1) Wen oder Was umfasst dein Engagement?

Ganz am Anfang habe ich Deutschkurse in Wilhelmsburg gemacht. Jetzt bin ich im Orga-Team von WiQ dabei und habe verschiedene Bereiche, wo ich „mitmische“. So organisiere ich Begleitungen und Sprachpatenschaften, helfe bei den Welcome Movies und versuche auch, hier beim Blog aktiv mitzumachen.

 

2) Wie bist du zu deinem Engagement gekommen?

Im Rahmen meines Studiums habe ich ein halbes Jahr Praktikum im Goldbekhaus gemacht. In der Zeit entstand auch die Initiative. Durch die Deutschkurse war ich am Thema sowieso interessiert und habe mich dann immer mehr mit eingebracht.

 

3) Warum engagierst du dich?

Alles hat eher zufällig angefangen. Dann habe ich gemerkt, was für tolle Menschen man durch dieses Engagement treffen kann. Das motiviert mich auch immer wieder, weiterzumachen.

 

4) Wie viel Zeit investierst du pro Woche/Monat?

Ist schwer zu sagen. Mal mehr, mal weniger aber letztendlich so einige Stunden in der Woche.

 

5) Was empfindest du an deiner Arbeit als schwierig?

Wenn Projekte entstehen, sind immer viele Leute beteiligt. Alle Ideen, Meinungen und Interessen unter einen Hut zu kriegen, finde ich schwierig aber tatsächlich kann es auch gelingen. Ansonsten gibt es Angebote, die einfach mehr Zeit brauchen, um sich zu etablieren und auch die Menschen müssen erst richtig ankommen. Das erfordert auf jeden Fall einen langen Atem.

 

6) Gibt es ein besonders beeindruckendes Erlebnis (positiv wie negativ) aus deiner Tätigkeit?

Die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Menschen finde ich super! Z.B. immer wenn der Film beim Welcome Movie vorbei ist, fassen alle mit an und räumen auf, sodass nach ein paar Minuten schon alles erledigt ist. Manchmal kann man gar nicht so schnell gucken wie alle Stühle schon weggestellt sind :).

 

7) Gibt es ein besonders lustiges Erlebnis?

Manche der Leute sind zu Freunden geworden und wenn ich mit denen über whatsapp schreibe, kommt es öfter zu Missverständnissen. So habe ich einen Geflüchteten zum Welcome Movie eingeladen und ihm vorgeschlagen, dass er auch seine Freunde mitbringen kann. An dem Abend hatten seine Freunde allerdings keine Zeit und er dachte, er dürfte nicht vorbeikommen, wenn er nur alleine kommt. Das war natürlich nicht so. Als das aufgeklärt war, setzte er sich kurzerhand doch noch in den Bus und kam dazu – der Film lief zu dieser Zeit schon eine Stunde.

 

8) Würdest du dich wieder oder weiter engagieren?

Auf jeden Fall!

 

9) Was würdest du im Rückblick anders oder besser machen?

Ich würde mehr Prioritäten setzen, um meine Energie genau in die Sachen zu stecken, die ich für sinnvoll halte. Ich würde auch versuchen noch offener auf die Menschen zuzugehen.

 

10) Was kannst du anderen Ehrenamtlichen oder denen, die es werden wollen, mit auf den Weg geben?

Sich nicht zu viele Gedanken machen. Letztendlich geht es nur darum, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten und gemeinsam etwas zu unternehmen. Da müssen nicht alle Eventualitäten vorher abgeklärt werden. Es hilft, einfach offen für neue Ideen zu sein.

NACHGEFRAGT!: Kathleen, 22 Jahre

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