Autor: WIQ Sabine

Ankommen in einem neuen Land: Spoken Word Poetry

Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in einem neuen Land können ganze Bücher füllen. Habt Ihr Lust in einem Kurs das Erlebte zu Literatur zu machen? Dann könnte dieser Kurs der Hamburger Volkshochschule für Neu-Hamburger*innen genau das Richtige für Euch sein: Am 10. Juni, ab 14 Uhr wird unter der Leitung von Eliza-Maimouna Sarr, inspiriert von Literatur, Theater und Musik kreativ geschrieben und getextet. Bei Bedarf übernimmt Bildung für alle! e. V. die Kosten. Interesse bekommen? Dann schaut Euch den Flyer mit weiteren Infos an.

Ankommen in einem neuen Land: Spoken Word Poetry, 10.06.2018, 14:00-17:30 Uhr, Schanzenstraße 75, Raum 403

Alsterrunning-Lauftreff mit Geflüchteten – Wie alles begann

Im Sommer 2015 kamen täglich fast 500 Menschen am Hamburger Hauptbahnhof an: Aus unterschiedlichsten Gründen auf der Flucht und mit wenig mehr Besitz als der Kleidung am Leib. In einer Welle von Hilfsbereitschaft wurde gespendet, gesammelt, sortiert. Was lag da näher, als auch mit dem liebsten Hobby einen Beitrag zu leisten? Z. B. eine Spendenaktion zur Weihnachtszeit? „Aber wäre es nicht noch cooler, die Geflüchteten an die Alster zu holen und mit ihnen gemeinsam zu laufen?“ fragte Michael Brügmann, der Begründer von Alsterrunning, damals. Na klar, von so einer Idee muss man Laufliebhaber nicht lange überzeugen. Laufen kann schließlich jeder, bringt die verschiedensten Leute zusammen, die Sprache ist egal, kurz man braucht dazu nicht viel. Voller Enthusiasmus beschlossen wir, den Lauftreff möglichst schnell ins Leben zu rufen und wählten als Auftakt den gemeinsamen Spendenlauf zu Weihnachten. Es war etwa Oktober, das sollte genug Zeit sein, um so eine Aktion durchzuziehen – dachten wir zumindest. Doch ziemlich schnell stellte sich heraus, dass für unsere Umsetzung vor allem eines fehlte: die Geflüchteten. In die Erstunterkünfte kommt man schon mal nicht ohne persönliche Einladung. Wenn wir unser Angebot den verschiedenen Flüchtlingsorganisationen präsentierten, waren die zwar von unserer Idee begeistert, vertrösteten uns aber meist auf einen späteren Zeitpunkt, da viele Erstunterkünfte noch im Entstehen begriffen waren und auch die frisch in Hamburg angekommenen Bewohner sich erstmal sortieren und einleben mussten. Damit schien unser Projekt wenn auch nicht komplett gestorben, doch zunehmend in weite Ferne zu rücken, wäre mir nicht zufällig beim Gründungsabend der Initiative „Wir im Quartier Winterhude“ im Goldbekhaus Nisihiti Tewolde begegnet. Ich hatte gerade in der Gruppe für die Sportangebote unseren Lauftreff vorgestellt, als es an die Tür klopfte. Nisihiti streckte ihren Kopf herein: „Ist das hier die Gruppe für Sprachunterricht?“ Sie war mir zuvor schon aufgefallen, als sie bei der Hauptversammlung berichtete, dass sie sich ehrenamtlich um Eritreer in einer Erstaufnahme in Langenhorn kümmerte. Als langjährige Hamburgerin und gebürtige Eritreerin beherrscht sie beide Sprachen und kann außerdem, was noch viel wichtiger ist, zwischen den Kulturen vermitteln. Eritrea, Läuferland, schoss es mir durch den Kopf und ich ergriff die Chance. „Sag‘ mal gibt es unter den Eritreern vielleicht Leute, die laufen wollen?“ Laufen? Sport sei sicher eine gute Idee, aber um die gesamte Alster? Chipzeitmessung? Eigentlich sei jetzt doch die Sprache erstmal wichtiger, zweifelte Nisihiti. Aber so schnell wollte ich nicht aufgeben, also holte ich alle erdenklichen Argumente für unseren Sport hervor und schlug zuletzt vor, den Eritreern unsere Idee persönlich vorzustellen, ablehnen könnten sie schließlich immer noch. Die Geflüchteten hätten doch gar keine Sportkleidung, zögerte Nisihiti. „Egal, das kriegen wir schon hin“, konterte ich, ohne die geringste Ahnung zu haben, wie wir die Leute ausstatten sollten. Immerhin schien Nisihiti nicht abgeneigt sich umzuhören und wir tauschten Telefonnummern aus. Als ihr Anruf ausblieb, hatte ich die Hoffnung endgültig aufgegeben. Doch wie es der Zufall wollte, lief mir Nisihiti plötzlich an einer U-Bahnhaltestelle wieder über den Weg. Wir begrüßten uns sofort herzlich. Sie habe meine Telefonnummer verloren, entschuldigte sie sich, aber sie habe sich umgehört und tatsächlich, es gebe Interessenten. Wir verabredeten ein Treffen im Goldbekhaus mit einigen Alsterrunnern und etwa 18 Eritreern. Da die Eritreer sich zwar im U-Bahnnetz einigermaßen auskannten, sich aber darüber hinaus in Hamburg noch nicht orientieren konnten, holte ich sie an der U-Bahnhaltestelle Kellinghusenstraße ab. Als ich mich auf den Weg dorthin machte, hatte ich keine Ahnung, wer mich dort erwarten würde. Alle Absprachen liefen bisher über Nisihiti, die ihnen beschrieben hatte, wie ich aussehe und dass sie mit mir mitkommen sollten, Englisch verstünden sie auch. In der Kellinghusenstraße angekommen, ließ ich meinen Blick suchend durch die U-Bahn-Station schweifen und entdeckte statt der angekündigten 18 Personen lediglich zwei, die äußerlich infrage kamen. Etwas unsicher sprach ich die beiden an und Volltreffer: als Wegahta und Teklebhran stellten sie sich mir vor. Wega was, Teklewer? Wow, ob ich mir diese Namen jemals würde merken können? Sind das jetzt Männer- oder Frauennamen? Später erfuhr ich, dass die Eritreer mit den deutschen Namen exakt dasselbe Problem haben. „Where are the others?“ „We don’t know.“ antwortete Teklebhran. Ich nahm das so hin und gewöhnte mich in Zukunft an solche Schwankungen. Denn bald lernte ich, wenn Teklebhran sagte „Ok, we will come.“, dass ich mich auf diese Aussage hundertprozentig verlassen konnte, auch wenn nie ganz klar war, wie viele „we“ sein würden.

Im Goldbekhaus angekommen, trafen wir Michael Brügmann und die weiteren Laufsportaktiven Thomas Mantay, Kirsten und Andreas Griess. Teklebhran, der ältere der beiden, sprach fließend Englisch und übersetzte Wegahta, was Michael ihnen über Alsterrunning auf seinem Laptop präsentierte. Ihre höflichen Mienen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie mit unserer Chipzeitmessung nichts anzufangen wussten. Entsprechend zurückhaltend war ihre Reaktion. Außerdem stellte sich zu unserem Erstaunen heraus, dass sie die Alster gar nicht kannten, obwohl sie schon seit etwa drei Monaten in Hamburg waren. Dennoch ließen sich die beiden bereitwillig und vielleicht auch nur aus der für sie typischen Höflichkeit für ihren neuen Alsterrunning-Account fotografieren, nahmen ihre Chips und gespendete Laufschuhe entgegen.

Viele Monate später erzählte mir Teklebhran er sei damals eigentlich nur zum Übersetzen mitgekommen. Denn mit dem Laufen hatte er längst selbst in Dänemark, eine der vielen Stationen seiner Flucht, begonnen und so, seinem von Warten geprägtem Tagesablauf Struktur gegeben. Dass er dafür jetzt extra an die Alster fahren und einen Chip tragen sollte, leuchtete ihm nicht ein, zumal es doch völlig egal sei, wie schnell man laufe. Wiedermal so eine verrückte Idee der Deutschen. Unsere Schilderungen machten ihn dann aber doch neugierig und so ist ausgerechnet Teklebhran derjenige, der wirklich jedes Mal bis heute zum Lauftreff kommt, nie krank ist oder keine Lust hat. Nur ein einziges Mal, da war er auf Verwandtenbesuch.

Schon bei unserem ersten Treffen wurde klar, dass wir so gut wie nichts über Eritrea geschweige denn den Alltag von Geflüchteten in Deutschland wussten. Entsprechend löcherten wir die beiden mit Fragen. Sie erklärten uns, dass ihre Muttersprache Tigrinya sei. Diese semitische Sprache wird in Eritrea und Äthiopien von etwa 9 Millionen Menschen gesprochen und hat eine eigene Schrift Ge’ez genannt. Für uns sieht sie in etwa wie eine Aneinanderreihung von tanzenden Strichmännchen aus.

Aus Eritrea seien sie geflohen, weil dort kein freies Leben möglich sei. Das kleine Land am Roten Meer liegt gleich neben dem Land der Läuferlegende Haile Gebrselassie Äthiopien. In Eritrea herrscht eine Diktatur, bei der willkürliche

traditionelles Kaffeegeschirr

Tötungen, Verschleppungen und Folter an der Tagesordnung sind. Schwerwiegend gerade für die Männer ist der lebenslange Militärdienst, zu dem sie gezwungen werden, und der ihnen jegliche freie Berufswahl und ein selbstbestimmtes Leben verwehrt. Aus diesen Gründen fliehen monatlich bis zu 5000 Menschen aus Eritrea. Und zwei davon saßen nun vor uns und erzählten von ihrer gefährlichen Flucht zunächst nach Sudan, durch die Sahara nach Libyen und der oft mehrtägigen Fahrt im Boot über das Mittelmeer. In den folgenden Monaten hörten wir noch viel mehr Details und all die grausamen Geschichten, von denen wir vormals nur aus der Presse gehört hatten, bekamen nach und nach reale Gesichter. Bis heute frage ich sie immer wieder, ob sich dieser gefährliche Weg gelohnt habe, ob ihr neues Leben es wert sei, all diese Strapazen in Kauf genommen zu haben. Meist wird mir verständnislos und unmissverständlich „natürlich!“ entgegengeschmettert.

traditionelles eritreisches bzw. äthiopisches Essen

Unser Treffen endete mit Teklebhrans und Wegahtas Zusage, beim Nikolauslauf dabei zu sein und weitere Interessierte mitzubringen. Und so wartete ich am 6. Dezember 2015 zusammen mit Nisihiti an der Haltestelle Klosterstern auf die Gruppe künftiger Läufer. Schließlich wurde die Zeit knapp und Nisihiti rief Teklebhran an. Obwohl ich nichts verstand von dieser rollenden, hüpfenden Sprache, begriff ich, dass es ein Problem gab und wurde nervös. Und tatsächlich die Jungs warteten an der an der falschen Haltestelle, Kellinghusenstraße. Sie hatten das Wort „Klosterstern“ nicht verstanden und auch nicht mit dem Schriftbild überein bringen können. Mir sank das Herz in die Hose. Um 14 Uhr sollte der Lauf losgehen, der NDR war eingeladen worden, Michael wartete darauf, dass ich die Eritreer mitbrachte und wir hatten kaum noch 15 Minuten bis dahin. Nisihiti tat ihr Bestes zu erklären, dass sie wieder in die U1 einsteigen und dann eine Haltestelle später wieder aussteigen sollten. Hoffentlich nehmen sie die richtige Richtung, dachte ich. Zumindest Teklebhran gelang es mit seiner Gruppe, Wegahta dagegen war mit seinen Leuten irgendwo im öffentlichen Nahverkehr verloren gegangen, aber darauf konnten wir jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Denn es war bereits kurz vor zwei, als etwa 15 junge Männer mit hängenden Schultern und misstrauischem Blick aus der Bahn stiegen. Ihre Kleidung bestand ganz offensichtlich aus zusammengewürfelten Spenden, sie machten einen abgekämpften Eindruck und wirkten völlig verloren. Obwohl sie eher bedrückt wirkten, füllten sie den ansonsten ruhigen Bahnsteig im Klosterstern mit einer beachtlichen Kulisse aus fremdklingenden Lauten. Also, „let’s go, follow me“ rief ich. Irritiert und verständnislos folgte mir der Trupp. Ich wusste damals nicht, dass nicht alle Englisch verstanden. An der Alster angekommen, waren die Alsterrunner bereits am Start und mit Alsterrunning-T-Shirts ausgestattet. Jetzt musste alles schnell gehen. Michael war zum Startschuss bereit und die Jungs sollten doch auch noch Alsterrunning-T-Shirts bekommen. Einige Alsterrunner bemerkten geistesgegenwärtig, dass es nicht genug T-Shirts für die Jungs gab und plötzlich zog einer nach dem anderen das eigene T-Shirt aus und gab es je einem Eritreer. Mit dieser Geste war das Eis gebrochen und der Ehrgeiz der Jungs geweckt. In Jeans, Straßenschuhen und Alsterrunning-T-Shirts drehten sie ihre erste Alsterrunde. Nisihiti meinte später, sie habe die Jungs zuvor noch nie so ausgelassen erlebt, wie an diesem Nachmittag.

Wir saßen noch länger bei Glühwein zusammen, schließlich war auch Wegahta mit seiner verlorenen Truppe dazugestoßen. Mit diesem Lauf war unser ‚Running Club‘, wie wir ihn später nannten, begründet. Vor uns lagen noch viele Herausforderungen, wir brauchten zunächst einen abschließbaren Raum, in dem die Leute sich umziehen und ihre Wertsachen lagern konnten. Denn von Langenhorn bis zur Alster war es ein weiter Weg und besonders im Winter musste man Wechselkleidung deponieren können. Und natürlich benötigten wir vor allem Laufkleidung und Schuhe. Hier zeigten sich die Alsterrunner spendenfreudig, wenn auch die Herrengröße S so gut wie nie vertreten war und wir zum Teil auf Damenkleidung ausweichen mussten.

Endlich: wir haben einen neuen Treffpunkt gefunden!

Die Schuhe waren und sind allerdings das größte Problem und daran wäre vielleicht auch alles gescheitert, wenn nicht das Laufwerk hier immer wieder großzügig bereit gewesen wäre uns Schuhe zu spenden. Regelmäßige finanzielle Unterstützung bekamen wir auch ein Jahr lang vom Goldbekhaus und der Initiative „Wir im Quartier“.

Die Gruppe zusammengehalten hat anfangs vor allem Teklebhran, der die Anderen bei Wind und Wetter motivierte. Ebenfalls bis heute immer dabei ist Thomas Mantay, der mit den Jungs anfangs ordentlich geballert hat und inzwischen zu einem Freund und Ansprechpartner geworden ist. Wenn „Herr Thomas“, wie sie ihn früher nannten, doch mal aus irgendeinem Grund verhindert war, versetzte das die Jungs regelrecht in Aufregung. Das alles aufzubauen, war schwieriger als gedacht und hinter uns liegen mehr als 120 bewegte Trainingseinheiten, in denen wir viel erlebt haben: drohende Abschiebungen, Transfers in andere Camps und Städte, Krankheiten und immer wieder mussten und müssen wir neue Räume finden, in denen wir uns umziehen können. Denn inzwischen lebt zwar keiner mehr im Grellkamp in Langenhorn, dafür aber in Altona, Neugraben oder Wandsbek. Trotzdem hält der lange Weg nicht davon ab, an die Alster zu kommen. Bis heute wird mit Leichtigkeit und Spaß gelaufen, egal welches Wetter, egal welche Kleidung. Gerade im ersten Winter hatten sie oft weder Mützen noch Handschuhe. Damals wurden sie von einigen Hartgesottenen Alsterrunnern wie MatsIsler, Bremslauefer oder DuracellShirin unterstützt, die sich auch von unseren ersten Terminen montags um 20:45 Uhr, nach dem Sprachkurs der Jungs nicht abhalten ließen. Wenn auch heute nicht mehr alle aus den Anfangstagen dabei sind, haben wir doch noch zu vielen von ihnen Kontakt. Darüberhinaus hat sich seit Dezember 2015 eine feste Gruppe von etwa fünf Leuten herauskristallisiert. Die bisher unangefochtene Bestzeit hält Merhawi mit 25:11, die er auch mal eben so nach mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt raushaut und generell ohne Training, weil er einfach lieber Fußball spielt. Das ist bei Aron anders, er trainiert inzwischen bei Hamburg Running und entdeckte seine Laufleidenschaft bereits in seinem ersten Camp in München. Deshalb war er auch gleich Feuer und Flamme, als er vom Lauftreff an der Alster hörte und inzwischen hat er allein an der Alster 1188 Trainingskilometer absolviert. Die deutsche Sprache dagegen war anfangs nicht so sein Ding, da griff er lieber auf seinen „Actiontalk“ zurück, wie es die Anderen scherzhaft tauften. Doch irgendwie war klar, dass sein erster deutscher Satz „Ich liebe laufen!“ sein musste.

Geflüchtete Musiker_innen und (Musik-)Pädagog_innen aufgepasst!

Die Stiftung Kultur Palast bietet ein Qualifizierungsprojekt für Musiker_innen und (Musik-)Pädagog_innen, die aus Ihrem Heimatland flüchten mussten und nun in Deutschland ihren Berufseinstieg planen. Kurz gesagt geht es um musikalische Früherziehung in Zusammenarbeit mit Hamburger Kitas und der HAW Hamburg. Eingebettet ist das Ganze in den Bundesfreiwilligendienst. Die Weiterqualifizierung dauert insgesamt 18 Monate und startet bereits am 1. September 2017. Der Arbeitsumfang beträgt 25 Wochenstunden. Wer noch nicht perfekt Deutsch spricht, muss sich keine Sorgen machen, denn es besteht die Möglichkeit zusätzlich 14 Stunden in der Woche einen Sprachkurs auf B2-Niveau zu besuchen. Ziel dieser Maßnahme ist es im Anschluss in Hamburger Kitas zu unterrichten. Interesse geweckt? Dann einfach die folgenden Unterlagen downloaden und bei der Stiftung Kultur Palast melden:

Stiftung Kultur Palast Hamburg
Öjendorfer Weg 30a, 22119
Persönliche Auskunft unter Tel.: 040-822 45 68 29
E-Mail: ime@kph-hamburg.de

Ausschreibung_final IME Projektinfo_externe Kitas Steckbrief

 

Bildung für alle! e.V. ermöglichte PC-Kurse

Die besten Ideen ergeben sich meistens im Gespräch. So war es auch, als ich eines Tages meiner Freundin Svenja erzählte, dass mir aufgefallen war, dass die Eritreer aus unserem Lauftreff kaum Erfahrungen mit der Arbeit am PC hatten. Auch das Smartphone dient vor allem zum Kontakthalten mit der weltweit verstreuten Verwandtschaft und weniger dazu die technischen Funktionen auszuschöpfen. Immer wieder wurde ich bei unseren wöchentlichen Läufen gefragt, ob ich nicht eine Idee hätte, wo sie den Umgang mit dem PC lernen könnten. Denn über eigene Computer verfügen die Geflüchteten in der Regel nicht, zumal sie dafür in ihren Übergangsunterkünften keinen Platz haben. Bestenfalls bekommen Einzelne einen alten Laptop gespendet, das ist jedoch die absolute Seltenheit. „Ich kenne da jemanden, der könnte helfen…“ erwiderte meine Freundin und stellte mir wenig später Claudia Cravaack vom Verein Bildung für alle! e.V. vor. Kurzerhand schrieben Svenja und ich einen Antrag für einen Computerkurs nur für Eritreer. Dabei ging es nicht um ein Ausschlussprinzip, sondern vielmehr darum eine homogene Lerngruppe zu schaffen, mit gleichen Vorkenntnissen und Voraussetzungen. Bildung für alle! e.V. und Claudia Cravaack stellten in kurzer Zeit einen Computerkurs auf die Beine, der an zwei Abenden in der Woche in den Räumlichkeiten der Volkshochschule in der Mönckebergstraße stattfand. Geleitet wurde der Kurs von dem Informatiker Samson Tesfai und startete im Januar diesen Jahres. So hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit über ein halbes Jahr Computerkenntnisse zu erwerben in einem individuell auf sie zugeschnittenen Rahmen. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv, auch wenn sich die Gruppe am Anfang erst einmal sortieren musste. Es bildete sich jedoch rasch ein harter Kern von Interessierten heraus. Da das Angebot gut angenommen wurde, erklärte sich Samson Tesfai bereit nach Abschluss des ersten Kurses einen Aufbaukurs anzubieten. Bildung für alle! e. V. hat dieses Programm professionell, unkompliziert, zeitnah und mit Blick auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden realisiert. Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, solche Angebote aus der Praxis heraus mit den Geflüchteten gemeinsam zu entwickeln. Wenn sich die richtigen Leute miteinander vernetzen, austauschen und aufeinander einlassen, können spannende Projekte entstehen, die gerne angenommen werden.

Gesang der Kulturen

In der VHS in der Schanze gibt es seit März 2016 ein offenes Gesangsangebot.
Der „Gesang der Kulturen“ trifft sich jeden Donnerstag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr in der VHS in der Schanze.
Hier singen Geflüchtete und Hamburger gemeinsam Lieder aus allen Teilen der Welt –  Jede/r kann etwas einbringen.
Das Angebot ist kostenlos und wird von Bildung für alle! e.V. finanziert. Den Raum stellt die VHS zur Verfügung.
Lust mitzumachen? Weitere Infos gibt findet Ihr auf der  Homepage und auf dem Flyer.

 

Wie leben Frauen in Syrien?

Kursangebot der Hamburger Volkshochschule: Frauen in Syrien

Religion, Sprache, Bildung, Arbeit und Einkommen: In Syrien leben sehr unterschiedliche Frauen. Wie sehen ihre gesellschaftlichen Situationen aus?  Was hat sich mit dem Ausbruch der Revolution 2011 verändert? Die syrische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Rosa Hassan Yassin lebt seit 2013 in Hamburg und führt in das Thema ein. Sie erläutert Hintergründe wie das Familienrecht und informiert über verschiedene Frauenorganisationen und die politische Präsenz der Frauen in Syrien. Der Kurs wird zweisprachig auf Deutsch und Arabisch durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher bitte anmelden unter 040 428414284.

Sternschanze, VHS-Zentrum Mitte, Schanzenstraße 75
3221MMM07, Rosa Yassin Hassan
kostenlos, 3 UStd., 1 Term.
Do., 13.7.17, 17-19.30 Uhr

In Kooperation mit Bildung für alle! e.V.

Die Saison läuft

Es war ein harter Kampf zwischen Aron Weldegergis und Jannis Weidmann über 5 km am Sonntag den 26.3.17 in Wandsbek. Der Alsterrunner Aron, der inzwischen für den neu gegründeten Verein ‚Hamburg Running‘ trainiert, konnte sich bei der Wandsetaler Runde mit einer Zeit von 16:48 min den zweiten Platz mit einem knappen Rückstand von zwei Sekunden zum Erstplazierten sichern. Nach den beiden Raketen herrschte im Zielbereich zunächst gähnende Leere. Erst nach gut 1,5 Minuten folgte der Drittplazierte. Damit setzt Aron seinen Erfolgskurs weiter fort. Bereits am Wochenende zuvor am 19.3.17 stürmte er im Rahmen der Bramfelder Winterlaufserie auf den zweiten Platz über 10,046 km in einer Zeit von 35:15 min. Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil Aron verglichen mit anderen Leistungssportlern mit seinem Trainingsumfang ganz schön under-equipped ist. Um optimal und vor allem gesund zu trainieren, benötigt man z. B. mehrere Paar Laufschuhe, wie viele genau ist natürlich auch von individuellen Bedürfnissen abhängig. Für Aron hieße es grob kalkuliert einen Wettkampfschuh für Straßenläufe zu haben, einen für Crossläufe, zwei Paar gut gedämpfte Schuhe für längere Strecken, die man im Wechsel tragen kann, und einen Bahnschuh für schnelle Intervalleinheiten auf der, wie der Name schon sagt, Bahn. Und klar je mehr man läuft, desto häufiger müssen die Schuhe ausgetauscht werden. Auch hier gibt es keinen exakten Richtwert, aber man geht von 600-1000 gelaufenen Kilometern aus, die bei einem Leistungssportler schnell erreicht sind. Laufbegeisterte wissen, wie teuer Laufschuhe sind und deshalb hat Aron genau einen Schuh für Wettkampf und Training sowie einen Bahnschuh, letzteren hat er freundlicherweise vom Laufbekleidungsgeschäft ‚Laufwerk‘ geschenkt bekommen. Auch bei der Laufbekleidung muss Aron vor allem eins: improvisieren. Aber das konnte ihn bislang nicht vom Laufen abhalten und deshalb dürfen wir gespannt sein, was diese Saison noch bringen wird und wünschen viel Erfolg!

Heute: Welcome Movie

Am 15. März um 19:30 Uhr laden wir wieder zum gemeinsamen Kinoabend im Goldbekhaus ein. Da Veranstaltungen der nichtgewerblichen Filmarbeit einem Werbeverbot unterliegen, könnt Ihr Euch überraschen lassen oder den Filmtitel telefonisch erfragen unter: 040/278702-0.
Als Teaser können wir so viel verraten: die New York Times nannte ihn den „vielleicht wichtigsten Film, der jemals gedreht wurde.“ Der Eintritt ist wie immer frei.

‚Departed – Unter Feinden‘ sorgt für Diskussion

Beim Jahresauftakt der Welcome Movies zeigten wir ‘Departed’, den blutigen Gangsterstreifen des dafür mit einem Oscar ausgezeichneten Regisseurs Martin Scorsese. Der Film setzte sich im Dezember bei der Publikumswahl knapp gegen den mehr oder weniger zum selben Genre gehörenden ‚Bube, Dame, König, GrAS‘ von Guy Ritchie durch. Nach der gestrigen Vorstellung wurden von Seiten einiger Ehrenamtlicher (nicht zum ersten Mal) kritische Stimmen wegen Gewaltszenen laut. Die Frage kam auf, ob den Geflüchteten, von denen viele traumatisiert sind, solche Filme überhaupt zuzumuten seien?
Wir im Welcome‑Movie‑Team, das sind Kathleen, Adrian und ich (Sabine), haben selbst Kontakt mit Geflüchteten und sehen das eher entspannt. Ich von meiner Seite kann berichten, dass mich manche Eritreer aus unserer Laufgruppe verschiedentlich nach Action-Filmen gefragt haben und auch der gestrige Film gut bei ihnen ankam. Traumata waren da bislang kein Thema. Da mag es jedoch andere Erfahrungen geben.

Die Ursprungsidee unserer Veranstaltung vor fast einem Jahr war, Leuten die Möglichkeit zu geben deutschsprachige Filme in Kinoatmosphäre zu sehen und Kontakte zu knüpfen. Am Anfang fiel unsere Auswahl dann auch erstmal auf deutsche Filme – klar so konnten wir nebenbei auch noch ein paar Geschichten über Land und Leute erzählen. Aber Kino ist nunmal vielmehr als deutscher Film und so haben wir das Spektrum erweitert und gleichzeitig beschlossen Euch jeden Monat die Möglichkeit zu geben aus einer Handvoll Filme Euren Publikumsliebling zu wählen. Filmwünsche von Euch sind uns dabei sehr willkommen: Ihr könnt sie uns persönlich oder unter wir-im-quartier@goldbekhaus.de mitteilen.
Für uns zählt der Spaß am gemeinsamen Kinoerlebnis und wir meinen, dass jede/r selbst entscheiden sollte, was sie oder er sich zumuten möchte. Wie seht Ihr das? Habt Ihr eine Meinung oder Erfahrungen zum Thema Gewalt in Filmen und Traumata?

Erster Movie im Neuen Jahr

Die Welcome Movies sind zurück mit der ersten Vorstellung im Neuen Jahr. Wer Informationen über den Film haben möchte, ruft bitte unter 040/278702-0 an. So viel sei gesagt, es wird ein aufregender Abend, der allerdings diesmal nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren geeignet ist. Das kann sich natürlich schon bei unserer nächsten Filmvorstellung wieder ändern. Das habt ihr in der Hand, denn auch morgen Abend könnt ihr wählen, welchen Film ihr beim nächsten Mal sehen wollt. Also seid dabei: Mittwoch, 18. Januar um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof. Wir sehen uns!

Weihnachten beim Welcome Movie

Morgen um 19:30 Uhr ist es wieder soweit. Wir zeigen den von Euch gewählten Film und freuen uns darauf, das Jahr mit Euch gemeinsam in weihnachtlicher Stimmung mit Glühpunsch und Leckereien ausklingen zu lassen.
Auch im nächsten Jahr werden wir die Reihe Welcome Movie fortsetzen und haben uns Einiges für Euch ausgedacht. Was, wo, wann und wie, erfahrt Ihr morgen Abend, also kommt vorbei, feiert mit uns Weihnachten und lasst Euch überraschen.

Raum zur Computernutzung gesucht!

Für 10 Computer, die aus Spenden des Fördervereins der VHS ‚Bildung für alle! e. V.‘ vom  finanziert werden, wird ein Raum gesucht, in dem diese von Geflüchteten genutzt werden können. Die Computer sollen den Geflüchteten für Selbstlernprojekte zur Verfügung stehen und können gleichzeitig auch für Kursangebote für Geflüchtete verwendet werden. Wer also einen Raum kennt oder zur Verfügung stellen kann, der groß genug und langfristig nutzbar ist, meldet sich bitte unter wir-im-quartier@goldbekhaus.de.

Nachgefragt!: Sabine

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ich habe vor einem Jahr mit einem Lauftreff für Geflüchtete angefangen, der einmal die Woche stattfindet. Daraus entwickelte sich dann schnell mehr: abgesehen von patenschaftsähnlichen Aufgaben konnte ich gemeinsam mit den Geflüchteten auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Angebote entwickeln. So ist z. B. die Reihe ‚Welcome Movie‘ entstanden. Die Geflüchteten hatten mir damals berichtet, dass sie in ihren Unterkünften weder Fernsehen noch Computer haben und somit kaum Gelegenheit hätten, deutsche Sprache zu hören.
Mein neuestes Projekt ist ein Computerkurs, den ich gemeinsam mit einer Freundin beantragt habe und der hoffentlich im Dezember einmal wöchentlich stattfinden wird.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Indem ich mir überlegt habe, was ich selbst gerne mache und daher mit anderen teilen würde und das ist der Laufsport. Über ein Treffen der der Initiative „Wir im Quartier“ habe ich dann Nisihiti kennengelernt, die mir den Kontakt zu damals in Langenhorn untergebrachten Eritreern hergestellt hat.

3) Warum engagierst du dich?

Weil ich die Gesellschaft aktiv mitgestalten möchte.

 4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Das variiert je nachdem, was gerade anfällt. Mindestens jedoch acht Stunden die Woche.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

An meinem Engagement selbst nichts. Schwierig finde ich eher, dass der Tag nur 24 Stunden hat 😉

 6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Die positive Haltung, der starke Wille, die hohe soziale Kompetenz und die Zuverlässigkeit meiner Laufkollegen beeindrucken mich sehr.  Sie haben meinen Horizont erweitert und ich habe gelernt Dinge auch mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Eines Tages kam ein junger Kasache zu unserem Lauftreff. Er lief mit Jeans und Straßenschuhen mit uns um die Alster, was erstmal nichts Ungewöhnliches ist, da die meisten Teilnehmer anfangs keine eigene Sportkleidung besitzen. Einer unserer eritreeischen Läufer, der mit ihm in derselben Unterkunft lebte, hatte ihn mitgebracht. Dieser Eritreer sprach jedoch damals weder Deutsch noch Englisch, so dass er sich mit dem Kasachen gar nicht verständigen konnte. Auf meine Frage, wie unser Läufer ihm überhaupt von unserem Treff erzählt habe, antwortete der junge Mann lachend, der Eritreer habe ihn wild gestikulierend aufgefordert mitzukommen und den Eindruck erweckt, als stünde ein unglaublich wichtiger Termin an. Der Kasache sei daraufhin so verunsichert gewesen, dass er sich entschieden habe, dass es besser sei, den Termin nicht zu verpassen und seinem eritreeischen Freund zu folgen. Jedenfalls staunte er nicht schlecht, als er sich plötzlich in einer Umkleide wiederfand und ohne Sportkleidung um die Alster laufen sollte. Ab dann kam er jede Woche, bis er leider nach Bayern verlegt wurde.

 8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Auf jeden Fall.

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Gelassener sein und den Vorurteilen von manchen Deutschen rigoroser begegnen. Mit dem heutigen Wissen würde ich teilweise andere Prioritäten setzen und meine Energie in die wirklich wichtigen Angelegenheiten stecken. Es gibt immer so viel zu tun und so viele Anliegen, dass man erst mit der Zeit lernt die jeweilige Relevanz besser einzuschätzen.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Überlegen, was man gerne tut und wohinter man steht. Denn wenn man sich selbst für eine Sache begeistert, dann begeistert man auch andere dafür. Und dann einfach anfangen, mit einer gewissen Leichtigkeit, ohne große Erwartungen, mit Geduld, Gelassenheit und Einfühlungsvermögen. Lasst den Leuten Zeit, sich für eure Angebote zu interessieren, geht immer wieder auf sie zu und fragt sie nach ihren Bedürfnissen und Interessen. Wer konkrete Angebote machen möchte, sollte diese flexibel gestalten, um auf spezielle Umstände und Bedürfnisse der Geflüchteten reagieren zu können, die man im Vorfeld nicht einkalkulieren kann.

Nachgefragt!: Jörn

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Seit September leite ich ein spannendes Kunst-Projekt für Menschen aller Kulturen. Da geht es darum, vier künstlerische Bereiche kennenzulernen, in diese einzutauchen und jeweils einiges der jeweiligen Ausdrucksmittel auszuprobieren. Das sind „Kreatives Schreiben“ von literarischen Texten, Fotografie, Malerei und Theater in Form von kleinen Improvisationen und szenischen Momenten. Dieses Projekt findet einmal wöchentlich abends statt.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich leite seit langem eine Theatergruppe für Menschen mit und ohne Behinderungen am Goldbekhaus. Im Frühsommer dieses Jahres gab es eine Feier des Goldbekhauses. Da wurde ich darauf aufmerksam, dass auch das Goldbekhaus sich mit Projekten und Angeboten für und mit Geflüchteten engagiert. Ich habe in den vielen Jahren meiner künstlerischen und kulturellen Tätigkeit mit allen möglichen Zielgruppen und Alterstufen gearbeitet, alt bis jung, mit und ohne Behinderungen (inklusiv), Laien und Profis, mit und ohne Migrationshintergrund (z. B. türkische Jugendliche). In meiner Zeit in der Jugendbildung gab es Seminare mit polnischen, lettischen Teilnehmern oder auch deutsch-italienische Begegnungen. Aber erstaunlicherweise hatte ich noch nie explizit mit bzw. für Geflüchtete etwas gemacht. Ich war neugierig geworden, das jetzt endlich und einfach mal zu machen. Im Smalltalk auf dem Fest ergaben sich dann die ersten Ideen.

3) Warum engagierst du dich?

Ich hatte wie jeder andere durch die großen Flüchtlingswellen und die große mediale Präsenz der vielen Ereignisse natürlich und im Prinzip passiv viel davon mitbekommen, dass es eben viele Geflüchtete in Deutschland gibt. Letztes Jahr bin ich an einem damaligen großen Zeltdorf in der Nähe des Volksparkstadions vorbeigeradelt. Sah hinter dem Zaun die vielen Menschen. Es hat mich also schon beschäftigt. Man braucht immer einen Impuls, etwas zu machen. Nun, ich lebe auch von den Projekten, die ich mache. Aber es war einfach die Neugier, das Interesse, einfach direkt in Berührung zu kommen. Und über das Fest am Goldbekhaus kam dann eben der aktive Schritt. Für mich ist dieses Projekt also viel mehr als nur ein neuer Auftrag. Ich lerne so viel Neues, das ist wunderbar!

 4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

 Die reine Gruppe dauert rund drei Stunden pro Woche. Dazu Auf- und Abbau sowie die Vor- und Nachbereitung, Besorgung von Material, An- und Abfahrt. Am Anfang war auch viel Zeit für Werbung notwendig. Also im Schnitt so 25 Stunden im Monat.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

 Nichts.

 6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Ich bin ganz einfach begeistert von der Begeisterungsfähigkeit der Teilnehmer aus Eritrea. Sie sind sehr interessiert, offen und wissbegierig. Großen Respekt habe ich auch davor, dass sie trotz eines Aufenthaltes von nur einem Jahr so gut Deutsch sprechen und verstehen können. Beim Schreiben stoßen wir manchmal auf Wörter, die im Alltag hier mit Behörden und Co so gar keine Rolle spielen. Aber jedes unbekannte Wort hat seine Wichtigkeit. Wie das Wort „Hängebrücke“ zum Beispiel. Richtig toll ist auch, dass eigentlich sofort eine Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Schaffens zwischen den deutschen und eritreischen Teilnehmern da war.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Beim Schreiben ist ein Ansatz, Schreibanregungen zu geben. Am Tag der Wahl von Trump fand abends die Gruppe statt. Wie viele andere war ich sehr entsetzt und auch wütend über das Ergebnis. Emotionen sind für Texte, Szenisches oder auch Fotos sehr dankbar. So war dann meine Idee, ich zeige den Leuten ein Foto von Trump. Ich dachte, nun kocht es über, super, da können wir dann feurige kleine Textstücke darüber machen und spannungsreiche Fotos. Nun, bei einigen Deutschen war dann schon eine gewisse Empörung da (die Nachricht war mittlerweile auch schon 8 Stunden alt). Aber bei den Teilnehmern aus Eritrea, die alle Trump auch kannten und auch das Wahlergebnis, blieb es ruhig. Ganz nüchtern und gelassen schrieben sie einige Textfragmente dazu. Einer nutzte das Foto und beschrieb ihn einfach als Geschäftsmann und seine Kleidung. So wie man mit künstlerischer Freiheit einfach eine Beobachtung ganz anders nutzt. Die Emotionen für die inszenierten Fotos dann mussten wir jedenfalls ganz anders herstellen, ohne Trump. Und das Aha-Erlebnis war, abwarten und mehr Gelassenheit mit „dem“.

 8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

 Ja, das macht Lust auf mehr!

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

 Vielleicht ein klein wenig mehr Gelassenheit, das wird schon. Vielleicht noch ein paar weitere direkte Wege suchen, um Teilnehmer darauf aufmerksam zu machen. Aber insgesamt, war der Weg schon passend, so wie er sich entwickelt hat.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Einfach machen und sich mitnehmen und überraschen lassen. Und vielleicht aber auf jeden Fall auch mit Leuten plaudern, die einfach schon den ersten Schritt gemacht haben.

Online-Bildungsplattform für Geflüchtete

Vor über einem Jahr hat Vincent Zimmer ein Start-up ins Leben gerufen, das es Geflüchteten ermöglichen soll, sich auf die Uni vorzubereiten. Bislang können Teilnehmer sich für vier verschiedene Fächer anmelden: BWL, Ingenieurswesen, Informatik und Sozialwissenschaften. Das Studium ist vollständig online durchfürbar und die Studenten erhalten Punkte, die sie sich später an regulären Universitäten anrechnen lassen können, so sieht es das Konzept zumindest vor. Damit sollen Geflüchtete die lange Zeit des untätigen Wartens sinnvoll nutzen können. Alle Studieninhalte werden auf Englisch vermittelt und als Zulassungsvorraussetzung muss lediglich der Flüchtlingsstatus nachgewiesen werden. Aktuell studieren rund 1500 Geflüchtete bei Kiron, Vincent hofft allerdings, die Studentenzahl in den nächsten Jahren auf über 50 000 steigern zu können.

Einen aktuellen Bericht über Kiron findet Ihr in der Süddeutschen.

Alles Weitere erfahrt Ihr auf der Homepage von Kiron.

Welcome Movie oder manchmal kommt es anders…

Als ich gestern beim Zahnartz war, schob die Arzthelferin mit einem entschuldigenden Lächeln einen rotbesprenkelten Anamnesebogen in meine Richtung über die Theke mit den Worten: „Das ist kein Blut, unser Drucker spinnt.“ Während ich den Bogen ausfüllte, brauchte die Arzthelferin mehrere Anläufe, um meine Chipkarte einzulesen: „Entschuldigen Sie, irgendwie will das Kartenlesegerät gerade nicht so, wie ich will.“ Wenig später stand ich vor dem Röntgengerät, den Kopf fest in eine Halterung eingespannt und dabei auf einen Plastikkeil beißend. Auf das „jetzt geht’s los“ der Röntgenassistentin folgte: nichts. Nervös wurden Knöpfe gedrückt, die Maschine wieder aus‑ und eingeschaltet, Verstärkung geholt. „Geht’s noch bei Ihnen?“ wurde mit besorgtem Unterton gefragt. „Mhm“ bejahte ich mit festgezurrtem Kopf und zusammengebissenen Zähnen. „Es tut uns wirklich leid, irgendwas stimmt heute mit der Technik nicht.“ Wie recht sie mit diesem Satz hatte, konnte ich noch nicht ahnen, als ich mich auf den Weg zum Goldbekhaus zum gestrigen Welcome Movie machte.

Dort angekommen, stieß ich auf verschlossene Türen und einige enttäuschte Eritreer, die mich fragten, ob das Kino heute gar nicht stattfinde? Zwar hatte mich kurz vorher die Nachricht erreicht, dass eine unserer Hauptorganisatorinnen ein übler Infekt erwischt hatte, aber ins Wasser fallen würde der Kinoabend deshalb nicht. Also machte ich mich auf, um die restliche Movie-Crew zu suchen und fand lediglich einen hektisch telefonierenden Adrian, der mir eröffnete, dass nicht nur weitere Helfer ausfielen, sondern zu allem Überfluss auch noch unser Techniker krank geworden war. Zu diesem Zeitpunkt blieben uns noch 45 Minuten, um Knabbereien und Getränke zu besorgen und am aller wichtigsten den Film ans Laufen zu bringen. Zum Glück erklärten sich die bereits anwesenden Zuschauer sofort bereit mit anzupacken, so dass wir trotz einer kleinen Verzögerung beginnen konnten. Wir starteten mit den Trailern der Wahl-Filme für unser Weihnachtsspecial am 21. Dezember. Die Abstimmung fiel sehr knapp für einen für alle Altersklassen tauglichen Weihnachtsfilm und gegen einen Action-Movie aus, was von Seiten einiger Jungs sehr bedauert, von anderer Seite jedoch mit Erleichterung zu Kentniss genommen wurde. Und dann ging endlich der Hauptfilm los. Gezeigt wurde diesmal wieder ein Stück Deutsch-Deutsche-Geschichte mit dem vielfach preisgekrönten Film aus dem Jahr 2006 von Florian Henckel von Donnersmarck ‚Das Leben der Anderen‘. Nur leider stellte sich in den ersten Minuten heraus, dass der Ton nicht über Stereo lief und daher viel zu leise war. Wir unterbrachen den Film und Adrian besorgte in Windeseile einen Laptop, der den DVD-Player ersetzen und das gewünschte Tonergebnis liefern sollte. Aber auch mit diesem Gerät Fehlanzeige. „Irgendwas stimmt mit der Technik heute nicht“ schoss es mir durch den Kopf.

Ungefähr zwei Laptops und vier DVD-Player später, als sich bereits einige Zuschauer höflich verabschiedet hatten und die übrigen alten und neuen Nachbarn völlig ins Gespräch vertieft waren, schaffte es Adrian doch noch Film und Ton in Einklang zu bringen. Inzwischen fand ich das fast schade, weil sich eine wirklich schöne Szenerie entwickelt hatte. Auf den Knien eines jungen eritreischen Mannes hatte es sich ein kleiner Junge aus Syrien bequem gemacht. Beide spielten einträchtig zusammen ein Spiel auf dem Handy und kommunizierten auf Deutsch. Hier und da hörte ich Fragen, wie „Gibt es in Eritrea eigentlich auch Kindergärten?“ und engagiertes Erzählen. Aber uns hatte der Ergeiz gepackt und wir wollten nach all den Mühen jetzt unbedingt den Film präsentieren. Nach über einer Stunde warten mit einem unglaublich geduldigen und hilfsbereiten Publikum war es Adrian gelungen, die verhexte Technik zu überlisten. So konnten etwa 20 Leute einen etwas anderen Welcome-Movie-Abend erleben, von dem eine Zuschauerin lachend meinte „Ach, so ist es doch wenigstens richtig spannend.“ Für mich schon zu spannend, deswegen vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Geduld und an Euch das Versprechen, dass wir beim nächsten Mal zum üblichen Standard zurückkehren und in gewohnter Qualität, ohne technische Pannen einen Film passend zur Weihnachtszeit präsentieren. Wir freuen uns darauf, das Welcome-Movie-Jahr bei Glühwein und Plätzchen gemeinsam mit Euch am 21. Dezember um 19:30 Uhr im Goldbekhaus ausklingen zu lassen und hoffen Ihr seid wieder alle mit dabei.

Hamburg braucht Eure Erfahrungen: Weiterentwicklung des Integrationskonzepts

Der Hamburger Senat hat 2013 ein sogenanntes Integrationskonzept verabschiedet, in dem „Leitlinien und Zielsetzungen für eine gute Integration zugewanderter Menschen“ festgesetzt wurden. Das Konzept wird nun weiterentwickelt und um den Punkt der „Erstintegration“ erweitert. Damit ist die Aufnahme und Eingliederung von Geflüchteten in die Gesellschaft in den ersten drei Jahren nach ihrer Ankunft gemeint. Dafür wendet sich die Stadt nun an Euch: Bis zum 15. Dezember 2016 könnt Ihr einen Fragebogen zu diesem Thema ausfüllen. Neben vorgefertigten Antworten zum Anklicken, habt ihr an anderer Stelle die Möglichkeit frei auf Fragen zu antworten und Eure individuellen Erfahrungen und Meinungen kundzutun. Gerade solche Informationen von der Basis, wie Ihr sie alle täglich macht,  helfen ein neues Konzept mitzugestalten, das den Bedürfnissen der Menschen in Hamburg gerecht wird. Nur so kann Integration gelingen. Mitmachen geht schnell und unkompliziert: folgt einfach dem Link.

Nachgefragt!: Nisihiti

Nisihiti ist in Eritrea geboren, seit über 20 Jahren in Deutschland und Hamburgerin. Gemeinsam hilft sie mit ihrem Mann den neuangekommenen Eritreern immer da wo es gerade nötig ist. So hat sie z. B. im letzten Jahr dafür gesorgt, dass die Eritreer binnen kürzester Zeit erste Sprachkurse besuchen konnten. Ihr Mann hat sich u. a. um Computerspenden und Sprachlehrsoftware in der Muttersprache Tigrinya gekümmert.

1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ich übersetze für eritreische Geflüchtete. Außerdem unterstütze ich sie im Alltag und sehe mich als Sprach- und Kulturvermittlerin.

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Ich bin von eritreischen Geflüchteten zufällig auf der Straße angesprochen worden, weil sie mich als Eritreerin erkannt habeb, mit der Bitte, für sie zu übersetzen. Die Not war sehr groß, da es nur wenige Menschen in Deutschland gibt, die sowohl Deutsch als auch Tigrinya auf Muttersprachniveau beherrschen.

3) Warum engagierst du dich?

Aus Mitgefühl. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, eine so anders strukturierten Sprache zu erlernen und sich gleichzeitig in einer völlig fremden Gesellschaft zurechtzufinden. Ich kann mich sehr gut in sie einfühlen, da ich vor vielen Jahren einen ähnlichen Weg gehen musste und weiß daher, dass sie meine Unterstützung brauchen und vieles alleine nicht bewältigen können.

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Kann ich nicht genau sagen, je nachdem was anfällt. Ich versuche aber ständig erreichbar zu sein.

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Dass wir es mit vielen traumatisierten Menschen zu tun haben, die viele Probleme mit sich herumtragen und sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Das belastet mich manchmal sehr.

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Für mich ist es positiv, dass ich mit Sabine einen Lauftreff ins Leben rufen konnte, der inzwischen seit einem Jahr einmal wöchentlich stattfindet. Darüber sind soziale Kontakte und Freundschaften entstanden. Das macht mich sehr glücklich.

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Als ich mit einigen der Jungs beim Stand up Paddeln war. Ich hatte das nie zuvor gemacht und konnte gar nicht richtig auf dem Brett stehen. Das hat Aron, ein junger Geflüchteter, gleich bemerkt. Daraufhin hat er mich voll engagiert, mit viel Verantwortung, aber auch Humor den ganzen Tag auf dem Board angeleitet und mich keine Sekunde aus den Augen gelassen.

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Ja, auf jeden Fall. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig. Für mich ist es praktisch zur Pflicht geworden.

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde mehr auf meine Grenzen achten.

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Zu allererst möchte ich mich bei all denen bedanken, die sich engagieren. Ich bin sehr glücklich, in einem Land zu leben, in dem die Menschen so mitfühlend sind. Das nehme ich nicht als selbstverständlich hin. Dass viele nicht anerkannte Geflüchtete, so auch jemand aus unserer Laufgruppe, von Hamburgern aufgenommen worden sind, hat mich sehr beeindruckt.
Grundsätzlich möchte ich die Leute ermutigen sich zu engagieren, denn wenn die Geflüchteten hier richtig ankommen, nützt das unserer Gesellschaft. Wenn sie sich mit unserer Hilfe integrieren können, sind sie keine Last, sondern ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Deshalb: Macht mit, wenn Ihr die Kraft habt, und nehmt auf beiden Seiten Rücksicht aufeinander.

Lesenswert: Ein Begegnungshaus von und für Neu- und Alt-NachbarInnen

Natürlich berichten wir hier in erster Linie über die Aktivitäten von WIQ, aber manchmal lohnt sich auch ein Blick nach links und rechts, z. B. nach Poppenbüttel zur Initiative ‚Poppenbüttel hilft e. V.‘. Im Rahmen einer Summer School entwickelten dort Geflüchtete sowie Auszubildende und Studierende aus verschiedenen Fachbereichen wie Architektur und Stadtplanung eine Begegnungsstätte für den Stadtteil. Hier sollen alle PoppenbüttlerInnen in Zukunft einen Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten haben. Der Bau kann nun mit Hilfe von 600.000 Euro aus Mitteln des Integrationsfonds durch die Bürgerschaft unterstützt werden. Er wird in Eigenregie von Geflüchteten und Alt‑HamburgerInnen gemeinsam realisiert, die sich hier auf Augenhöhe begegnen. Wir hoffen, dass dieses Projekt Schule macht und wünschen für den Bau alles Gute! Wenn Ihr mehr erfahren wollt, lest den Artikel im Hamburger Abendblatt oder werft einen Blick auf die Homepage von Poppenbüttel Hilft e. V.

Filmtipp: „My Escape/Meine Flucht“

Unter der Regie von Elke Sasse ist die ergreifende Dokumentation „My Escape/Meine Flucht“ aus Handymitschnitten von insgesamt 15 Menschen aus dem Syrien, Afghanistan und Eritrea entstanden. Die Geflüchteten schildern nicht nur die Missstände in ihrer Heimat und die Gründe für ihre Flucht, sondern sie präsentieren auch ihr Filmmaterial, das sie auf ihrer gefährlichen Reise aufgenommen haben. Der Film liefert einen authentischen Einblick in die Thematik und ist frei auf Youtube sowie in der ARD-Mediathek verfügbar.

My Escape / Meine Flucht. Dokumentarfilm des WDR. Regie: Elke Sasse. 2016, 90 Minuten, in deutscher Sprache / mit deutschen Untertiteln.

Lesenswert: Fortbildung ‚Digitale Medien‘

In unserem Lauftreff mit Geflüchteten erlebe ich immer wieder, wie wichtig es für die Neuangekommenen ist, sich eine neue, selbstbestimmte Existenz aufzubauen. Dazu ist die Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt notwendig, der sich je nachdem deutlich von dem des jeweiligen Herkunftslands unterscheiden kann. Daher ist das Interesse an beruflicher Orientierung und (Weiter‑)Qualifizierung bei den Neuhamburgern groß, wie der Ansturm auf entsprechende berufsbezogene Angebote in Hamburg immer wieder zeigt. Erst heute hat das Hamburger Abendblatt von einem erfolgreichen Projekt der Hamburg Media School (HMS) in Barmbek berichtet, in dem Geflüchtete, die bereits in ihrer Heimat als Journalisten, Blogger, Grafikdesigner oder in ähnlichen Medienberufen tätig waren, mit dem deutschen Mediensektor vertraut gemacht werden. Diese spendenfinanzierte Qualifizierung nennt sich „Digitale Medien für Flüchtlinge“ und läuft seit April 2016. Die Erfahrungen waren so positiv, dass die HMS kurzerhand einen zweiten Kurs gestartet hat, aber lest selbst, wie das Projekt läuft, worum es geht und wie es weitergeht: Wie Flüchtlinge in Hamburg zu Medienprofis werden!

Rund 70 Zuschauer beim Welcome Movie

Woohoo! Das war gestern ein toller Abend mit Euch. Deshalb ein riesen Dankeschön für Euer großes Interesse! Aus Organisatorenperspektive kann ich Euch verraten, dass wir jedes Mal bangen und bibbern, wie viele Leute kommen werden und ob der Film gut ankommt. Natürlich wollen wir mit den Filmen ein Stück deutsche Kultur und deutsche Sprache vermitteln, doch vor allem möchten wir Euch gut unterhalten. Das ist aber bei unserem heterogenen Publikum gar nicht so einfach, denn Humor kann schließlich interkulturell variieren und außerdem ist es gar nicht so klar, was von einem Film überhaupt rüberkommt, wenn die Sprache, in der er gezeigt wird, nicht vollständig oder sogar nur bruchstückhaft verstanden wird.

In den letzten sechs Monaten sind wir dann einfach volles Risiko gefahren und haben uns für eine möglichst vielfältige Auswahl entschieden, wofür wir gleich zum Einstieg mit unglaublichen 60 Zuschauern belohnt wurden: Wir zeigten den Projektfilm ‚Hotel California‘, der das Schicksal von Geflüchteten in Deutschland thematisiert. Ein ernstes Thema, über das im Anschluss mit den Darstellern diskutiert werden konnte. Als echten Klassiker des deutschen Humors präsentierten wir Loriots ‚Pappa ante Portas‘. Obwohl die Produktion auf jüngere Zuschauer auf den ersten Blick etwas gestrig wirken mag, wurde gerade bei diesem Film durchweg wahnsinnig viel gelacht. Loriot ist also anscheinend nicht nur zeitlos, sondern sogar generationen- und kulturübergreifend komisch. Weniger verwunderlich war die Begeisterung für ‚Fack ju Göhte‘. Nicht umsonst als Kassenschlager gefeiert, zog er bisher die meisten Besucher ins Goldbekhaus und wurde am Ende sogar mit Applaus bedacht. Mit der leichten Teenie-Liebesgeschichte ‚Groupies bleiben nicht zum Frühstück‘ ließen wir den Sommer ausklingen und es zeigte sich, Liebe und Herzschmerz sind doch auch irgendwie universell. Ganz anders als ‚Goodbye Lenin‘, der sich mit der Deutsch-deutschen Geschichte befasst, die gerade für unsere neuen Nachbarn nicht sonderlich präsent sein dürfte. Doch durch die gekonnte Produktion und die vielen humorigen Elemente kam auch dieser Film gut an. Zweifelsohne ein Highlight war dann allerdings die gestrige Vorführung des original Hamburger Movies ‚Soulkitchen‘. Der Regisseur Fatih Akin erzählt die turbulente Geschichte von Zinos, dessen Liebe zu seinem Hamburger Lokal die Liebe zu seiner Freundin Nadine auf eine harte Probe stellt. Die Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen und sowohl geographisch als auch soziokulturell an Hamburg geknüpft. Da sieht man den Immoblienhai in der Hafencity, die Hafenarbeiter in Wilhelmsburg, die noble Alstervilla der aus „besseren Verhältnissen“ stammenden Nadine, die selbstverständlich ihre Karriere in China vorantreiben möchte, oder die Künstlerin, die in ihrer besetzten Wohnung in der Speicherstadt lebt. Neben der im feinen Restaurant dinierenden Schickeria darf auch Hamburgs Nachtleben auf St. Pauli und ein Stück Jugendkultur nicht fehlen. So schafft es der Film die vielen Gesichter dieser Stadt auf der Leinwand lebendig zu machen und konnte die Herzen unserer rund 70 Zuschauer im Sturm erobern. Von Seiten der Geflüchteten kamen anschließend einige interessierte Nachfragen, Dank und Lob.

Vielleicht kein Wunder, da es ein Film Eurer Wahl war, denn seit September könnt Ihr aktiv mitentscheiden, was Ihr sehen möchtet. Im Vorfeld der Filmvorstellung zeigen wir Euch nun immer die Trailer der Filme, über die Ihr dann per Strichliste abstimmen könnt. Welche Filme wir auf die Liste setzen sollen, könnt Ihr uns per Mail, telefonisch oder noch besser vor Ort mitteilen, z. B. beim nächsten Welcome Movie am 16. November im Goldbekhaus. Wir informieren Euch auch nächstes Mal an dieser Stelle wieder rechtzeitig über die kommenden Veranstaltungen und hoffen Ihr erscheint weiter so zahlreich. Toll, dass Ihr dabei seid und z. T. weite Wege aus allen Ecken Hamburgs auf Euch nehmt!

Endlich ist es wieder soweit

Der Herbst ist nun unwiderruflich eingekehrt und liefert uns beste Voraussetzungen für lauschige Kinoabende im Goldbekhaus. Diesen Mittwoch den 19. Oktober geht es weiter mit einem neuen Welcome Movie. Da wir herausgefunden haben, dass wir Euch eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Filmen liefern können, wenn wir keine inhaltliche Werbung dafür machen, haben wir uns entschieden, Euch einfach zu überraschen. Mehr wird nicht verraten, nur so viel: für Unterhaltung, Spaß und Spannung ist gesorgt. Und das Beste ist, in Zukunft könnt Ihr mitentscheiden, was Ihr sehen wollt. Wie? Ganz einfach: Kommt zum Welcome Movie, stimmt über die nächste Vorführung ab oder bringt selbst Vorschläge ein. Der Eintritt, Getränke und Geknabber sind wie immer für alle frei. Wir freuen uns auf Euch: Mittwoch, 19.10.16 um 19:30 Uhr in der Bühne zum Hof im Goldbekhaus.

Der Spiegel berichtet: ein Lesetipp

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Viele Menschen in Hamburg engagieren sich für Geflüchtete, doch meistens bleiben dieses Engagement und die vielen daraus resultierenden spannenden Geschichten der breiten Öffentlichkeit verborgen. Heute wurde auf Spiegel Online ein Artikel über einen Hamburger veröffentlicht, der eine vierköpfige syrische Familie bei sich aufgenommen hat.

 

 

 

Besonders interessant ist, dass beide Seiten zu Wort kommen und neben der Helferperspektive auch die Sichtweise der Geflüchteten deutlich wird. So wird an mancher Stelle deutlich, dass Hilfe zwar meistens gut gemeint, aber nicht immer hilfreich ist und das beide Seiten voneinander lernen können. Mehr erfahrt Ihr im Artikel auf Spiegel Online. Viel Spaß beim Lesen!

Sommer – Sonne – Movie-Spaß

Pünktlich zum zurückgekehrten Sommer fand der bereits vierte Welcome-Movie-Abend statt. Selbst das schöne Wetter konnte die fast 30 neuen und alten Nachbarn nicht davon abhalten, sich im Goldbekhaus einzufinden ,

            groupies-2

 um gemeinsam „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ anzusehen. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn die charmante, beschwingt und spritzig erzählte Liebesgeschichte zwischen

groupies 2Christopher (Kostja Ullmann) &
Lila (Anna Fischer)

war wie gemacht für einen lauschigen Sommerabend. Und was im Sommer so gut läuft, macht im Herbst vielleicht noch mal so viel Spaß, deshalb planen wir eine Fortsetzung der Welcome Movies schon im September. Was, wann gezeigt wird, erfahrt Ihr schon in Kürze auf unserem Blog. Wir freuen uns über Euer Interesse und vor allem auf ein baldiges Wiedersehen im Goldbekhaus.

Dabei fällt mir jetzt gerade ein, die Tatsache, dass wir uns noch nicht für den nächsten Film entschieden haben, bietet uns evtl. die Möglichkeit Euch hier einzubinden. Wenn Ihr eine Idee bzw. einen Wunschfilm habt, der in das Konzept dieser Reihe passt, dann teilt uns das doch am besten gleich unten über die Kommentarfunktion mit. Habt dabei immer im Auge, dass sich die Veranstaltungsreihe ‚Welcome Movie‘ u.a. zum Ziel gesetzt hat, ein Stückchen ‚deutschen Sprachalltag‘ für die neuen Hamburger Bewohner zu schaffen und ferner verschiedene Facetten des deutschen Films und unserer Kultur zu zeigen.
Ich kann Euch hier nichts versprechen, da bei der Auswahl eines Films, neben den inhaltlichen Überlegungen, noch verschiedene andere Punkte, wie z.B. die Höhe der Verleihgebühr und anderes mehr, zu bedenken sind. Dennoch würden wir uns sehr über von Euch eingereichte Vorschläge freuen!
Also, auf gehts !  🙂

Alsterrunner landet auf dem Treppchen

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Bei sommerlichen Temperaturen fand am gestrigen Mittwoch der hella Inselparklauf statt. Neben einem anschließenden Volkslauf zieht vor allem der Lauf der Elite über 3000 Meter Lauffans in seinen Bann. Etwa zwei Dutzend ausgewählte Läuferinnen und Läufer dürfen seit vier Jahren diesen Wettkampf bestreiten – das erste Mal mit dabei Aron Weldegergis vom Alsterrunning-Lauftreff. Auf Anhieb konnte er in dem spannenden Rennen Platz zwei belegen mit einer beeindruckenden Leistung von 9:29 min. Wir gratulieren Aron und freuen uns, dass er weiter für unsere freitägliche Laufgruppe ordentlich Tempo macht.

Studenten aufgepasst!

Die Deutsche Universitätsstiftung bietet aktuell ein Stipendienprogramm für geflüchtete Bachelorstudenten aller Fächer sowie Masterstudenten von MINT-Fächern an. Voraussetzung ist u. a., dass die Studenten in Deutschland leben, aus Flüchtlingsgebieten stammen, für das Sommersemester 2016 oder das kommende Wintersemester 2016/17 immatrikuliert sind sowie Deutsch auf C1-Niveau beherrschen. Das Programm profiliert sich vor allem mit der individuellen Betreuung der Stipendiaten. Weitere Informationen und wie Ihr Euch bewerben könnt findet Ihr hier.

Jetzt neu: Tanzen für Frauen

Die Tanzlehrerin Thesi Jamnansribejra bietet ab sofort sonntags in der Heilandskirche im Drewssaal einen Tanzkurs für (geflüchtete) Frauen an.
Die nächsten Termine sind:

14.08.2016
11.09.2016
25.09.2016

Wann: 13:00-15:00 Uhr

Wo: Heilandskirche, Winterhuder Weg 132, 22085 Hamburg

 

Paddeln mit dem Goldbekhaus

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Mit freundlicher Unterstützung des Goldbekhauses durften am vergangenen Sonntag die Läufer des Alsterrunning-Lauftreffs die Alster mal nicht laufend, sondern paddelnd erkunden. Das Goldbekhaus stellte der Gruppe dafür kostenlos seine Stand-Up-Paddling-Boards zur Verfügung. Nach einer allgemeinen Einführung ins Stand-Up-Paddeln ging es unter der Leitung von Carmen Naske aufs Wasser. Die Tour führte zum Stadtparksee, auf dem Carmen mit einigen Übungen und Spielen auf dem Board für viel Spaß und Abwechslung sorgte.

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Hier war vor allem Balance gefragt und so blieb es nicht aus, dass der ein oder andere unter großem Gelächter im Wasser landete. Bei den angenehmen Temperaturen war das jedoch vor allem eine willkommene Abwechslung und führte dazu, dass am Ende jeder mit seinem Board vertraut war. Am späten Nachmittag kehrte die Gruppe pitschnass, aber mit glücklichen Gesichtern zurück zum Goldbekhaus und war sich einig, dass dies nicht das letzte Ausgleichstraining auf Brettern gewesen sein sollte. Falls Ihr auch Lust auf Stand-Up-Paddeln bekommen habt, bietet das Goldbekhaus eine Menge Kurse an, da ist für jeden was dabei (für Geflüchtete kostenlos).

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Alsterrunner haben die Nase vorn

Seit der Alsterrunning-Lauftreff am 6. Dezember 2015 ins Leben gerufen wurde, ist Aron Weldegergish dabei und hat kaum ein Treffen verpasst. Egal ob bei Schnee, Regen oder Dunkelheit führt er allwöchentlich die Laufgruppe zusammen mit seinem Teamkollegen

Läufer Bereket Salomon, der beim diesjährigen Hammer Lauf über 5km in 17:54 den 1. Platz holte, an. So war es wenig verwunderlich, dass er beim gestrigen City Nord Lauf der Hamburgiade am 25.5.16 über 10 km den 2. Platz belegen konnte. Nur knapp kam er hinter seinem Kontrahenten Michael Kidus ins Ziel, mit dem er gemeinsam den Doppelsieg über die Langstrecke für das Team „Refugees Welcome“ sichern konnte. Wir gratulieren den Dreien und freuen uns auf weitere Wettkämpfe in dieser Saison.

‚Welcome Movie‘ im Goldbekhaus – 60 Besucher sahen ‚Hotel California‘


Hotel California‘ – das sei für ihn ein Ort der Leichtigkeit und Sorglosigkeit, ein Ort, an dem Träume wahr werden, so Meisam Ameni Mitwirkender des gleichnamigen Films. Doch die Realität schreibt eine andere Geschichte: Ein Hotel umfunktioniert zur Flüchtlingsunterkunft mitten im deutschen Nirgendwo. Junge Männer aus verschiedenen Teilen der Welt werden hier in Angst vor drohender Abschiebung regelrecht verwahrt, warten darauf, in Deutschland Bleiberecht zu erhalten und darauf, dass endlich das Leben für sie anfängt. Gleichzeitig sehen sie sich mit einer gleichaltrigen Dorfjugend konfrontiert, die ihnen gegenüber alles andere als aufgeschlossen ist. Ein Ort an dem Träume begraben werden? Dieses Spannungsverhältnis zwischen der positiven Assoziation und der weniger rosigen Realität habe das Team zum Titel ‚Hotel California‘ bewogen, der außerdem mit dem gleichnamigen Song der Eagles in Verbindung stehe. Denn auch dort spiele die Tatsache eine Rolle, dass das im Hotel Erlebte einen nicht mehr loslasse. Dieser Gedanke habe bei der Titelfindung ebenfalls eine Rolle gespielt, da die Erfahrung der Flucht, das Ankommen in Deutschland in den behelfsmäßigen Unterbringungen, die sich tatsächlich häufig in Hotels befinden, einen tiefen Einschnitt im Leben der Menschen bilde, der sie zeitlebens präge, betont die Schauspielerin Linda Verweyen. Sie und Meisam Ameni waren persönlich zur Auftaktveranstaltung der Reihe ‚Welcome Movie‘ ins Goldbekhaus gekommen, um den Zuschauern einen Blick hinter die Kulissen des Projektfilms ‚Hotel California‘, der unter der Regie von Patrick Merz mit „Norddeutschen aus aller Welt“, darunter auch Geflüchtete, zu gewähren. Rund 60 Zuschauer verfolgten den Film aufmerksam und beteiligten sich an der von Suse Hartmann moderierten Gesprächsrunde.

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Filmvorführung

Welcome Movie‘ wird von Suse Hartmann, Kathleen Czech und Sabine Elsner-Petri organisiert und ist vor dem Hintergrund entstanden, dass die Flüchtlingsunterkünfte nicht medial angebunden sind. Das hat zur Folge, dass die Neuankömmlinge im Unterkunftsalltag keinerlei Deutsch hören, was nicht nur für das Hörverständnis der neu zu erlernenden Sprache fatal ist. Man muss sich vorstellen, dass diese Menschen außerhalb ihrer Sprachkurse kaum in Kontakt mit der deutschen Sprache bzw. mit Deutschsprechern kommen. Derweil stoßen sie immer wieder auf Unverständnis von deutschen Muttersprachlern, die sich erstaunt bis entsetzt zeigen, dass Neulinge „immer noch“ kein Deutsch können, obwohl sie doch „schon“ seit einem halben Jahr oder noch länger in Deutschland leben. Reaktionen, die eher frustrieren statt zu motivieren. Sie basieren letztlich auf Unkenntnis der Situation der Geflüchteten und dem komplexen Prozess des Fremdspracherwerbs, der vor allem aktiv stattfinden muss und noch deutlich erschwert wird, wenn die Muttersprache einer völlig anderen Sprachfamilie entstammt, wie es beim Arabischen oder Tigrinya (eine in Eritrea und Äthiopien gesprochene Sprache) der Fall ist: beide Sprachen gehören im Unterschied zur indogermanischen Sprache Deutsch der semitischen Sprachfamilie an.

Deshalb hat es sich die Veranstaltungsreihe ‚Welcome Movie‘ zum Ziel gesetzt, ein Stückchen ‚deutschen Sprachalltag‘ für die neuen Hamburger Bewohner zu schaffen und ferner verschiedene Facetten des deutschen Films und unserer Kultur zu zeigen. Zudem soll der Austausch zwischen Geflüchteten und Alt-Hamburgern gefördert werden.

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Knabbereien und Getränke gab es auch

Dass gleich zum ersten Filmabend 60 Personen erscheinen würden, war keineswegs vorherzusehen, da es oft schwierig ist die Angebote an Interessierte zu adressieren. Umso erfreulicher war es, so viele Menschen in der ‚Bühne zum Hof‘ begrüßen zu können. Die meisten von ihnen waren Geflüchtete unterschiedlichster Nationalitäten aus ganz Hamburg, aber auch ‚Hamburger Nachbarn‘. Obwohl viele der Geflüchteten bis auf einige Worte noch kaum Deutsch sprechen, suchten sie dennoch den Austausch und unterhielten sich in den Pausen und im Anschluss bei Getränken, Knabbereien und Musik in lockerer Atmosphäre angeregt miteinander. Großen Anklang fand darüber hinaus das Informationsmaterial zu den zahlreichen Aktivitäten unserer Initiative, die für Geflüchtete kostenfrei sind. Die vielen Fragen zu diesen Angeboten machten deutlich, dass Interesse bei Geflüchteten besteht, es jedoch effektiv zu sein scheint, sie im Rahmen einer Veranstaltung zu bewerben, die ein persönliches Gespräch ermöglicht. Denn es tauchen viele individuelle Fragen auf, die eine Informationsbroschüre nicht beantworten kann. Auch weil für viele Geflüchtete Freizeitgestaltung unbekanntes Terrain ist. Gerade hier ist es sinnvoll, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man über solche Aktivitäten Kenntnisse und Kontakte erwirbt, die einen zukünftig durchaus weiterbringen können. Und an Kontakten besteht, das konnte sich zeigen, auf beiden Seiten Interesse. Gegen 21:30 Uhr klang der Abend langsam aus, bedauert wurde von einigen Geflüchteten lediglich, dass der Film so kurz gewesen sei. Das wird sich jedoch schon beim nächsten ‚Welcome Movie‘ am 22. Juni um 19:30 Uhr ändern, wenn von Loriot ‚Pappa ante Portas‘ gezeigt wird. Wir hoffen, dass sich unsere Veranstaltung nach diesem gelungenen Auftakt weiter herumspricht und zahlreiche neue wie bekannte Gesichter anlockt und wir uns auf weitere spannende Abende freuen dürfen.

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Gesprächsrunde

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