheimischen Menschen bekommen habe und zu Institutionen, die sich schon lange in den Stadtteilen engagieren.

 

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde heute mit meinem Engagement nicht so lange zögern. In den meisten Fällen bedarf es keines konkreten (Kurs)Angebots. Vieles ergibt sich, wenn man sich kennengelernt hat. Die meisten Geflüchteten sind einfach dankbar, wenn sie auch Kontakt mit Deutschen haben, mit ihnen Sport machen, Deutsch üben oder Fragen stellen können.

 

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Ich glaube, es gibt noch viele Unterstützungsmöglichkeiten oder gar -notwendigkeiten. Auch unter den Geflüchteten gibt es ganz unterschiedliche Menschen, mit den verschiedensten Interessen und Bedürfnissen, je nach Persönlichkeit, aber auch nach familiärer Situation. Man muss sich überlegen, was einem selbst liegt und wie viel Zeit man aufwenden möchte. Klar. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Ehrenamtlichen ist sinnvoll. Letztlich scheint mir aber jedes offene, respektvolle Aufeinanderzugehen hilfreich.

 

 

Morgen ist es so weit!

„Zusammen weiter“ ist eine ehrenamtliche Musik-Initiative für die verbesserte Integration von Flüchtlingen. Zu diesem Zweck wurde ein Chorprojekt FÜR und MIT Geflüchteten ins Leben gerufen. Der Stage Choir der Music Academy Hamburg begleitet zusammen mit Geflüchteten verschiedener Herkunft den Singer und Songwriter Chris Meloni.
Eigens für dieses Projekt hat Chris einen Song geschrieben, den der Music Academy Stage Choir together with Refugees  in mehreren Sprachen einstudiert hat. Im Rahmen des großen Benefiz-Konzerts wird um 19:30 Uhr im Rolf-Liebermann-Studio des NDR der Song „Ich zeig‘ dir den Weg“ präsentiert.

Zu diesem Song hat „Zusammen weiter“ ein Mitmach-Video produziert, das die Initiative in Schulen, Firmen und Ausbildungsbetriebe tragen will, um alle einzuladen, ihr eigenes Video dazu zu drehen und bei „Zusammen weiter“ im Internet zu veröffentlichen.

Dieses Video stellen wir Euch hier schon einmal vor und geben Euch einen Vorgeschmack auf den Mittwochabend!

Klick hier für „Ich zeig‘ dir den Weg“


@zusammen.weiter bei

Ankündigung: Jahresbericht 2016

Das Jahr 2016 liegt in den letzten Zügen… und was machen alle am liebsten am Jahresende?? Genau! Nochmal zurückschauen. Auch wir wollen das gemeinsam mit euch tun. Bei „Wir im Quartier“ ist viel passiert und manchmal weiß man gar nicht mehr, was alles dabei war. Zusammen haben wir aber so viel gemacht und geschafft und auch so manche Idee wieder umgestoßen, sodass wir viele Erfahrungen gesammelt haben, die geteilt werden sollen.

Habt ihr Kommentare, Anmerkungen oder Erfahrungsberichte, die wir berücksichtigen sollen? Dann schreibt uns eine Nachricht an: wir-im-quartier@goldbekhaus.de

Benefizkonzert

Besonderes Benefiz-Konzert mit tollen Künstlern FÜR und MIT Geflüchteten: 14.12. | 19:30 | Rolf-Liebermann-Studio

Echo-Preisträgerin Alexa Feser, Regy Clasen, „Die Herren Simple“, Chris Meloni und andere – alle verzichten auf ihre Gage und singen für den guten Zweck: Die Integration von Geflüchteten. Special Guest: Der Music Academy Stage Choir together with Refugees, der seinen eigenen Song präsentiert. Dazu Super-Tombola-Preise.

Ein ganz besonderes Konzert-Event im wunderbaren Rolf-Liebermann-Studio (NDR), Oberstr. 120, Einlass: ab 19 Uhr, Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen, ab 29 EUR (zzgl. Gebühr)
Bei Facebook findet ihr weitere Infos.  Veranstalter: Zusammen weiter 

Video

chor_studio

Bitte weitersagen!

 

Nachgefragt!: Sabine

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ich habe vor einem Jahr mit einem Lauftreff für Geflüchtete angefangen, der einmal die Woche stattfindet. Daraus entwickelte sich dann schnell mehr: abgesehen von patenschaftsähnlichen Aufgaben konnte ich gemeinsam mit den Geflüchteten auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Angebote entwickeln. So ist z. B. die Reihe ‚Welcome Movie‘ entstanden. Die Geflüchteten hatten mir damals berichtet, dass sie in ihren Unterkünften weder Fernsehen noch Computer haben und somit kaum Gelegenheit hätten, deutsche Sprache zu hören.
Mein neuestes Projekt ist ein Computerkurs, den ich gemeinsam mit einer Freundin beantragt habe und der hoffentlich im Dezember einmal wöchentlich stattfinden wird.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Indem ich mir überlegt habe, was ich selbst gerne mache und daher mit anderen teilen würde und das ist der Laufsport. Über ein Treffen der der Initiative „Wir im Quartier“ habe ich dann Nisihiti kennengelernt, die mir den Kontakt zu damals in Langenhorn untergebrachten Eritreern hergestellt hat.

3) Warum engagierst du dich?

Weil ich die Gesellschaft aktiv mitgestalten möchte.

 4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Das variiert je nachdem, was gerade anfällt. Mindestens jedoch acht Stunden die Woche.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

An meinem Engagement selbst nichts. Schwierig finde ich eher, dass der Tag nur 24 Stunden hat 😉

 6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Die positive Haltung, der starke Wille, die hohe soziale Kompetenz und die Zuverlässigkeit meiner Laufkollegen beeindrucken mich sehr.  Sie haben meinen Horizont erweitert und ich habe gelernt Dinge auch mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Eines Tages kam ein junger Kasache zu unserem Lauftreff. Er lief mit Jeans und Straßenschuhen mit uns um die Alster, was erstmal nichts Ungewöhnliches ist, da die meisten Teilnehmer anfangs keine eigene Sportkleidung besitzen. Einer unserer eritreeischen Läufer, der mit ihm in derselben Unterkunft lebte, hatte ihn mitgebracht. Dieser Eritreer sprach jedoch damals weder Deutsch noch Englisch, so dass er sich mit dem Kasachen gar nicht verständigen konnte. Auf meine Frage, wie unser Läufer ihm überhaupt von unserem Treff erzählt habe, antwortete der junge Mann lachend, der Eritreer habe ihn wild gestikulierend aufgefordert mitzukommen und den Eindruck erweckt, als stünde ein unglaublich wichtiger Termin an. Der Kasache sei daraufhin so verunsichert gewesen, dass er sich entschieden habe, dass es besser sei, den Termin nicht zu verpassen und seinem eritreeischen Freund zu folgen. Jedenfalls staunte er nicht schlecht, als er sich plötzlich in einer Umkleide wiederfand und ohne Sportkleidung um die Alster laufen sollte. Ab dann kam er jede Woche, bis er leider nach Bayern verlegt wurde.

 8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Auf jeden Fall.

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Gelassener sein und den Vorurteilen von manchen Deutschen rigoroser begegnen. Mit dem heutigen Wissen würde ich teilweise andere Prioritäten setzen und meine Energie in die wirklich wichtigen Angelegenheiten stecken. Es gibt immer so viel zu tun und so viele Anliegen, dass man erst mit der Zeit lernt die jeweilige Relevanz besser einzuschätzen.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Überlegen, was man gerne tut und wohinter man steht. Denn wenn man sich selbst für eine Sache begeistert, dann begeistert man auch andere dafür. Und dann einfach anfangen, mit einer gewissen Leichtigkeit, ohne große Erwartungen, mit Geduld, Gelassenheit und Einfühlungsvermögen. Lasst den Leuten Zeit, sich für eure Angebote zu interessieren, geht immer wieder auf sie zu und fragt sie nach ihren Bedürfnissen und Interessen. Wer konkrete Angebote machen möchte, sollte diese flexibel gestalten, um auf spezielle Umstände und Bedürfnisse der Geflüchteten reagieren zu können, die man im Vorfeld nicht einkalkulieren kann.

Nachgefragt!: Jörn

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Seit September leite ich ein spannendes Kunst-Projekt für Menschen aller Kulturen. Da geht es darum, vier künstlerische Bereiche kennenzulernen, in diese einzutauchen und jeweils einiges der jeweiligen Ausdrucksmittel auszuprobieren. Das sind „Kreatives Schreiben“ von literarischen Texten, Fotografie, Malerei und Theater in Form von kleinen Improvisationen und szenischen Momenten. Dieses Projekt findet einmal wöchentlich abends statt.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich leite seit langem eine Theatergruppe für Menschen mit und ohne Behinderungen am Goldbekhaus. Im Frühsommer dieses Jahres gab es eine Feier des Goldbekhauses. Da wurde ich darauf aufmerksam, dass auch das Goldbekhaus sich mit Projekten und Angeboten für und mit Geflüchteten engagiert. Ich habe in den vielen Jahren meiner künstlerischen und kulturellen Tätigkeit mit allen möglichen Zielgruppen und Alterstufen gearbeitet, alt bis jung, mit und ohne Behinderungen (inklusiv), Laien und Profis, mit und ohne Migrationshintergrund (z. B. türkische Jugendliche). In meiner Zeit in der Jugendbildung gab es Seminare mit polnischen, lettischen Teilnehmern oder auch deutsch-italienische Begegnungen. Aber erstaunlicherweise hatte ich noch nie explizit mit bzw. für Geflüchtete etwas gemacht. Ich war neugierig geworden, das jetzt endlich und einfach mal zu machen. Im Smalltalk auf dem Fest ergaben sich dann die ersten Ideen.

3) Warum engagierst du dich?

Ich hatte wie jeder andere durch die großen Flüchtlingswellen und die große mediale Präsenz der vielen Ereignisse natürlich und im Prinzip passiv viel davon mitbekommen, dass es eben viele Geflüchtete in Deutschland gibt. Letztes Jahr bin ich an einem damaligen großen Zeltdorf in der Nähe des Volksparkstadions vorbeigeradelt. Sah hinter dem Zaun die vielen Menschen. Es hat mich also schon beschäftigt. Man braucht immer einen Impuls, etwas zu machen. Nun, ich lebe auch von den Projekten, die ich mache. Aber es war einfach die Neugier, das Interesse, einfach direkt in Berührung zu kommen. Und über das Fest am Goldbekhaus kam dann eben der aktive Schritt. Für mich ist dieses Projekt also viel mehr als nur ein neuer Auftrag. Ich lerne so viel Neues, das ist wunderbar!

 4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

 Die reine Gruppe dauert rund drei Stunden pro Woche. Dazu Auf- und Abbau sowie die Vor- und Nachbereitung, Besorgung von Material, An- und Abfahrt. Am Anfang war auch viel Zeit für Werbung notwendig. Also im Schnitt so 25 Stunden im Monat.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

 Nichts.

 6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Ich bin ganz einfach begeistert von der Begeisterungsfähigkeit der Teilnehmer aus Eritrea. Sie sind sehr interessiert, offen und wissbegierig. Großen Respekt habe ich auch davor, dass sie trotz eines Aufenthaltes von nur einem Jahr so gut Deutsch sprechen und verstehen können. Beim Schreiben stoßen wir manchmal auf Wörter, die im Alltag hier mit Behörden und Co so gar keine Rolle spielen. Aber jedes unbekannte Wort hat seine Wichtigkeit. Wie das Wort „Hängebrücke“ zum Beispiel. Richtig toll ist auch, dass eigentlich sofort eine Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Schaffens zwischen den deutschen und eritreischen Teilnehmern da war.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Beim Schreiben ist ein Ansatz, Schreibanregungen zu geben. Am Tag der Wahl von Trump fand abends die Gruppe statt. Wie viele andere war ich sehr entsetzt und auch wütend über das Ergebnis. Emotionen sind für Texte, Szenisches oder auch Fotos sehr dankbar. So war dann meine Idee, ich zeige den Leuten ein Foto von Trump. Ich dachte, nun kocht es über, super, da können wir dann feurige kleine Textstücke darüber machen und spannungsreiche Fotos. Nun, bei einigen Deutschen war dann schon eine gewisse Empörung da (die Nachricht war mittlerweile auch schon 8 Stunden alt). Aber bei den Teilnehmern aus Eritrea, die alle Trump auch kannten und auch das Wahlergebnis, blieb es ruhig. Ganz nüchtern und gelassen schrieben sie einige Textfragmente dazu. Einer nutzte das Foto und beschrieb ihn einfach als Geschäftsmann und seine Kleidung. So wie man mit künstlerischer Freiheit einfach eine Beobachtung ganz anders nutzt. Die Emotionen für die inszenierten Fotos dann mussten wir jedenfalls ganz anders herstellen, ohne Trump. Und das Aha-Erlebnis war, abwarten und mehr Gelassenheit mit „dem“.

 8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

 Ja, das macht Lust auf mehr!

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

 Vielleicht ein klein wenig mehr Gelassenheit, das wird schon. Vielleicht noch ein paar weitere direkte Wege suchen, um Teilnehmer darauf aufmerksam zu machen. Aber insgesamt, war der Weg schon passend, so wie er sich entwickelt hat.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Einfach machen und sich mitnehmen und überraschen lassen. Und vielleicht aber auf jeden Fall auch mit Leuten plaudern, die einfach schon den ersten Schritt gemacht haben.

Köche gesucht!

Die Gastrolosten bieten einen Tag der offenen Tür an, für alle, die wissen wollen, ob sie geren Koch werden wollen.

Tag der offenen Tür | Gastrolotsen

Online-Bildungsplattform für Geflüchtete

Vor über einem Jahr hat Vincent Zimmer ein Start-up ins Leben gerufen, das es Geflüchteten ermöglichen soll, sich auf die Uni vorzubereiten. Bislang können Teilnehmer sich für vier verschiedene Fächer anmelden: BWL, Ingenieurswesen, Informatik und Sozialwissenschaften. Das Studium ist vollständig online durchfürbar und die Studenten erhalten Punkte, die sie sich später an regulären Universitäten anrechnen lassen können, so sieht es das Konzept zumindest vor. Damit sollen Geflüchtete die lange Zeit des untätigen Wartens sinnvoll nutzen können. Alle Studieninhalte werden auf Englisch vermittelt und als Zulassungsvorraussetzung muss lediglich der Flüchtlingsstatus nachgewiesen werden. Aktuell studieren rund 1500 Geflüchtete bei Kiron, Vincent hofft allerdings, die Studentenzahl in den nächsten Jahren auf über 50 000 steigern zu können.

Einen aktuellen Bericht über Kiron findet Ihr in der Süddeutschen.

Alles Weitere erfahrt Ihr auf der Homepage von Kiron.

Welcome Movie oder manchmal kommt es anders…

Als ich gestern beim Zahnartz war, schob die Arzthelferin mit einem entschuldigenden Lächeln einen rotbesprenkelten Anamnesebogen in meine Richtung über die Theke mit den Worten: „Das ist kein Blut, unser Drucker spinnt.“ Während ich den Bogen ausfüllte, brauchte die Arzthelferin mehrere Anläufe, um meine Chipkarte einzulesen: „Entschuldigen Sie, irgendwie will das Kartenlesegerät gerade nicht so, wie ich will.“ Wenig später stand ich vor dem Röntgengerät, den Kopf fest in eine Halterung eingespannt und dabei auf einen Plastikkeil beißend. Auf das „jetzt geht’s los“ der Röntgenassistentin folgte: nichts. Nervös wurden Knöpfe gedrückt, die Maschine wieder aus‑ und eingeschaltet, Verstärkung geholt. „Geht’s noch bei Ihnen?“ wurde mit besorgtem Unterton gefragt. „Mhm“ bejahte ich mit festgezurrtem Kopf und zusammengebissenen Zähnen. „Es tut uns wirklich leid, irgendwas stimmt heute mit der Technik nicht.“ Wie recht sie mit diesem Satz hatte, konnte ich noch nicht ahnen, als ich mich auf den Weg zum Goldbekhaus zum gestrigen Welcome Movie machte.

Dort angekommen, stieß ich auf verschlossene Türen und einige enttäuschte Eritreer, die mich fragten, ob das Kino heute gar nicht stattfinde? Zwar hatte mich kurz vorher die Nachricht erreicht, dass eine unserer Hauptorganisatorinnen ein übler Infekt erwischt hatte, aber ins Wasser fallen würde der Kinoabend deshalb nicht. Also machte ich mich auf, um die restliche Movie-Crew zu suchen und fand lediglich einen hektisch telefonierenden Adrian, der mir eröffnete, dass nicht nur weitere Helfer ausfielen, sondern zu allem Überfluss auch noch unser Techniker krank geworden war. Zu diesem Zeitpunkt blieben uns noch 45 Minuten, um Knabbereien und Getränke zu besorgen und am aller wichtigsten den Film ans Laufen zu bringen. Zum Glück erklärten sich die bereits anwesenden Zuschauer sofort bereit mit anzupacken, so dass wir trotz einer kleinen Verzögerung beginnen konnten. Wir starteten mit den Trailern der Wahl-Filme für unser Weihnachtsspecial am 21. Dezember. Die Abstimmung fiel sehr knapp für einen für alle Altersklassen tauglichen Weihnachtsfilm und gegen einen Action-Movie aus, was von Seiten einiger Jungs sehr bedauert, von anderer Seite jedoch mit Erleichterung zu Kentniss genommen wurde. Und dann ging endlich der Hauptfilm los. Gezeigt wurde diesmal wieder ein Stück Deutsch-Deutsche-Geschichte mit dem vielfach preisgekrönten Film aus dem Jahr 2006 von Florian Henckel von Donnersmarck ‚Das Leben der Anderen‘. Nur leider stellte sich in den ersten Minuten heraus, dass der Ton nicht über Stereo lief und daher viel zu leise war. Wir unterbrachen den Film und Adrian besorgte in Windeseile einen Laptop, der den DVD-Player ersetzen und das gewünschte Tonergebnis liefern sollte. Aber auch mit diesem Gerät Fehlanzeige. „Irgendwas stimmt mit der Technik heute nicht“ schoss es mir durch den Kopf.

Ungefähr zwei Laptops und vier DVD-Player später, als sich bereits einige Zuschauer höflich verabschiedet hatten und die übrigen alten und neuen Nachbarn völlig ins Gespräch vertieft waren, schaffte es Adrian doch noch Film und Ton in Einklang zu bringen. Inzwischen fand ich das fast schade, weil sich eine wirklich schöne Szenerie entwickelt hatte. Auf den Knien eines jungen eritreischen Mannes hatte es sich ein kleiner Junge aus Syrien bequem gemacht. Beide spielten einträchtig zusammen ein Spiel auf dem Handy und kommunizierten auf Deutsch. Hier und da hörte ich Fragen, wie „Gibt es in Eritrea eigentlich auch Kindergärten?“ und engagiertes Erzählen. Aber uns hatte der Ergeiz gepackt und wir wollten nach all den Mühen jetzt unbedingt den Film präsentieren. Nach über einer Stunde warten mit einem unglaublich geduldigen und hilfsbereiten Publikum war es Adrian gelungen, die verhexte Technik zu überlisten. So konnten etwa 20 Leute einen etwas anderen Welcome-Movie-Abend erleben, von dem eine Zuschauerin lachend meinte „Ach, so ist es doch wenigstens richtig spannend.“ Für mich schon zu spannend, deswegen vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Geduld und an Euch das Versprechen, dass wir beim nächsten Mal zum üblichen Standard zurückkehren und in gewohnter Qualität, ohne technische Pannen einen Film passend zur Weihnachtszeit präsentieren. Wir freuen uns darauf, das Welcome-Movie-Jahr bei Glühwein und Plätzchen gemeinsam mit Euch am 21. Dezember um 19:30 Uhr im Goldbekhaus ausklingen zu lassen und hoffen Ihr seid wieder alle mit dabei.

NACHGEFRAGT!: Werner + Lisa

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Wir betreuen drei aus Eritrea geflohene Paare mit ihren Kleinkindern. Die drei Familien leben in einer Barmbeker Flüchtlingsunterkunft. Dabei geht es um alle Bereiche des Aufenthaltsrechts, der sozialen Sicherung, des Wohnens, des Spracherwerbs, der beruflichen Orientierung und des alltäglichen Lebens. Natürlich geht es auch um Freizeitaktivitäten (Schwimmen gehen, Kulturveranstaltungen besuchen, Ausflüge machen).

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Nach einer Anti-AfD-Demo in der Hamburger Innenstadt haben wir uns für konkretes, nachhaltig wirksames Engagement in der Flüchtlingshilfe entschieden.

3) Warum engagierst du dich?

Wir wollen gegen ein sich verstärkendes Grundklima der gesellschaftlichen Verunsicherung und politischer Abgrenzung ein Zeichen des Willkommens setzen. Außerdem ist es eine spannende Erfahrung, unsere eigene Lebenspraxis und Selbstverständlichkeiten des Alltags in der Wahrnehmung durch Geflüchtete kritisch zu spiegeln.

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Es wurde schnell deutlich, dass sich das Engagement als Pate/Patin von Familien nicht auf feste Termine eingrenzen lässt. Die Lebenssituation der Geflüchteten und die sich aus Behördenkontakten ergebenden Notwendigkeiten erfordern eine ständige Präsenz und Ansprechbarkeit.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Abseits von immer neuen Problemen/ Erkenntnissen in spezifischen Verwaltungsabläufen ist es eine Herausforderung, Menschen, die man sprachlich nur in Ansätzen versteht, die „richtige“ Empfehlung zu ihrer Lebensgestaltung mit auf den Weg zu geben. Da braucht es viel Zeit, um Vertrauen und Verständnis füreinander aufzubauen.

 6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Wir haben einen sechsstündigen Gottesdienst der eritreischen, christlich-orthodoxen Gemeine erlebt. Der begann um 5 Uhr morgens und endete nach Taufe und Eheschließung mit einem Festmahl, zu dem traditionelles Essen gereicht wurde. Besonders spannend war es, dafür ein ganzes Lamm in Hamburg aufzutreiben. Darüber hinaus haben wir für eine der drei Familien eine Wohnung gefunden..

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Die mit viel gestischem Einsatz geführte Verhandlung über den Kauf und das Schlachten des Lamms beim Schäfer in Öjendorf war schon denkwürdig.

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Jederzeit

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Mehr Gelassenheit in den Kontakten gegenüber Behörden und Ämtern zeigen. Aufregung zerrt nur an der eigenen Kondition.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Unsere Erfahrung zeigt mir, dass man in kleinen Teams arbeiten sollte, um sich austauschen zu können und für einzelne Termine oder Aufgaben Hilfestellung zu erhalten.


Werner hat dieses Engagement über die Patenschaftsgruppe von Dieter Seelis von „Wir im Quartier“ gefunden. Doch es gibt auch noch viele neue NachbarInnen ohne Paten, sodass noch weitere Ehrenamtliche gesucht werden. Interessiert? Schau mal hier:  http://gemeinsam-mit-gefluechteten.de/ueber-uns/unsere-ags/patenschaft-und-begleitung/

Storytime: im Charity-Outlet

Am 01.10.2016 begleitete ich eine geflüchtete Familie aus Eritrea zusammen mit einer weiteren Frau aus derselben Unterkunft und deren Sohn Hiob, zum Charity-Outlet der Stiftung Kinderjahre (http://stiftung-kinderjahre.de) in der Ruwoldtstrasse, in dem es tolle Sachen für wenig Geld oder sogar umsonst geben soll.

Schon nach Betreten der Räume wurden wir von sehr netten, hilfsbereiten Frauen bedient. Sie zeigten uns viele schöne neue Kindersachen, die wir zusammen gesichtet haben und die  beiden Frauen konnten so aussuchen, was sie brauchen. Eine der Frauen, die uns bediente, war sehr kinderlieb, sie kümmerte sich rührend um unseren kleinen Hiob, der gerne alles Mögliche ausräumt und im Laden verstreut hat. Sie hat sehr geduldig so manches Mal Fünfe gerade sein lassen und mit ihm gespielt.

Die erwachsenen Frauen haben sehr viele schöne neue Teile auch für sich gefunden, die sie extra bezahlt haben, so zwischen 2 -5 €. Die Kindersachen hingegen kosteten nichts, es gab für jedes Teil einen Stempel im Gutscheinheft.

Die Veranstaltung selbst war sehr gut besucht. Es waren überwiegend Familien da und das Angebot war sehr gefragt. Die Atmosphäre war daher sehr lebendig und wuselig.

Der Laden selbst ist sehr gut ausgestattet. Es gibt sogar Umkleidekabinen. Das Angebot war zwar noch nicht so richtig auf den Herbst zugeschnitten, es gab noch sehr viel Sommerkleidung, aber das wird beim nächsten Charity–Outlet sicher anders sein. Es war dennoch sehr reichlich und die beiden Frauen haben eine Menge Teile gefunden, sowohl für Ihre Kinder, als auch für sich selbst.

Auf jeden Fall werden wir zum nächsten Verkauf am 03.12.2016 wiederkommen.

 

Lisa

 


 

Ihr habt auch ein paar interessante Stories zu erzählen?! Mailt uns eure Geschichten (wir-im-quartier@goldbekhaus.de) oder schreibt sie in die Kommentare!

Hamburg braucht Eure Erfahrungen: Weiterentwicklung des Integrationskonzepts

Der Hamburger Senat hat 2013 ein sogenanntes Integrationskonzept verabschiedet, in dem „Leitlinien und Zielsetzungen für eine gute Integration zugewanderter Menschen“ festgesetzt wurden. Das Konzept wird nun weiterentwickelt und um den Punkt der „Erstintegration“ erweitert. Damit ist die Aufnahme und Eingliederung von Geflüchteten in die Gesellschaft in den ersten drei Jahren nach ihrer Ankunft gemeint. Dafür wendet sich die Stadt nun an Euch: Bis zum 15. Dezember 2016 könnt Ihr einen Fragebogen zu diesem Thema ausfüllen. Neben vorgefertigten Antworten zum Anklicken, habt ihr an anderer Stelle die Möglichkeit frei auf Fragen zu antworten und Eure individuellen Erfahrungen und Meinungen kundzutun. Gerade solche Informationen von der Basis, wie Ihr sie alle täglich macht,  helfen ein neues Konzept mitzugestalten, das den Bedürfnissen der Menschen in Hamburg gerecht wird. Nur so kann Integration gelingen. Mitmachen geht schnell und unkompliziert: folgt einfach dem Link.

Nachgefragt!: Nisihiti

Nisihiti ist in Eritrea geboren, seit über 20 Jahren in Deutschland und Hamburgerin. Gemeinsam hilft sie mit ihrem Mann den neuangekommenen Eritreern immer da wo es gerade nötig ist. So hat sie z. B. im letzten Jahr dafür gesorgt, dass die Eritreer binnen kürzester Zeit erste Sprachkurse besuchen konnten. Ihr Mann hat sich u. a. um Computerspenden und Sprachlehrsoftware in der Muttersprache Tigrinya gekümmert.

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ich übersetze für eritreische Geflüchtete. Außerdem unterstütze ich sie im Alltag und sehe mich als Sprach- und Kulturvermittlerin.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich bin von eritreischen Geflüchteten zufällig auf der Straße angesprochen worden, weil sie mich als Eritreerin erkannt habeb, mit der Bitte, für sie zu übersetzen. Die Not war sehr groß, da es nur wenige Menschen in Deutschland gibt, die sowohl Deutsch als auch Tigrinya auf Muttersprachniveau beherrschen.

3) Warum engagierst du dich?

Aus Mitgefühl. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, eine so anders strukturierten Sprache zu erlernen und sich gleichzeitig in einer völlig fremden Gesellschaft zurechtzufinden. Ich kann mich sehr gut in sie einfühlen, da ich vor vielen Jahren einen ähnlichen Weg gehen musste und weiß daher, dass sie meine Unterstützung brauchen und vieles alleine nicht bewältigen können.

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Kann ich nicht genau sagen, je nachdem was anfällt. Ich versuche aber ständig erreichbar zu sein.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Dass wir es mit vielen traumatisierten Menschen zu tun haben, die viele Probleme mit sich herumtragen und sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Das belastet mich manchmal sehr.

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Für mich ist es positiv, dass ich mit Sabine einen Lauftreff ins Leben rufen konnte, der inzwischen seit einem Jahr einmal wöchentlich stattfindet. Darüber sind soziale Kontakte und Freundschaften entstanden. Das macht mich sehr glücklich.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Als ich mit einigen der Jungs beim Stand up Paddeln war. Ich hatte das nie zuvor gemacht und konnte gar nicht richtig auf dem Brett stehen. Das hat Aron, ein junger Geflüchteter, gleich bemerkt. Daraufhin hat er mich voll engagiert, mit viel Verantwortung, aber auch Humor den ganzen Tag auf dem Board angeleitet und mich keine Sekunde aus den Augen gelassen.

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Ja, auf jeden Fall. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig. Für mich ist es praktisch zur Pflicht geworden.

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde mehr auf meine Grenzen achten.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Zu allererst möchte ich mich bei all denen bedanken, die sich engagieren. Ich bin sehr glücklich, in einem Land zu leben, in dem die Menschen so mitfühlend sind. Das nehme ich nicht als selbstverständlich hin. Dass viele nicht anerkannte Geflüchtete, so auch jemand aus unserer Laufgruppe, von Hamburgern aufgenommen worden sind, hat mich sehr beeindruckt.
Grundsätzlich möchte ich die Leute ermutigen sich zu engagieren, denn wenn die Geflüchteten hier richtig ankommen, nützt das unserer Gesellschaft. Wenn sie sich mit unserer Hilfe integrieren können, sind sie keine Last, sondern ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Deshalb: Macht mit, wenn Ihr die Kraft habt, und nehmt auf beiden Seiten Rücksicht aufeinander.

TRAUMA? Ratlos!

Workshop zum Umgang mit traumatisierten Menschen – exklusiv für Pat*innen, Lots*innen und Begleiter*innen

Menschen auf der Flucht sind starken psychischen Belastungen ausgesetzt. Doch nicht alle Geflüchteten, die in Deutschland ankommen, sind traumatisiert und nicht alle entwickeln eine psychische Störung. Der Workshop befasst sich zunächst mit den psychischen Auswirkungen von Flucht als existenzielle Herausforderung sowie den Themen Trauma und posttraumatische Störungen.

Daran anschließend geht es um praktisch orientierte Fragen wie:

  • Woran erkenne ich eine Traumatisierung?
  • Wie begegne ich jemandem, der stark psychisch belastet oder sogar an einer Traumatisierung erkrankt ist?
  • Wann ist psychotherapeutische Hilfe nötig?

Der Workshop ist praxisorientiert und interaktiv konzipiert. Neben einem theoretischen Input werden viele Fallbeispiele aus der Praxis zur Sprache kommen. Erwünscht ist ebenfalls, dass sich die Teilnehmer*innen mit Fällen einbringen, die dann gemeinsam bearbeitet werden können.

Der Workshop richtet sich explizit und ausschließlich an Freiwillige von Welcome to Barmbek, Welcome to Wandsbek und Wir im Quartier, die sich als Pat*innen, Lots*innen oder Begleiter*innen von Geflüchteten engagieren.

Als Referenten haben wir Clemens Fobian von basis & woge e.V. gewinnen können!

Ansprechperson und Koordinatorin:

Cornelia Springer
Mobil: 0176 / 47355527
cornelia.springer@icloud.com

Anmeldung,

Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt!

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Welcome to Barmbek und der Initiative „Wir im Quartier“.

Mittwoch, 14. Dezember von 18 bis 21 Uhr im Goldbekhaus | Bühne zum Hof

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NACHGEFRAGT!: Kathleen, 22 Jahre

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ganz am Anfang habe ich Deutschkurse in Wilhelmsburg gemacht. Jetzt bin ich im Orga-Team von WiQ dabei und habe verschiedene Bereiche, wo ich „mitmische“. So organisiere ich Begleitungen und Sprachpatenschaften, helfe bei den Welcome Movies und versuche auch, hier beim Blog aktiv mitzumachen.

 

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Im Rahmen meines Studiums habe ich ein halbes Jahr Praktikum im Goldbekhaus gemacht. In der Zeit entstand auch die Initiative. Durch die Deutschkurse war ich am Thema sowieso interessiert und habe mich dann immer mehr mit eingebracht.

 

3) Warum engagierst du dich?

Alles hat eher zufällig angefangen. Dann habe ich gemerkt, was für tolle Menschen man durch dieses Engagement treffen kann. Das motiviert mich auch immer wieder, weiterzumachen.

 

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Ist schwer zu sagen. Mal mehr, mal weniger aber letztendlich so einige Stunden in der Woche.

 

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Wenn Projekte entstehen, sind immer viele Leute beteiligt. Alle Ideen, Meinungen und Interessen unter einen Hut zu kriegen, finde ich schwierig aber tatsächlich kann es auch gelingen. Ansonsten gibt es Angebote, die einfach mehr Zeit brauchen, um sich zu etablieren und auch die Menschen müssen erst richtig ankommen. Das erfordert auf jeden Fall einen langen Atem.

 

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Menschen finde ich super! Z.B. immer wenn der Film beim Welcome Movie vorbei ist, fassen alle mit an und räumen auf, sodass nach ein paar Minuten schon alles erledigt ist. Manchmal kann man gar nicht so schnell gucken wie alle Stühle schon weggestellt sind :).

 

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Manche der Leute sind zu Freunden geworden und wenn ich mit denen über whatsapp schreibe, kommt es öfter zu Missverständnissen. So habe ich einen Geflüchteten zum Welcome Movie eingeladen und ihm vorgeschlagen, dass er auch seine Freunde mitbringen kann. An dem Abend hatten seine Freunde allerdings keine Zeit und er dachte, er dürfte nicht vorbeikommen, wenn er nur alleine kommt. Das war natürlich nicht so. Als das aufgeklärt war, setzte er sich kurzerhand doch noch in den Bus und kam dazu – der Film lief zu dieser Zeit schon eine Stunde.

 

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Auf jeden Fall!

 

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde mehr Prioritäten setzen, um meine Energie genau in die Sachen zu stecken, die ich für sinnvoll halte. Ich würde auch versuchen noch offener auf die Menschen zuzugehen.

 

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Sich nicht zu viele Gedanken machen. Letztendlich geht es nur darum, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten und gemeinsam etwas zu unternehmen. Da müssen nicht alle Eventualitäten vorher abgeklärt werden. Es hilft, einfach offen für neue Ideen zu sein.

KÖCHE GESUCHT!

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Menschen mit Erfolg müssen keinen Anzug tragen, eine Kochjacke reicht!

Die ersten Wochen bist Du mit uns in der Lehrküche.
Wir bringen Dir alles bei, was Du für einen erfolgreichen Start in der Küche brauchst.
Danach gehst Du zu einem unserer Partner: in renommierten Restaurants und Hotels in Hamburg erwartet Dich ein Praktikum. Bei diesem »Echtwelt-Check« kannst Du zeigen, was Du alles kannst und den Arbeitgeber davon überzeugen, Dir einen festen Job oder eine Ausbildung anzubieten.

Diesen Angebot ist vor allem für geflüchtete Menschen bis 35 Jahren, die schon über deutsche Sprachkenntnisse (B 1) verfügen.

Mehr Infos hier oder unter www.refugee-canteen.com.

NEUER NEWSLETTER!

In unregelmäßigen Abständen schickt Wir im Quartier einen neu gestalteten Newsletter heraus. Hier ist das erste Exemplar.

Wer den Newsletter abonnieren möchte, schickt bitte eine E-Mail an Peter Rautenberg: peter.rautenberg@goldbekhaus.de

Lesenswert: Ein Begegnungshaus von und für Neu- und Alt-NachbarInnen

Natürlich berichten wir hier in erster Linie über die Aktivitäten von WIQ, aber manchmal lohnt sich auch ein Blick nach links und rechts, z. B. nach Poppenbüttel zur Initiative ‚Poppenbüttel hilft e. V.‘. Im Rahmen einer Summer School entwickelten dort Geflüchtete sowie Auszubildende und Studierende aus verschiedenen Fachbereichen wie Architektur und Stadtplanung eine Begegnungsstätte für den Stadtteil. Hier sollen alle PoppenbüttlerInnen in Zukunft einen Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten haben. Der Bau kann nun mit Hilfe von 600.000 Euro aus Mitteln des Integrationsfonds durch die Bürgerschaft unterstützt werden. Er wird in Eigenregie von Geflüchteten und Alt‑HamburgerInnen gemeinsam realisiert, die sich hier auf Augenhöhe begegnen. Wir hoffen, dass dieses Projekt Schule macht und wünschen für den Bau alles Gute! Wenn Ihr mehr erfahren wollt, lest den Artikel im Hamburger Abendblatt oder werft einen Blick auf die Homepage von Poppenbüttel Hilft e. V.

Filmtipp: „My Escape/Meine Flucht“

Unter der Regie von Elke Sasse ist die ergreifende Dokumentation „My Escape/Meine Flucht“ aus Handymitschnitten von insgesamt 15 Menschen aus dem Syrien, Afghanistan und Eritrea entstanden. Die Geflüchteten schildern nicht nur die Missstände in ihrer Heimat und die Gründe für ihre Flucht, sondern sie präsentieren auch ihr Filmmaterial, das sie auf ihrer gefährlichen Reise aufgenommen haben. Der Film liefert einen authentischen Einblick in die Thematik und ist frei auf Youtube sowie in der ARD-Mediathek verfügbar.

My Escape / Meine Flucht. Dokumentarfilm des WDR. Regie: Elke Sasse. 2016, 90 Minuten, in deutscher Sprache / mit deutschen Untertiteln.

NACHGEFRAGT! : Paula, 18 Jahre – im FSJ bei „Q8 – Quartiere bewegen | Winterhude-Uhlenhorst“

Paula macht gerade ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) bei Q8. Q8 hat zusammen mit dem Goldbekhaus und der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst unsere Initiative gegründet.

Was ist Q8 eigentlich?

Q8 ist ein Projekt für Quartiersentwicklung, das daran arbeitet das Miteinander im Quartier inklusiv, bedürfnisgerecht und zukunftsorientiert zu gestalten. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sollen gut und selbstbestimmt im Quartier leben können und das so lange wie möglich. Verschiedenste Unterstützungsformen von Selbsthilfe über Ehrenamt bis hinzu professioneller Hilfe sollen dies ermöglichen. Q8 bringt Bewohnerinnen und Bewohner, Unternehmen und Institutionen zusammen, unterstützt bei der Vernetzung und verbindet Aktivitäten vor Ort um ein Zusammenleben ohne Ausgrenzung zu schaffen.

 

 

Nun zu Paula:


1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Mein Engagement umfasst sowohl Konfirmandenarbeit in der Kirchengemeinde Sasel, als auch mein Freiwilliges Soziales Jahr bei „Q8 – Quartiere bewegen | Winterhude-Uhlenhorst“. In der Konfirmandenarbeit umfasst es den Konfirmandenunterricht an acht Samstagen und zehn Tagen „KonfiCamp“.

Bei Q8 sind meine Aufgaben sehr vielfältig. Häufig übernehme ich mit anderen Ehrenamtlichen einen Einsatz beim „Winterhuder Tischnachbarn“ – dem Nachbarschaftstreff und Mittagstisch im Quartier- und bin auch in anderen Bereichen der Quartiersentwicklung eingebunden.

 

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich bin über meine eigene Konfirmandenzeit an mein Engagement gekommen. In der Zeit habe ich viele tolle Erfahrungen gemacht und bin dann den Weg gegangen, selbst als Gruppenleiterin Konfirmandenunterricht zu geben.

Die Tatsache, dass ich vor meinem Studium etwas Sinnvolles und Erfahrungen sammeln wollte, hat mich zu Q8 gebracht.

 

3) Warum engagierst du dich?

Mir ist bewusst, dass ich es sehr gut in meinem Leben habe und dass dies nicht selbstverständlich ist. Deshalb möchte ich mich für die einsetzen, die es nicht so einfach haben und helfen, wo Unterstützung gebraucht wird.

 

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Die Konfirmandenarbeit fordert ungefähr einmal im Monat meinen Einsatz, während ich in Q8 jeden Tag beschäftigt bin.

Dort mache ich auch ungefähr viermal im Monat einen Einsatz im „Winterhuder TischNachbarn“ – dem Mittagstisch im Quartier.

 

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Mit den Konfirmanden ist es teilweise schwierig, sie zu erreichen, weil sie gerade in dem Alter sind, wo Grenzen ausgetestet werden und sie den Begriff „cool sein“ für sich entdecken. Themen wie Kirche, Glaube und Nächstenliebe haben nicht ganz obere Priorität.

Bei Q8 ist es noch schwierig für mich, alle Prozesse und Zusammenhänge im Quartier zu durchschauen, aber ich komme langsam rein.

 

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Regelmäßig schaffen es die Konifs, mich zu begeistern, wenn sie mitarbeiten oder sich doch gegen alle Gesetze des „Cool-Seins“ füreinander und für ihre Gruppenleiter einsetzen.

Bei dem Nachbarschaftstreff bin ich regelmäßig begeistert, was die älteren Nachbarn zu erzählen haben und dass sie teilweise eine halbe Stunde zu Fuß mit Rollator angelaufen kommen, um eine Stunde mit ihren Nachbarn zu essen und zusammen zu sitzen.

 

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Wenn man mit 13- und 14-Jährigen 10 Tage auf einem großen Sommerlager verbringt, kommen natürlich zahlreiche lustige Erlebnisse zusammen. Eine Unterrichtseinheit konnten wir zum Beispiel überhaupt nicht machen, weil wir nach „Stille Post“ nicht aufhören konnten zu lachen.

 

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Sicher! Wenn mein FSJ endet, werde ich mir ein Ehrenamt suchen, welches sich mit meinem Studium verbinden lässt. Den Winterhuder TischNachbarn verlassen zu müssen, würde mir jetzt schon schwer fallen, also vielleicht bleibe ich da…

 

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Im Rückblick erkenn ich, dass ich mir noch während der Schule, bzw. nach meinem Abitur eine ehrenamtliche Beschäftigung hätte suchen können. Sei es Kleidung in den Messehallen sortieren oder bei dem Seniorencafé in meiner Kirchengemeinde helfen.

 

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Wichtig ist, dass man etwas findet, wo man Gutes tut, was einem selbst gut tut.

 

Lesenswert: Fortbildung ‚Digitale Medien‘

In unserem Lauftreff mit Geflüchteten erlebe ich immer wieder, wie wichtig es für die Neuangekommenen ist, sich eine neue, selbstbestimmte Existenz aufzubauen. Dazu ist die Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt notwendig, der sich je nachdem deutlich von dem des jeweiligen Herkunftslands unterscheiden kann. Daher ist das Interesse an beruflicher Orientierung und (Weiter‑)Qualifizierung bei den Neuhamburgern groß, wie der Ansturm auf entsprechende berufsbezogene Angebote in Hamburg immer wieder zeigt. Erst heute hat das Hamburger Abendblatt von einem erfolgreichen Projekt der Hamburg Media School (HMS) in Barmbek berichtet, in dem Geflüchtete, die bereits in ihrer Heimat als Journalisten, Blogger, Grafikdesigner oder in ähnlichen Medienberufen tätig waren, mit dem deutschen Mediensektor vertraut gemacht werden. Diese spendenfinanzierte Qualifizierung nennt sich „Digitale Medien für Flüchtlinge“ und läuft seit April 2016. Die Erfahrungen waren so positiv, dass die HMS kurzerhand einen zweiten Kurs gestartet hat, aber lest selbst, wie das Projekt läuft, worum es geht und wie es weitergeht: Wie Flüchtlinge in Hamburg zu Medienprofis werden!

KINDERMATRATZEN ZU VERSCHENKEN!

Wir haben zwei Matratzen für Kinderbetten zu verschenken ( 60x120cm). Wir brauchen sie nicht mehr und würden Sie gerne „spenden“.

Meldet euch bei Bedarf bei: Ronja Engelmann, mama98@gmx.de

Rund 70 Zuschauer beim Welcome Movie

Woohoo! Das war gestern ein toller Abend mit Euch. Deshalb ein riesen Dankeschön für Euer großes Interesse! Aus Organisatorenperspektive kann ich Euch verraten, dass wir jedes Mal bangen und bibbern, wie viele Leute kommen werden und ob der Film gut ankommt. Natürlich wollen wir mit den Filmen ein Stück deutsche Kultur und deutsche Sprache vermitteln, doch vor allem möchten wir Euch gut unterhalten. Das ist aber bei unserem heterogenen Publikum gar nicht so einfach, denn Humor kann schließlich interkulturell variieren und außerdem ist es gar nicht so klar, was von einem Film überhaupt rüberkommt, wenn die Sprache, in der er gezeigt wird, nicht vollständig oder sogar nur bruchstückhaft verstanden wird.

In den letzten sechs Monaten sind wir dann einfach volles Risiko gefahren und haben uns für eine möglichst vielfältige Auswahl entschieden, wofür wir gleich zum Einstieg mit unglaublichen 60 Zuschauern belohnt wurden: Wir zeigten den Projektfilm ‚Hotel California‘, der das Schicksal von Geflüchteten in Deutschland thematisiert. Ein ernstes Thema, über das im Anschluss mit den Darstellern diskutiert werden konnte. Als echten Klassiker des deutschen Humors präsentierten wir Loriots ‚Pappa ante Portas‘. Obwohl die Produktion auf jüngere Zuschauer auf den ersten Blick etwas gestrig wirken mag, wurde gerade bei diesem Film durchweg wahnsinnig viel gelacht. Loriot ist also anscheinend nicht nur zeitlos, sondern sogar generationen- und kulturübergreifend komisch. Weniger verwunderlich war die Begeisterung für ‚Fack ju Göhte‘. Nicht umsonst als Kassenschlager gefeiert, zog er bisher die meisten Besucher ins Goldbekhaus und wurde am Ende sogar mit Applaus bedacht. Mit der leichten Teenie-Liebesgeschichte ‚Groupies bleiben nicht zum Frühstück‘ ließen wir den Sommer ausklingen und es zeigte sich, Liebe und Herzschmerz sind doch auch irgendwie universell. Ganz anders als ‚Goodbye Lenin‘, der sich mit der Deutsch-deutschen Geschichte befasst, die gerade für unsere neuen Nachbarn nicht sonderlich präsent sein dürfte. Doch durch die gekonnte Produktion und die vielen humorigen Elemente kam auch dieser Film gut an. Zweifelsohne ein Highlight war dann allerdings die gestrige Vorführung des original Hamburger Movies ‚Soulkitchen‘. Der Regisseur Fatih Akin erzählt die turbulente Geschichte von Zinos, dessen Liebe zu seinem Hamburger Lokal die Liebe zu seiner Freundin Nadine auf eine harte Probe stellt. Die Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen und sowohl geographisch als auch soziokulturell an Hamburg geknüpft. Da sieht man den Immoblienhai in der Hafencity, die Hafenarbeiter in Wilhelmsburg, die noble Alstervilla der aus „besseren Verhältnissen“ stammenden Nadine, die selbstverständlich ihre Karriere in China vorantreiben möchte, oder die Künstlerin, die in ihrer besetzten Wohnung in der Speicherstadt lebt. Neben der im feinen Restaurant dinierenden Schickeria darf auch Hamburgs Nachtleben auf St. Pauli und ein Stück Jugendkultur nicht fehlen. So schafft es der Film die vielen Gesichter dieser Stadt auf der Leinwand lebendig zu machen und konnte die Herzen unserer rund 70 Zuschauer im Sturm erobern. Von Seiten der Geflüchteten kamen anschließend einige interessierte Nachfragen, Dank und Lob.

Vielleicht kein Wunder, da es ein Film Eurer Wahl war, denn seit September könnt Ihr aktiv mitentscheiden, was Ihr sehen möchtet. Im Vorfeld der Filmvorstellung zeigen wir Euch nun immer die Trailer der Filme, über die Ihr dann per Strichliste abstimmen könnt. Welche Filme wir auf die Liste setzen sollen, könnt Ihr uns per Mail, telefonisch oder noch besser vor Ort mitteilen, z. B. beim nächsten Welcome Movie am 16. November im Goldbekhaus. Wir informieren Euch auch nächstes Mal an dieser Stelle wieder rechtzeitig über die kommenden Veranstaltungen und hoffen Ihr erscheint weiter so zahlreich. Toll, dass Ihr dabei seid und z. T. weite Wege aus allen Ecken Hamburgs auf Euch nehmt!

NACHGEFRAGT!: Klaus, 74 Jahre alt

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Im Souterrain der Heilandskirche im Winterhuder Weg 132 bin ich in unserer Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge tätig.


2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Im Januar 2016 war ich in der Ilse Löwenstein Schule dabei, als die künftige Unterkunft Heinrich-Hertz Str. vorgestellt wurde und zu verschiedenen Aufgaben Hilfsbereite gesucht wurden. Ich trug mich in eine Liste ein und erhielt anschließend etliche mails zur Information.


3) Warum engagierst du dich?

Weil ich gern anderen Menschen helfe und meine, dass die Flüchtlinge unsere Unterstützung besonders benötigen.


4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Mit allem Drumherum wie Material bestellen, Räder transportieren etc. – die eigentliche Öffnungszeit der Werkstatt beträgt nur vier Stunden (montags von 10:00 bis 14:00 Uhr) – je Woche so etwa acht Stunden.


5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Schwierig wird’s, wenn unsere Flüchtlinge nur geringe oder keine Deutschkenntnisse haben. Aber häufig springen dann andere beim Übersetzen ein. Und Isabel sei Dank!, die bislang regelmäßig montags dabei war und außerdem an den anderen Wochentagen sehr viel Zeit den Familien in der Unterkunft widmet, sie hat dann mit ihrer hierdurch erworbenen Kenntnis der Personen und auch Sprache toll geholfen.


6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?
7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Positiv und gut für´s eigene Innenleben ist es immer, wenn Flüchtlinge, nachdem sie an „ihrem“ künftigen Rad gewerkelt hatten, dies strahlend in Empfang nehmen.
Und dann freue ich mich regelmäßig über die Fahrradspenden unserer Mitmenschen und bin ab und zu schon erstaunt, auf welchem Wege sie von unserem Bedarf hörten. Toll!

Und so richtig Negatives, was einem die Socken auszieht, hab´ ich bislang glücklicherweise noch nicht erlebt.


8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Ja, sehr gern.

Eine weitere Öffnungszeit (nachmittags so etwa ab 15:00 Uhr) je Woche würde gut sein, allerdings fehlt mir hierfür die Zeit. In eigener Sache: Hilft jemand mit? Große Vorkenntnisse sind nicht nötig!


9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Tja, schwierige Frage. Es wäre sicher von Vorteil gewesen, wenn wir besser vorbereitet hätten starten können. Aber so ging´s wohl auch anderen Hilfsbereiten. Wobei wir von Welcome to Barmbek und auch durch zahlreiche Infos per mail etc. unterstützt wurden, die allesamt gut für die allgemeineren Themen in der Flüchtlingshilfe waren, aber verständlicherweise nicht speziell für unsere Fahrradwerkstatt. So mussten wir uns also durchhangeln, was aber – wie wir meinen – bislang auch vor allem mit Hilfe der Heilandskirche und der Pfarrgemeinde St. Sophien, recht ordentlich gelang. Wir würden unsere Erfahrungen auch gern weitergeben, Kooperationen zeichnen sich ab.


10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Einfach frischen Mutes anfangen und sich nicht gleich von irgendwelchen eigenen oder Bedenken anderer abhalten lassen: Es macht unheimlich viel Spaß, auch eventuell mal Neuland für sich zu betreten, die Hilfsbereitschaft anderer Ehrenamtlicher hierbei ist riesengroß. Ich bin begeistert, welches Netzwerk mittlerweile zusammengebastelt wurde.

Endlich ist es wieder soweit

Der Herbst ist nun unwiderruflich eingekehrt und liefert uns beste Voraussetzungen für lauschige Kinoabende im Goldbekhaus. Diesen Mittwoch den 19. Oktober geht es weiter mit einem neuen Welcome Movie. Da wir herausgefunden haben, dass wir Euch eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Filmen liefern können, wenn wir keine inhaltliche Werbung dafür machen, haben wir uns entschieden, Euch einfach zu überraschen. Mehr wird nicht verraten, nur so viel: für Unterhaltung, Spaß und Spannung ist gesorgt. Und das Beste ist, in Zukunft könnt Ihr mitentscheiden, was Ihr sehen wollt. Wie? Ganz einfach: Kommt zum Welcome Movie, stimmt über die nächste Vorführung ab oder bringt selbst Vorschläge ein. Der Eintritt, Getränke und Geknabber sind wie immer für alle frei. Wir freuen uns auf Euch: Mittwoch, 19.10.16 um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof im Goldbekhaus.

NACHGEFRAGT!

Engagement mit Geflüchteten hat viele Gesichter und Facetten, denen wir mit unserer neuen Interviewreihe NACHGEFRAGT! auf den Grund gehen möchten. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass in den gemeinsamen Projekten mit den neuen Nachbarn jede Menge Spannendes passiert, über das es sich zu berichten lohnt und von dem wir gegenseitig profitieren können. Um den Erfahrungsaustausch zu fördern, möchten wir diesen Geschichten ein Forum geben. So entstand die Idee, ein Format zu entwickeln, in dem die Befragten präzise und mit möglichst wenig Zeitaufwand Auskunft geben können und das es den LeserInnen ermöglicht, gezielt Informationen zu finden und zu vergleichen. Wir hoffen mit den zehn Standardfragen einige Kernpunkte der Arbeit mit den Neuangekommenen zu treffen und euch interessante Einblicke zu liefern. Künftig werden wir regelmäßig ein neues Interview mit (ehrenamtlichen) HelferInnen veröffentlichen. Damit diese Informationen nicht verloren gehen, findet ihr jedes Interview auch in unserem Nachgefragt!-Archiv.

Du engagierst dich auch und möchtest ein paar deiner Erlebnisse teilen? Beantworte ebenfalls die Fragen! Wir veröffentlichen sie gerne.

Heute ein erster Einblick von der lieben und sehr engagierten Lina:

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Unterstützung bei einzelnen Veranstaltungen, bspw. Stadtteilspaziergang, Weihnachtsfeiern im Wiesendamm & Hufnerstraße, „Give Shelter Nights“.
Interkulturelles Training für Ehrenamtliche.

 

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich hatte im letzten Winter ein paar Monate „Übergangszeit“ zwischen meinem alten und meinem jetzigen neuen Job und wollte irgendetwas „sinnvolles“ tun. Über „Wir im Quartier – Gemeinsam mit Geflüchteten“ habe ich Kontakt zu Gleichgesinnten gefunden und über gemeinsame Überlegungen und die Kooperation mit „Welcome to Barmbek“ habe ich Bereiche gefunden, in denen ich unterstützen konnte.


3) Warum engagierst du dich?

Ein vernünftiges Zusammenleben funktioniert meines Erachtens nur, wenn jeder bereit ist, etwas zur Gemeinschaft beizusteuern. Zudem ist es enorm wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, um ein gegenseitiges Verständnis erreichen zu können.


4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Unterschiedlich, da eher unregelmäßig.


5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Immer mal wieder die Koordination innerhalb der Gruppe der Ehrenamtlichen, da hier die unterschiedlichsten Vorstellungen und zeitlichen Möglichkeiten aufeinandertreffen und trotzdem unter einen Hut zu bringen sind.

Teilweise auch die Kommunikation/Koordination mit anderen Einrichtungen.


6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Die Offenheit eines älteren Herren aus Syrien, der über die Schwierigkeiten berichtete, seine Frau und weitere Kinder und Enkel aus der Türkei im Sinne des Familiennachzugs nach Deutschland zu holen. Seinen 3-jährigen Enkel hatte er noch nie persönlich gesehen.


7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Die umfangreiche Suche in einer Kleiderkammer nach einem Schneeanzug für ein Baby. Da wir nur die Beschreibung des Babys, „he’s a very big baby“, von der Mutter hatten, kamen zunächst alle Schneeanzüge mit dem Kommentar: „Too small. He’s a very big baby“ wieder zurück…


8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Definitiv! Derzeit überlege ich, ein weiteres Training interkulturelle Kompetenz für Ehrenamtliche anzubieten.

Eine weitere Idee ist zu prüfen, ob es im Umfeld von „Wir im Quartier“ und/oder „Welcome to Barmbek“ Bedarf geben könnte, unverbindlich Infos/Erstberatung zur Anerkennung von Studienabschlüssen, (Wieder-) Aufnahme eines Studiums in Deutschland, Hochschulzugangsberechtigung, allgemein zum deutschen Hochschulsystem anzubieten.


9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde eher sagen, dass man aus allen Erfahrungen etwas lernt und dieses Wissen für die Zukunft einsetzen sollte.


10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Überlege, was du kannst, wo deine Stärken sind. Vielleicht hast du über deine eigene Ausbildung, Beruf oder Hobbies Kenntnisse oder Fähigkeiten, die anderen helfen oder ihnen Freude bereiten könnten.
Erwarte nicht zu viel. Wir können nur Angebote machen. Ob diese von Geflüchteten angenommen werden, ist ganz allein deren eigene Entscheidung.
Habe Geduld. Manchmal dauert es eine Weile, bis sich ein Angebot rumgesprochen hat und angenommen wird.

Zusammen singen – music is the language!

Mittwoch 5. Oktober | 19:30 Uhr | Chorkonzert  – Bühne zum Hof | Eintritt frei

Seid dabei – Musik verbindet!

 

1798_1_2016_10_05_zusammen_weiter2Der Stage Choir der Music Academy Hamburg unter der Leitung der beiden Künstler Chris Meloni und Jeffrey Friebe singt bei seiner offenen Probe zusammen mit Geflüchteten und allen anderen, die Lust haben, mitzumachen. Wir wollen Begegnungen schaffen und beide Seiten aufeinander einstimmen – über die Musik.
Eine Aktion im Rahmen der Initiative „Zusammen weiter“, ein ehrenamtliches Musik-Projekt von Chris Meloni und Kathrin Schlass für eine verbesserte Integration von Geflüchteten, getragen von „Human@Human e.V.“, unterstützt von der Music Academy Hamburg.

Neben offenen Proben für alle produzieren wir ein Mitmach-Video zu einem eigenen Song und veranstalten ein großes Benefiz-Konzert am 14. Dezember im Rolf-Liebermann-Studio des NDR. Der Erlös geht an Initiativen, die echte Integration fördern.
Mit vielen Stimmen mehr erreichen: Seid dabei – Musik verbindet!

 

Zusammen weiter“ freut sich über Spenden für ihr Projekt: Spendenkonto:Human@Human e.V., Projekt „Zusammen weiter“ / Spende: Sparkasse Harburg-Buxtehude, IBAN DE62 2075 0000 0090 5205 37, BIC NOLADE21HAM | www.zusammen-weiter.de

Welcome Movie – Good bye Lenin

20160928_205750Auch gestern Abend bot die Filmreihe „welcome movies“ beste Unterhaltung! Ein wirklich toll gemachter Streifen, der uns allen viele Lacher entlockte. Auch wenn die Gesamtbesucherzahl dieses Mal leicht hinter den vergangenen „welcome movie“-Abenden zurückblieb, so war doch sehr erfreulich, dass unsere neuen Nachbarn offensichtlich immer wieder gerne und konstant unser Angebot von „free movie & drinks“ in Anspruch nehmen. Gestern Abend stellten sie vermutlich erstmals die leicht größere Gruppe an Zuschauern dar.
Auch wenn das Thema einigen von Ihnen bis dahin möglicherweise nicht geläufig war, haben auch die Geflüchteten ganz offensichtlich ihren Spaß gehabt!

 

Nachdem dieses Projekt so gut angenommen wird, haben wir uns entschlossen, es auch über den Herbst und Winter bis zum Sommer 2017 fortzusetzen. Die nächsten Welcome Movie Termine sind: Mittwoch, 19. Oktober |16. November | 21. Dezember 2016 | 18. Januar | 15. Februar | 15. März | 19. April | 17. Mai | 21. Juni 2017, jeweils um 19:30 Uhr. Der Sommer verabschiedet sich ja nun langsam und was gibt es da besseres als sich gelegentlich kostenlos und in entspannter Athmosphäre einen Film anzuschauen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wer Lust auf Filme und neue Kontakte hat ist herzlich willkommen.

 

 

1875_1_movieWir haben jetzt allerdings den Modus ein wenig geändert. Wir würden Euch sehr gerne bitten uns Eure Filmwünsche über das unten stehende Kontaktformular mitzuteilen, oder sie einfach in einen Kommentar zu schreiben. Möglicherweise machen wir Euch demnächst die Qual der Wahl noch etwas leichter, indem wir hier eine Liste mit Filmen hochstellen, über die Ihr dann abstimmen könnt. Mehr geht doch nicht, oder 🙂

Also, schreibt uns kräftig und dann freuen wir uns Euch am 19. Oktober wieder zu sehen!

 

 

[contact-form to=’lutzhayn@web.de‘ subject=’WELCOME MOVIE‘][contact-field label=’Name‘ type=’name‘ required=’1’/][contact-field label=’E-Mail‘ type=’email‘ required=’1’/][contact-field label=’Dein Filmwunsch‘ type=’textarea‘ required=’1’/][/contact-form]

Einladung zur Fortbildung Projekt Flüchtlingslotsen

am Dienstag, den 27. September 2016 von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr
im Diakonischen Werk Hamburg Königstraße 54/ 22767 Hamburg
siehe unten.

 

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VORSCHAU GOLDBEKHAUS

Das Goldbekhaus möchte euch auf zwei Veranstaltungen aufmerksam machen:

Freitag, 20. September um 19 Uhr:
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Afrika trifft Leinwand! Sie mussten viel zuhause zurück lassen, nicht aber ihre Kunst. Wir freuen uns sehr darauf, von Mai bis Dezember 2016 KünstlerInnen, welche hier eine neue Heimat gefunden haben, auf verschiedenen Bühnen präsentieren zu können.
Der talentierte Künstler, Flatter Zenda, aus Simbabwe zeigt seine Werke, die bereits in London, New York und Chicago ausgestellt waren und nun bei uns in Winterhude zu sehen sind. Seine Arbeiten strahlen Elan, Leidenschaft und Temperament aus.

 

Vernissage und Ausstellungseröffnung wird musikalisch vom jungen Musiker Amir Soltanifard (Iran) begleiet.

Die Ausstellung findet in den schönen Räumen von unseren Kooperationspartnern ITEM Africa von 30.9.-30.10. statt.

KünstlerInnen, die Teil der Veranstaltungen und geplanten Workshops sein möchten, wenden sich bitte an Behnaz Vassighi: behnaz.vassighi(at)gmx.de

Gefördert durch „FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten“

Flatter Zenda (Simbabwe | bildender Künstler); Amir Soltanifard (Iran | Musiker)

ITEMS Afrika; Forsmannstraße 8b Hinterhof; 22301 Hamburg | Eintritt frei

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Mittwoch 5. Oktober um 19:30 Uhr

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Zusammen Singen – Music is the Language

Seid dabei – Musik verbindet! Der Stage Choir der Music Academy Hamburg unter der Leitung der beiden Künstler Chris Meloni und Jeffrey Friebe singt bei seiner offenen Probe zusammen mit Geflüchteten und allen anderen, die Lust haben, mitzumachen. Wir wollen Begegnungen schaffen und beide Seiten aufeinander einstimmen – über die Musik.

 

Eine Aktion im Rahmen der Initiative „Zusammen weiter“, ein ehrenamtliches Musik-Projekt von Chris Meloni und Kathrin Schlass für eine verbesserte Integration von Geflüchteten,

 

 

Start eines Alpha(bethisierungs)kurses im Goldbekhaus – Für Mütter mit Kleinkindern

Am 31. Oktober startet ein niedrigschwelliger Alphabethisierungskurs für Frauen mit ihren Kleinkindern. Zunächst geht es um das gegenseitige Kennenlernen und Austauschen der Mütter gemeinsam mit ihren Kindern. Im weiteren Verlauf des Kurses bleiben die Kinder bei der Kinderbetreuung, während die Mütter sich der lateinischen Schriftzeichen widmen. Es gibt am Ende kein Zertifikat, dennoch wünschen wir uns Verbindlichkeit und regelmäßige Teilnahme sowie Interesse am Lernen.
Beginn: Montag, 31. Oktober bis 19. Dezember 2016
Zeit: 10 – 12 Uhr
Ort: Kinderetage im Goldbekhaus

Wir suchen:
für die Kinderbetreuung eine engagierte Frau, die während der Zeit des Unterrichts mit den Kindern der Mütter spielt. Wir können auf Grundlage eines Vertrages Honorar abrechnen.
Desweiteren suchen wir ehrenamtlich engagierte Frauen, die vor allem die Frauen aus den entfernteren Unterkünften zu den ersten Terminen abholen und zurück begleiten. Das Abholen wäre so gegen 9:30 Uhr und das Zurückbringen ab 12 Uhr.

Kontakt:
Wenn ihr euch für eine der Aufgaben interessiert oder Kontakt zu Frauen habt, die sich für den Kurs interessieren, meldet euch gerne bei:
Astrid Jawara | Di-Do 15-17 Uhr | Fon: 278702-16 | astrid.jawara@goldbekhaus.de

Der Spiegel berichtet: ein Lesetipp

.

 

Viele Menschen in Hamburg engagieren sich für Geflüchtete, doch meistens bleiben dieses Engagement und die vielen daraus resultierenden spannenden Geschichten der breiten Öffentlichkeit verborgen. Heute wurde auf Spiegel Online ein Artikel über einen Hamburger veröffentlicht, der eine vierköpfige syrische Familie bei sich aufgenommen hat.

 

 

 

Besonders interessant ist, dass beide Seiten zu Wort kommen und neben der Helferperspektive auch die Sichtweise der Geflüchteten deutlich wird. So wird an mancher Stelle deutlich, dass Hilfe zwar meistens gut gemeint, aber nicht immer hilfreich ist und das beide Seiten voneinander lernen können. Mehr erfahrt Ihr im Artikel auf Spiegel Online. Viel Spaß beim Lesen!

Sommer – Sonne – Movie-Spaß

Pünktlich zum zurückgekehrten Sommer fand der bereits vierte Welcome-Movie-Abend statt. Selbst das schöne Wetter konnte die fast 30 neuen und alten Nachbarn nicht davon abhalten, sich im Goldbekhaus einzufinden ,

            groupies-2

 um gemeinsam „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ anzusehen. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn die charmante, beschwingt und spritzig erzählte Liebesgeschichte zwischen

groupies 2Christopher (Kostja Ullmann) &
Lila (Anna Fischer)

war wie gemacht für einen lauschigen Sommerabend. Und was im Sommer so gut läuft, macht im Herbst vielleicht noch mal so viel Spaß, deshalb planen wir eine Fortsetzung der Welcome Movies schon im September. Was, wann gezeigt wird, erfahrt Ihr schon in Kürze auf unserem Blog. Wir freuen uns über Euer Interesse und vor allem auf ein baldiges Wiedersehen im Goldbekhaus.

Dabei fällt mir jetzt gerade ein, die Tatsache, dass wir uns noch nicht für den nächsten Film entschieden haben, bietet uns evtl. die Möglichkeit Euch hier einzubinden. Wenn Ihr eine Idee bzw. einen Wunschfilm habt, der in das Konzept dieser Reihe passt, dann teilt uns das doch am besten gleich unten über die Kommentarfunktion mit. Habt dabei immer im Auge, dass sich die Veranstaltungsreihe ‚Welcome Movie‘ u.a. zum Ziel gesetzt hat, ein Stückchen ‚deutschen Sprachalltag‘ für die neuen Hamburger Bewohner zu schaffen und ferner verschiedene Facetten des deutschen Films und unserer Kultur zu zeigen.
Ich kann Euch hier nichts versprechen, da bei der Auswahl eines Films, neben den inhaltlichen Überlegungen, noch verschiedene andere Punkte, wie z.B. die Höhe der Verleihgebühr und anderes mehr, zu bedenken sind. Dennoch würden wir uns sehr über von Euch eingereichte Vorschläge freuen!
Also, auf gehts !  🙂

WELCOME MOVIE | Groupies bleiben nicht zum Frühstück

 

groupies 2Lust auf Kino in gemütlicher Atmosphäre bei Snacks und Getränken? Das Goldbekhaus lädt ab Mai monatlich Geflüchtete und AnwohnerInnen zum Sommerkino ein. Gezeigt werden Filme unterschiedlicher Genres, die nicht nur Einblicke in die westliche Kultur geben, sondern vor allem Spaß machen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wer Lust auf Filme und neue Kontakte hat ist herzlich willkommen. Und so hoffen wir, dass Ihr zahlreich erscheint und ganz viele Geflüchtete dazu einladet, einen gemeinsamen Kinoabend im Goldbekhaus zu erleben.

Ganz ganz vielen Dank dabei an Kathleen Czech und Sabine Elsner-Petri, die diese Reihe ins Leben gerufen und ein supettolles Programm zusammen gestellt haben

Diese Woche zeigen wir am Mittwoch 24. August um 19:30 den Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“. Freundschaft, Liebe, Musik, Showbusiness. Kaum ist die 17-jährige Lila nach einem einjährigen USA-Aufenthalt in  Deutschland zurück, verliebt sie sich in Christopher. Sie hat keine Ahnung,  dass er derzeit als Lead-Sänger einer angesagten Rock-Band auch ein  absoluter Mädchenschwarm ist. Vertraglich darf Christopher ohnehin keine  feste Beziehung eingehen. Wie sollte diese Liebe da eine Chance haben?

Alsterrunner landet auf dem Treppchen

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Bei sommerlichen Temperaturen fand am gestrigen Mittwoch der hella Inselparklauf statt. Neben einem anschließenden Volkslauf zieht vor allem der Lauf der Elite über 3000 Meter Lauffans in seinen Bann. Etwa zwei Dutzend ausgewählte Läuferinnen und Läufer dürfen seit vier Jahren diesen Wettkampf bestreiten – das erste Mal mit dabei Aron Weldegergis vom Alsterrunning-Lauftreff. Auf Anhieb konnte er in dem spannenden Rennen Platz zwei belegen mit einer beeindruckenden Leistung von 9:29 min. Wir gratulieren Aron und freuen uns, dass er weiter für unsere freitägliche Laufgruppe ordentlich Tempo macht.

Das web-portal „Willkommen im Sport“ ist online

Gute Neuigkeiten aus dem HSB: die Plattform „Willkommen im Sport“ ist online (www.willkommen-im-sport.de).

Hier können Sportvereine ihre Sportangebote für Geflüchtete online stellen. Es gibt auch einen Sportmarkt, wo Angebote und Gesuche von und nach Übungsleitern oder ähnlichem eingestellt werden können. Schaut doch mal vorbei! Die Plattform lebt natürlich nur, wenn viele neue Angebote eingetragen werden. Ich würde mich freuen wenn ihr die Plattform nutzt und Interessierte darauf aufmerksam macht.

Danke und liebe Grüße, Annika

Annika Waldeck

 Projektleitung „Willkommen im Sport“
 Bundesprogramm „Integration durch Sport“
 Hamburger Sportbund e.V.
 Schäferkampsallee  1
 20357 Hamburg

Telefon 040 / 41908 151          Fax 040 / 41908 230

a.waldeck@hamburger-sportbund.de
www.hamburger-sportbund.de
www.integration-durch-sport.de

Studenten aufgepasst!

Die Deutsche Universitätsstiftung bietet aktuell ein Stipendienprogramm für geflüchtete Bachelorstudenten aller Fächer sowie Masterstudenten von MINT-Fächern an. Voraussetzung ist u. a., dass die Studenten in Deutschland leben, aus Flüchtlingsgebieten stammen, für das Sommersemester 2016 oder das kommende Wintersemester 2016/17 immatrikuliert sind sowie Deutsch auf C1-Niveau beherrschen. Das Programm profiliert sich vor allem mit der individuellen Betreuung der Stipendiaten. Weitere Informationen und wie Ihr Euch bewerben könnt findet Ihr hier.

Jetzt neu: Tanzen für Frauen

Die Tanzlehrerin Thesi Jamnansribejra bietet ab sofort sonntags in der Heilandskirche im Drewssaal einen Tanzkurs für (geflüchtete) Frauen an.
Die nächsten Termine sind:

14.08.2016
11.09.2016
25.09.2016

Wann: 13:00-15:00 Uhr

Wo: Heilandskirche, Winterhuder Weg 132, 22085 Hamburg

 

FERIENANGEBOT FÜR JUGENDLICHE

Moin, Moin,

in Altona gibt es ein neues Angebot für jugendliche Flüchtlinge.

Frau Hoffmann organisiert in Altona ein fotografische Kreativwerkstatt:

„Anbei nun unser Ferien-Angebot für jugendliche Flüchtlinge, das Sie gerne an die zuständigen Stellen oder  Projektleitungen weiterleiten können!
In den Sommerferien findet die fotografische Kreativwerkstatt immer montags von 15h-21h statt, anschließend können die Jugendlichen sich auch malerisch im offenen Atelier fraplab -Raum für Qunst und Quer ausdrücken !

(Nach den Sommerferien geht das Angebot weiter ,allerdings dann zu anderen Zeiten Freitags ab 17.30- 20.30h)

Anbei finden Sie einen Handzettel (strange_in_paradise_sommerferien), den wir für die Jugendlichen gemacht haben! ( auf englisch und deutsch !)

Anmeldungen bitte an meine Kontaktadresse : utta.hoffmann@frappant.org  0170 2976691

Speziell in den Sommerfreien werden wir fotografische Inszenierungen im öffentlichen Raum mit einem Stuhl machen, um das Thema: Wo ist mein Platz?, Wo ist meine Heimat, Wo ist mein Ort? zu thematisieren!

Vielleicht kennen Sie ja Jugendliche, die Lust auf ein solches Foto-Projekt haben!“

 

Paddeln mit dem Goldbekhaus

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Mit freundlicher Unterstützung des Goldbekhauses durften am vergangenen Sonntag die Läufer des Alsterrunning-Lauftreffs die Alster mal nicht laufend, sondern paddelnd erkunden. Das Goldbekhaus stellte der Gruppe dafür kostenlos seine Stand-Up-Paddling-Boards zur Verfügung. Nach einer allgemeinen Einführung ins Stand-Up-Paddeln ging es unter der Leitung von Carmen Naske aufs Wasser. Die Tour führte zum Stadtparksee, auf dem Carmen mit einigen Übungen und Spielen auf dem Board für viel Spaß und Abwechslung sorgte.

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Hier war vor allem Balance gefragt und so blieb es nicht aus, dass der ein oder andere unter großem Gelächter im Wasser landete. Bei den angenehmen Temperaturen war das jedoch vor allem eine willkommene Abwechslung und führte dazu, dass am Ende jeder mit seinem Board vertraut war. Am späten Nachmittag kehrte die Gruppe pitschnass, aber mit glücklichen Gesichtern zurück zum Goldbekhaus und war sich einig, dass dies nicht das letzte Ausgleichstraining auf Brettern gewesen sein sollte. Falls Ihr auch Lust auf Stand-Up-Paddeln bekommen habt, bietet das Goldbekhaus eine Menge Kurse an, da ist für jeden was dabei (für Geflüchtete kostenlos).

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„Auf Göthe wurde nicht gefacked“

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Etwa 80 Nachbarn und davon ca. 30 neue besuchten gestern Abend das Goldbekhaus, um sich gemeinsam „Fack ju Göhte“ anzusehen. Der Film hatte sämtliche Lacher bald auf seiner Seite und sorgte für eine ausgelassene Stimmung, die auch im Anschluss bei freien Getränken und Knabbereien den Abend trug und den nachbarschaftlichen Austausch förderte. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Film der Reihe ‚Welcome Movie‘ „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“, der am Mittwoch den 24. August um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof präsentiert wird.

 

 

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Blog abonnieren!

Liebe interessierte Leser, zu Beginn der Einrichtung unseres Blogs haben wir leider versäumt Euch die Möglichkeit zu bieten, unseren Blog zu abbonieren und automatisch Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten. Das haben wir nun mit dem Button auf der rechten Sidebar  nachgeholt!

 

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Also meldet Euch ganz easy an und seid stets auf dem Laufenden was wir gerade aktuell veröffentlicht haben 😉

Heute WELCOME MOVIE | Fack ju Göhte

Heute geht es weiter in unserer beliebten Reihe WELCOME MOVIE. Gezeigt wird „Fack ju Göhte“ Habt Ihr also Lust auf Kino in gemütlicher Atmosphäre bei Snacks und Getränken? Das Goldbekhaus lädt ab Mai monatlich Geflüchtete und AnwohnerInnen zum Sommerkino ein. Gezeigt werden Filme unterschiedlicher Genres, die nicht nur Einblicke in die westliche Kultur geben, sondern vor allem Spaß machen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wer Lust auf Filme und neue Kontakte hat ist herzlich willkommen.

Heute:

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Fack Ju Göhte – Kleinganove Zeki möchte nach einem Knastaufenthalt endlich an  seine vergrabene Beute kommen. An der Stelle steht nun aber die neue  Sporthalle der Goethe-Gesamtschule. Daher bewirbt er sich als  Aushilfslehrer, um in aller Ruhe graben zu können. Zuerst aber muss er sich  den Respekt der Chaos-Klasse 10b verdienen, die er nun unterrichten soll.

 

 

Die nächsten Welcome Movie Termine:
Mittwoch 24. August / 28. September 2016
jeweils um 19:30 Uhr

 

WELCOME MOVIES | Film

Up for a cinematic experience including snacks and drinks?

From May, Goldbekhaus invites you to a monthly summer screen. We will show films from different genres that not only give an insight into western culture but are also fun! Afterwards, there is a chance to discuss the films and wind down for the day. Everyone with an interest in films and/or meeting new people is welcome.

Dates: selected Wednesdays: 18 May / 22 June / 27 July / 24 August / 28 September at 7:30pm/19:30h
Location: Bühne zum Hof | Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, 22301 Hamburg
If the weather is dry, screenings will take place outside in the courtyard.

No registration necessary – just turn up!

Eintritt frei

Gemeinsam mit Geflüchteten entstehen wunderbare Projekte, die leider noch nicht alle finanziert sind. Aus diesem Grund haben wir auf der Spendensammelplattform betterplace.org einen Spendenaufruf angelegt. Jede kleine und große Spende hilft weiter!

Welcome Refugees! Die Hilfsbereitschaft der WinterhuderInnen, UhlenhorsterInnen, BarmbekerInnen, … ist sehr groß, ebenso wie das Interesse an den Menschen, die zu uns kommen. Gemeinsam möchten alle das Zusammenleben in den Nachbarschaften gestalten.
Wir können viel bewegen! Ein initiatives und kreatives Bündnis aus verschiedenen Einrichtungen und unendlich vielen hochengagierten Menschen ist entstanden.

Refugees with us – welcome! Our „Quartier“(quarter/neighbourhood) Winterhude-Uhlenhorst has loads to offer. We’d like to share our cultural, sportive and communal experiences with you and invite you to join in with these events and workshops.

 

  

Ideenwettbewerb: Ideen für einen Stadtteil für alle

Von: Rakers, Manuel
Gesendet: Dienstag, 3. Mai 2016 15:35
Betreff: Ideenwettbewerb: Ideen für einen Stadtteil für alle

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

jede/r dritte erwachsene Hamburger/-in und jedes zweite Hamburger Kind hat heute einen Migrationshintergrund. Hamburg und seine Quartiere werden bunter, und wir wollen und müssen damit umgehen. Im Diakonischen Werk Hamburg gibt es seit Herbst letzten Jahres ein neues EU-finanziertes Projekt zur interkulturellen Öffnung im Gemeinwesen. „Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“ zielt darauf ab, die Teilhabemöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten im Stadtteil stärken. Das Projekt will dazu beitragen, Zugangsbarrieren, die in Einrichtungen und Diensten bestehen, weiter abzubauen: durch Fortbildungen für Mitarbeitende, durch Fachtagungen, durch Unterstützung bei der Netzwerkarbeit, durch Hilfe und Anregungen bei der interkulturellen Ausrichtungen von Einrichtungen und Teams.

Herzstück des Projekts ist ein Ideenwettbewerb, der allen offen steht, egal ob Geschäftsführer oder Sportverein. Die Organisationen und Angebote im Stadtteil sollen interkulturell geöffnet werden. Ideen hierfür können bis zum 30.09.2016 eingereicht werden. Als Preis winkt die Umsetzung der eingereichten Idee. Eine Jury wird hierfür am 03.11.2016 die besten Ideen prämieren. Alles Weitere findet man unter folgendem Link, hier wird im passenden Video alles genau erklärt:

www.diakoniehh.de/superidee

In jedem Fall lohnt es sich, den Link zu teilen und den Ideenwettbewerb dort hinzubringen, wo er hingehört: in den Stadtteil!

Bei Fragen und Anregungen stehe ich gerne telefonisch: 040 306 20 – 335 oder per Email: rakers@diakonie-hamburg.de zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Manuel Rakers
Projektkoordination

„Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“

Diakonisches Werk Hamburg – Landesverband der Inneren Mission e. V.
Fachbereich Migration und Existenzsicherung

Königstraße 54
22767 Hamburg
Telefon 040 30 62 0-335
Fax 040 30 62 0-340
rakers@diakonie-hamburg.de

www.diakoniehh.de/superidee

 

Amtsgericht Hamburg VR 53 96

 

Qualifizierung für Flüchtlingshelfer

Seit Anfang 2015 bietet das Qualifizierungs-Team der Bürgerinitiative WELCOME TO BARMBEK ein Fortbildungsprogramm für Menschen an, die sich freiwillig in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Es soll die Freiwilligen fachlich auf ihre herausfordernde Tätigkeit vorbereiten und sie darin begleiten. Außerdem bieten die Veranstaltungen Raum zum Erfahrungsaustausch, zu Kollegialer Beratung und zur Reflexion sowie ggf. zur Entwicklung von weiteren Projektideen.

Was sich im Einzelnen hinter der Arbet des Qualifizierungs-Team der Bürgerinitiative WELCOME TO BARMBEK verbirgt und woraus sich die Bausteine der Basisqualifikation zusammensetzen, könnt Ihr genauer auf folgender Seite erfahren

Bezirksamtsleiter Herr Rösler möchte sich für das ehrenamtliche Engagement von HamburgerInnen bedanken

Guten Tag,

unser Bezirksamtsleiter Herr Rösler möchte sich für das beeindruckende ehrenamtliche Engagement von HamburgerInnen aus dem Bezirk in der Flüchtlingshilfe im Rahmen eines Sommerfestes bedanken.

Anbei sende ich Ihnen schon den Termin und Ort mit der Bitte um Verbreitung an o.g. Zielgruppe. Eine ausführliche Einladung folgt, da das Programm für den Tag sich noch in der Planung befindet.

Save-the-Date
Mittwoch, 07. September 2016
17.00 – 20.00 Uhr
Ort: Bezirksamt Hamburg-Nord
Großer Sitzungssaal & Innenhof
Robert-Koch-Straße 17
20249 Hamburg
Eine Einladung mit Details folgt.
Bezirksamt Hamburg-Nord
Sagt Danke!

 

Mit freundlichen Grüßen
Marjan Mobayyen

Koordinatorin des Ehrenamtes rund um Flüchtlingsunterkünfte

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Hamburg-Nord

Fachamt Sozialraummanagement

Kümmellstraße 7 l 20249 Hamburg

Tel.: 040 / 42804 – 2719 l Fax: 040 / 427904 – 987

E-Mail: marjan.mobayyen@hamburg-nord.hamburg.de

 

Initiative – „Jobs für Flüchtlinge“

Jobs für Flüchtlinge” ist eine Initiative von JBT (studentische Unternehmensberatung der Universität Hohenheim), Asien-Haus Stuttgart e. V. und Freelance-Market. Dank der Initiative können qualifizierte Flüchtlinge und Asylempfänger in Deutschland die Job-Plattform Freelance-Market.de kostenlos nutzen. Da die Jobvermittlung auch für Unternehmen kostenlos ist, gehen die Erlöse zu 100% an die Flüchtlinge. Unternehmen wählen einfach einen der gelisteten Flüchtlinge aus.

Das zweisprachige Plakat mit Eintragungsbedingungen für Flüchtlinge erklärt in groben Zügen worum es geht und wie es funktioniert.

Die Vermittlung läuft dann über folgende Internetseiten:

http://www.jobs-fuer-fluechtlinge.de (für deutschsprachige Flüchtlinge)

http://www.freelancer.international/refugee (für englischsprachige Flüchtlinge)

Wir von der „Jobs-für-Flüchtlinge“-Initiative versuchen unser Möglichstes um Flüchtlinge an Arbeitgeber zu vermitteln. Ich möchte Euch daher freundlich fragen, ob Ihr die “Jobs für Flüchtlinge”-Initiative auf Eurer Internetseite erwähnen könntet oder obiges Plakat ausdruckt und es bei Euch aushängen mögt.

Gerne könnt Ihr Euch bei mir melden, wenn Ihr weitere Anregungen oder Ideen habt wie wir kooperieren könnten.

Mit einem freundlichen Gruß

Rainer Kurz

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Dr. Rainer Kurz, E-Mail: info@jobs-fuer-fluechtlinge.de

Jobs für Flüchtlinge, Plettenbergstr. 19, 70186 Stuttgart

Tel.: +49-711-645139-00, www.jobs-fuer-fluechtlinge.de

mobil: 0163-3873785

Stellenausschreibung Bundesfreiwilligendienst (BFD)-Welcome

bfd
Das Goldbekhaus sucht zum nächsten Zeitpunkt eine* geflüchteten Menschen mit Aufenthaltsgenehmigung die/der sich als Freiwillige* im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Welcome als Projektassistenz für das Projekt „Refugees mit uns – Wir im Quartier Winterhude für bis zu 20,5 Stunden pro Woche engagieren möchte. Bewerbung bitte bis 15.08.16!

Folgende Aufgaben stellen sich:

  • – Unterstützung und Durchführung sowie Dokumentation des Projektes
  • – Mitwirken bei der Einführung neuer Maßnahmen („kids in die Clubs“)
  • – Unterstützung bei der Bekanntmachung unseres Regelangebotes in Unterkünften
  • – Teilnahme an Konferenzen und Treffen im Stadtteil, zur Förderung kultureller Interessen geflüchteter Menschen
  • – Unterstützung bei der Analyse des bewegungskulturellen Bedarfs von geflüchteten Menschen
Das Goldbekhaus bietet:
Neben dem Kennenlernen von Organisationsstrukturen in einem Kulturzentrum werden
Kenntnisse im Projektmanagement, der Veranstaltungsorganisation, der Öffentlichkeitsarbeit
sowie Techniken der Informationsvermittlung weitergegeben. Die tägliche, eigenverantwortliche
Arbeit ist geprägt durch ein arbeitsteilig organisiertes Team.
Das Goldbekhaus ist ein Kulturzentrum im Stadtteil Hamburg-Winterhude.
Mit allen Wassern gewaschen ist es seit 35 Jahren ein Ort für Kommunikation und Begegnung,
für Kultur, Kreativität und Bewegung. Ein besonderer Ort der Stadtkultur in Hamburg: Als Bühne
und Spielraum ist er offen für engagierte Laien, Amateure, Semiprofis und den professionellen
Nachwuchs verschiedener Sparten. Veranstaltungsprogramm: Veranstaltungsreihen, Festivals
und Projekte, die Themen, bestimmte Zielgruppen oder unterschiedliche Szenen, Sparten und
Kulturen in den Mittelpunkt stellen. Kulturelle Bildung: Im Mittelpunkt steht die außerschulische
persönliche Entwicklung und die Selbstentfaltung. Die Angebote sind ergebnisorientiert und

schließen in der Regel mit einer Präsentation oder Dokumentation ab. Mehr unter

www.goldbekhaus.de

http://www.goldbekhaus.de/Marken/Freiraeume.php

http://www.goldbekhaus.de/Marken/Wir_im_Quartier_Winterhude.php

Ausführliche Informationen zum Thema Bundesfreiwilligendienst (BFD) Welcome findet Ihr auf der Homepage von STADTKULTUR HAMBURG sowie auf der Seite  des BUNDESFREIWILLIGENDIENST (BFD)

Für eine Bewerbung.

Füllt bitte online den „Fragebogen für Freiwillige“bis zum 15. August 2016 aus. Dort können Ihr diese konkrete Einsatzstelle nennen. Fügt bitte auch euren Lebenslauf an. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung. Ruft uns auch gerne an und wir helfen Euch bei der Bewerbung:
Telefon: 040 879 76 46 -13

Neues aus den Unterkünften

Holsteinischer Kamp

Am 21.7. beginnen die Sommerferien. Die meisten Kinder in der Unterkunft werden wahrscheinlich nicht in irgendeiner Form der Ferienbetreuung sein. Wer also Zeit und Lust hat, mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen, kleine Ausflüge zu machen usw., der melde sich bitte bei Selma!

Leute für die Kinderbespaßung werden außerdem für die Zeiten gebraucht, in denen die Sprachkurse stattfinden, denn diese laufen auch während der Sommerferien. Konkret heißt das: Montag und Dienstag 18.30 bis 20 Uhr und Mittwoch bis Freitag 10 bis 12 Uhr.

Kontakt: KinderprogrammHoKa@t-online.de


Tessenowweg

Julia berichtet uns von ihrem syrischen „Familienmitglied“: „Hurra! Seit Juni hat er jetzt einen versicherungspflichtigen Vollzeitjob als Housekeeper in einem Hotel, gefunden über das Flüchtlingsnetzwerk bei Facebook. Endlich verdient er so richtig Geld! Endlich kann er uns zum Kaffee einladen. Die Anerkennung seines Berufszeugnisses steht kurz bevor. Dann kann er irgendwann  im Laufe des nächsten Jahres vielleicht auch in seinem ursprünglichen Job arbeiten. Und das Beste: Er ist ganz, ganz schlimm verliebt! Es ist so schön, ihn nach einem so schwierigen Jahr voller Sorgen um seine Zukunft soo glücklich zu sehen!“


Alte Fabrik

Da die Unterkunft in der Alten Fabrik voraussichtlich nur bis Ende des Jahres als Erstaufnahme zur Verfügung steht, ist die Halbzeit erreicht! Wer noch mit einsteigen will, ist nach wie vor herzlich willkommen, sollte sich aber bald melden und möglichst in den verbleibenden Monaten dabei bleiben wollen.

Gesucht werden noch weitere Unterstützerinnen bei der Kinderbetreuung. Unter anderem gibt es den Wunsch, für die Kinder im Kita- und Schulalter Einzelbetreuungen am Nachmittag zu organisieren. Interessentinnen sollten dann einmal pro Woche in die Alte Fabrik kommen, um sich ihrem „Patenkind“ zu widmen.

Nachdem das Tanz-Angebot am Dienstagnachmittag leider nicht mehr stattfinden kann, wird außerdem nach einem neuen Angebot gesucht – gern mit Tanz und/oder Musik. Vielleicht hat jemand Lust, etwas Entsprechendes auf die Beine zu stellen?

Kontakt: alte-fabrik@welcome-to-barmbek.de


Hufnerstraße

Für die Kinderbetreuung in der Hufnerstraße werden Aktive gesucht, die sich entweder zeitweise oder regelmäßig engagieren wollen. Sie findet dienstags und donnerstags von 10 bis 11.30 Uhr parallel zu den Deutschkursen statt. Unter anderem werden Leute gebraucht, die in Urlaubszeiten oder Krankheitsfällen einspringen können.

Außerdem soll es am Donnerstagnachmittag (14 bis 16 Uhr) eine Kinderbetreuung parallel zur Strick- und Nähstube geben. Dafür werden Leute gesucht, die Dreier- oder Vierer-Teams aufbauen, um dieses Angebot wöchentlich sicherzustellen.

Kontakt: hufnerstrasse@welcome-to-barmbek.de

Hannelore, die sich in Barmbek-Nord um die Freizeitaktivitäten kümmert, weist zudem auf das Sportangebot der Sophiengemeinde hin: „Es wendet sich an Eltern und Kinder der benachbarten Flüchtlingsunterkünfte und wird von den Kindern begeistert angenommen. Für die Kinder der Hufnerstraße droht es zu scheitern, weil sich keine Helfer finden, die abholen und begleiten.“ Das Bewegungsangebot findet freitags von 17 bis 18.30 Uhr in der Turnhalle der Sophienschule, Elsastr. 46, statt. „ Ihr müsst keineswegs selber aktiv werden“, betont Hannelore, „es würde auch schon helfen, wenn Ihr 14-tägig bereit wärt, die Kinder abzuholen und zurückzubringen.“

Kontakt: bn-freizeit@welcome-to-barmbek.de

Die Welcome-Lounge startet!

Auf dem Sommerfest auf dem Bert-Kaempfert-Platz hatte Bezirksamtsleiter Harald Rösler zugesagt, sich um eigene Räume für Welcome zu bemühen. Dieses Versprechen hat er in Rekordtempo eingelöst: Am Sonntag, dem 17.07.2016, eröffnet die Welcome-Lounge im Wiesendamm 30!

Wir (= Welcomer + Geflüchtete) haben damit einen eigenen Treffpunkt zum Kennenlernen, Schnacken, Spielen, Teetrinken, Deutschlernen, Musik hören und selber machen und was immer uns noch einfällt.

Die Eröffnungsparty

 

welcome lounge

Ihr seid alle herzlich eingeladen, am 17. Juli ab 13 Uhr mit anzupacken und aus den bisherigen Schulräumen eine einladende Lounge zu zaubern. Es soll Farbe an die Wände, und die Küche und einige Möbel müssten mal gründlich sauber gemacht werden. Dazu gibt’s Musik, gute Laune, Kuchen und Tee – das Orga-Team freut sich auf euch und natürlich auf Geflüchtete aus „unseren“ Unterkünften.

Damit ihr wisst, woran es noch fehlt, gibt es eine Liste: http://werbringtwas.com/poll/w3fcf92

 

Der Umzug

Die Welcome-Lounge befindet sich nur wenige Hauseingänge neben der ZEA Wiesendamm, die gerade aufgelöst wurde. Was lag also näher, als ein paar Dinge von dort mitzunehmen. Zum Beispiel das Klavier. Dachte sich Ex-Wiesendamm-Koordinatorin und Lounge-Mitgründerin Petra und berichtet:

„Die ZEA im Wiesendamm ist leer. Ein seltsames Gefühl, hier zu stehen, wo noch vor kurzem das Leben pulsierte, wo bunte Farbe voller Freude von den Wänden strahlte, Kinder laut lachten und herumtobten. Nun sind alle Wände weiß. Hell, aber trist. Und ruhig ist es, viel zu ruhig. In der Mitte der Eingangshalle stehen zwischen Pinseln und Farbeimern nur noch ein paar Sessel und natürlich das Klavier. Wir wollen die Sachen mitnehmen in unsere neue Welcome-Lounge – nur ein paar Türen weiter. Aber wer hilft beim Umzug? Auf meinen Aufruf gibt es fast nur Absagen. Die Behörde drängelt, die Sachen müssen raus. Ein blödes Gefühl.

 

Klavier

Völlig umsonst: Vier Eritreer kommen mir aufgeregt entgegen, sie warten schon und wollen doch helfen! Puh… Dann Baraa aus der ZEA Wiesendamm und seine Freunde, zum Schluss noch drei Barmbeker. Selbst die zwei Gärtner, die gerade vor der Tür tätig sind, packen spontan mit an. Für so viele Hände ist selbst ein Klavier kein Problem. Fast mühelos schwebt es die Stufen hoch. Was für ein herrliches Gefühl: Nachbarschaftshilfe, die funktioniert, selbst mit Nachbarn, die inzwischen über die ganze Stadt verteilt wohnen.“

 

 

 

Und noch etwas hat Petra sehr berührt: Neulich trafen sich vier Welcomer mit drei früheren Bewohnern der ZEA Wiesendamm – einem Syrer, einem Somalier und einem Afghanen –, um Ideen für die neue Lounge zu sammeln. Von deutscher Seite kam die Frage, ob man spezielle Länderabende anbieten sollte, also einen Syrien-Abend, einen für Eritreer usw. Die Antwort der Geflüchteten war klar und eindeutig: „Nein! Wir haben im Wiesendamm gelernt, alle zusammenzuleben, egal aus welchem Land und mit welcher Religion wir gekommen sind. Das wollen wir erhalten!“

Wir hoffen jetzt also, dass möglichst viele von Euch sich durch diesen Aufruf motiviert fühlen am 17. Juli ab 13 Uhr mit anzupacken und aus den bisherigen Schulräumen eine einladende Lounge zu zaubern. Bis dahin dann!

Neues Theaterprojekt! Mitten im Wandel

EIN PROJEKT DES ANKOMMENS                                                

Dienstags: 19.15 – 21.30 Uhr ab 13.9.2016 | Theater-Masken-Performance-Projekt | für Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund

Kursnummer: Bew KB 8486


 

SPENDENAUFRUF!

Welcome Refugees! Die Hilfsbereitschaft der WinterhuderInnen, UhlenhorsterInnen, BarmbekerInnen, … ist sehr groß, ebenso wie das Interesse an den Menschen, die zu uns kommen. Gemeinsam möchten alle das Zusammenleben in den Nachbarschaften gestalten.
Viele Projekte und Aktionen sind bereits entstanden und können durchgeführt werden. Weitere, die wir auf Anregung Geflüchteter und mit ihnen konzipiert haben, können wir nur mithilfe IHRER Spende realisieren:

* MITTEN IM WANDEL – Theater-Masken-Performance-Projekt
* WOHIN DIE ZEIT UNS FÜHRT – Kreatives Projekt mit öffentlicher Präsentation
* PATENSCHAFTEN GESTALTEN – sportliche und kulturelle Ausflüge, Hilfestellung bei Arbeits- und Wohnungssuche usw.
* WILLKOMMENSFESTE FEIERN

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Q8 – Quartiersentwicklung Winterhude-Uhlenhorst sowie der Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst hat das Stadtteilkulturzentrum Goldbekhaus e.V. im Oktober 2015 zu einem offenen Plenum eingeladen. Wir wollten wissen, was die Menschen in unserem Quartier bzgl. unserer neuen MitbürgerInnen bewegt und welche gemeinsamen Aktivitäten sie sich vorstellen können. Das Interesse war überwältigend und so konnten wir das
Projekt WIR IM QUARTIER – Gemeinsam mit Geflüchteten ins Leben rufen.

Ein großes Angebotspaket in den Sparten KUNST & KULTUR, SPORT & BEWEGUNG, SPRACHE & BEGEGNUNG, ESSEN & TRINKEN sowie PATENSCHAFTEN & BEGLEITUNG ist entstanden. Der Beschluss, das sportliche und kreative Angebot des kulturNvereins Goldbekhaus e.V. für Geflüchtete kostenlos zu öffnen und eine Übersetzung vorerst ins Arabische und Englische zu realisieren, wurde sofort gefasst. Spontan entstand der Plan, Übernachtungsmöglichkeiten für Transitflüchtlinge zu schaffen. So konnten von Oktober 2015 bis Januar 2016 bei den Give-Shelter-Nights mehr als 2.500 Geflüchteten Schutz, Versorgung und Obdach für jeweils eine Nacht geboten werden.

Alle Geflüchteten, die die verschiedenen Angebote nutzen und so in Kontakt mit ihren neuen NachbarInnen kommen, fühlen sich herzlich auf- und angenommen.
Neben den sportlichen, sprachlichen und kreativen Gruppenangeboten sind verschiedene Veranstaltungsreihen entstanden. Welcome Movies und Klangspiele begeistern sowohl die Geflüchteten als auch alle anderen „alten“ und „neuen“ NachbarInnen, Willkommensfeste werden gefeiert.
Es ist einfach großartig, wie viele Menschen sich engagieren und wie berührend, fröhlich, wertschätzend die Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sind.

Gemeinsam mit Geflüchteten entstehen wunderbare Projekte, die leider noch nicht alle finanziert sind. Aus diesem Grund haben wir auf der Spendensammelplattform betterplace.org einen Spendenaufruf angelegt. Jede kleine und große Spende hilft weiter!

Diesen Flyer (Betterplace_Plakat) könnt ihr gerne aushängen. Vielleicht habt ihr eine Stammkneipe oder einen Lieblingsladen, die so etwas machen:

Vielen Dank!

KULTURTIPP!

Am Sonntag, den 10. Juli um 15:30 Uhr gibt ein weiteres Konzert aus der Reihe „Klangspiele“. Dieses Mal hoffen wir auf gutes Wetter, denn wir sind bei der TRINKHALLE im Hamburger Stadtpark zu Gast.

Refugees on Stage! Sie mussten viel zuhause zurück lassen, nicht aber ihre Musik und Kreativität. Wir freuen uns sehr darauf, zwei junge geflohene Künstler im Rahmen von „Klangspiele“ unterstützen und präsentieren zu können.
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In der traumhaften Location Trinkhalle (Stadtpark, Südring 1) singt  Shekib Mosadeq (berühmter Sänger und Songwriter aus Afghanistan) gefühlvoll aus seinem letzten Album „Aylan“( benannt nach dem Kind aus Syrien, das Tot am Strand gefunden wurde). Anschließend bringt uns Ali Ghafouri alias DJ Rhythmus (DJ und Rapper aus dem Iran) mit World Music in Partystimmung.
Geflohene Künstler, die Teil der „Klangspiele“ und geplanten Workshop zum Unterstützung der Künstler in Hamburg sein möchten, wenden sich bitte an behnaz.vassighi(at)gmx.de
Diese Veranstaltung wird Unterstützt von „FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten“. | In Kooperation mit der Trinkhalle. Vielen Dank!
Eintritt frei, Spenden erwünscht | 20160710-trinkhalle-plakat-web

DIE JOBMEISTEREI

Trainings- und Integrationszentrum Arbeitswelt Deutschland für Schutzsuchende.

Ihr habt Kontakt zu Geflüchteten, die sich über die Arbeitswelt in  Deutschland informieren möchten? Dann schaut doch mal auf folgende Dokument (in drei Sprachen:

Flyer-Deutsch

Flyer-Englisch

Flyer-Arabisch

Ideenwettbewerb: Ideen für einen Stadtteil für alle

Jede/r dritte erwachsene Hamburger/-in und jedes zweite Hamburger Kind hat heute einen Migrationshintergrund. Hamburg und seine Quartiere werden bunter, und wir wollen und müssen damit umgehen. Im Diakonischen Werk Hamburg gibt es seit Herbst letzten Jahres ein neues EU-finanziertes Projekt zur interkulturellen Öffnung im Gemeinwesen. „Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“ zielt darauf ab, die Teilhabemöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten im Stadtteil stärken. Das Projekt will dazu beitragen, Zugangsbarrieren, die in Einrichtungen und Diensten bestehen, weiter abzubauen: durch Fortbildungen für Mitarbeitende, durch Fachtagungen, durch Unterstützung bei der Netzwerkarbeit, durch Hilfe und Anregungen bei der interkulturellen Ausrichtungen von Einrichtungen und Teams.
Herzstück des Projekts ist ein Ideenwettbewerb, der allen offen steht, egal ob Geschäftsführer oder Sportverein. Die Organisationen und Angebote im Stadtteil sollen interkulturell geöffnet werden. Ideen hierfür können bis zum 30.09.2016 eingereicht werden. Als Preis winkt die Umsetzung der eingereichten Idee. Eine Jury wird hierfür am 03.11.2016 die besten Ideen prämieren. Alles Weitere findet man unter folgendem Link, hier wird im passenden Video alles genau erklärt:

www.diakoniehh.de/superidee

In jedem Fall lohnt es sich, den Link zu teilen und den Ideenwettbewerb dort hinzubringen, wo er hingehört: in den Stadtteil!
Bei Fragen und Anregungen stehe ich gerne telefonisch: 040 306 20 – 335 oder per Email: rakers@diakonie-hamburg.de zur Verfügung.

Ideen

Mit freundlichen Grüßen
Manuel R akers

Manuel Rakers
Projektkoordination
„Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“
Diakonisches Werk Hamburg – Landesverband der Inneren Mission e. V.
Fachbereich Migration und Existenzsicherung
Königstraße 54
22767 Hamburg

Telefon 040 30 62 0-335
Fax 040 30 62 0-340
rakers@diakonie-hamburg.de
www.diakoniehh.de/superidee

MENSCHENKETTE GEGEN RASSISMUS

Menschenkette gegen Rassimus
Am Sonntag, den 19.6. findet in Hamburg eine Menschenkette gegen Rassismus statt.
Los geht es um 16:30 Uhr im Anschluss an die Fahrradsternfahrt unseres Kooperationspartners „Mobil ohne Auto e.V.“ (http://www.fahrradsternfahrt.info/).
Wir starten am Jungfernstieg und bilden von dort aus eine Menschenkette, die verschiedene religiöse und kulturelle Institutionen miteinander verbindet.
Weitere Informationen findet ihr zeitnah hier oder auch immer aktuell unter *FACEBOOK*.
Wenn ihr uns dabei unterstützen möchtet oder eine Frage an uns habt, schreibt an:
Info: hamburg(at)hand-in-hand-gegen-rassismus.de
Facebook Event: Hand in Hand gegen Rassismus Hamburg

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